Sonntag, 31. August 2014

Gipfelstürmer die 2.

Huhuu again,

Eine Woche nach unserem ersten Berg, haben wir den Mount Rundle in Angriff genommen.

Gipfel: 2949 m
Anstieg: 1577 m
Hin- und Rückweg: 11 km
Dauer: 7-8 h

Diesen haben wir nur noch zu dritt bestiegen und da der Weg in Banff beginnt, haben wir uns auch schon kurz nach 7 Uhr am Morgen bei den "Bow Falls" getroffen.

Wenn auch kürzer ist der Weg um einiges steiler und durchaus anspruchsvoller. An einigen Stellen ist man auf den Felsrücken unterwegs, welche nur 1,5 m breit sind. Links und rechts davon ging es geschätzt einige hundert Meter steil in die Tiefe.

Doch haben wir diese Passagen gut gemeistert, trotz kleinerer Bedenken. Das anstrengenste Stück kam dann wieder unterhalb des Gipfels. Ein großes Geröllfeld bedeckt mit Schnee. So war nicht einmal ansatzweise ein Weg zu erkennen. Also suchten wir unseren eigenen.
Nach uns kommende Wanderer waren sicherlich dankbar dafür. Ein ziemlich schneller hat sich auch dafür bedankt.
Die angegebenen 8 h konnten wir nicht halten, aber wir waren am späten Nachmittag zurück, immer noch genug Zeit für ein Bier, hi hi.

Am Gipfel haben wir den Nathan noch eingesammelt, der war alleine unterwegs. Was unserer Einschätzung nach doch ein wenig leichtsinnig ist.

Glücklich und mit besserem Wetter als noch eine Woche zuvor, haben wir nun zu viert den Rückweg angetreten. Wir sind sehr stolz auf uns.
Wir können zwar immer noch keine Berge versetzen, doch zumindest bezwingen... :-)

Es ist schwer zu sagen welcher der Riesen, schwieriger bzw. / oder anstrengender war.
Doch Projekt 3000der ist erfolgreich abgeschlossen... und das auch jeweils im ersten Versuch.

Die folgenden Tage waren wir zur Erholung mal wieder in einem der Museen, diesmal im "Buffalo Nation" welches sich ausschließlich mit der Geschichte der Indianer beschäftigt.

Außerdem nutzen wir das immer seltener werdende schöne Wetter um Wanderungen rund um Banff zu machen. Diesmal waren wir am Spray River und dort haben wir eine interessante Entdeckung gemacht. Einen sogenannten "Backcountry Campground" inklusive Lebensmittel-Seilsicherung, um nachts Tiere daran zu hindern in die Zeltlager zu kriechen. Wer wird schon gern von einem Bären oder Wolf geweckt.
Leider sind diese Zeltplätze ziemlich selten und auch nicht umsonst, da National Park was sonst. Doch vermutlich gibt es schon so einige Stammcamper dort, zumindest machte es den Eindruck.

Wenn Zeit und Wetter noch eine Weile mitspielen dann werden wir auch mal dort zelten, guter Platz zum feiern :-).

So das war es erst einmal wieder
Seid lieb gegrüßt von
Vroni und André



Mount Rundle noch im Tiefschlaf

Wieder mit Hannah unterwegs

Die Bow Falls, unser Treffpunkt

Morgenstund hat Gold im Mund

Wieder voll bepackt

Die Baumgrenze



Und es wird kalt...

SCHEIß BERG... :-)... echt ehh

Auf dem Gipfel

Die Abkürzung

Mount Cascade im Hintergrund

Gipfelstürmer....

...und Bergrobben

uiuiuiUIUI

Die Bezwinger



Ab nach Hause



Bye bye Gipfel


 
Mount Runde... der Gipfel ist der kleine mit Schnee
 

Im Museum




Hi hi... die Belohnung

unglaubliche 6 CAD, also etwa 4 Euro pro Flasche

Der Spray River



Utensilien für die Allgemeinheit






Mittwoch, 27. August 2014

Über den Wolken.....

....des "Mount Cascade"...

Ein kurzer Steckbrief dieses Riesen im Norden von Banff.
Gipfel: 2998 m
Anstieg: 1460 m
Hin- und Rückweg: 18 km
Dauer: 9 h

Wie kommen wir auf die Idee dieses Monster zu besteigen, nun ja das haben wir uns schon im April vorgenommen und am Sonntag Mitte August war es dann soweit. Als wir von Dennis und Franzi gefragt wurden, ob wir sie und Hanna begleiten, mussten wir also nicht mehr allzu lange überlegen.
Das Team stand also fest,

Franziska (German)
Dennis (German)
Hanna (Czech)
Veronika "The Incredible Gipfeldüse" (Bavaria)
André "The Amazing Bergbezwinger" (Saxony)

Da der Weg aber nicht in Banff beginnt sondern auf dem Parkplatz des 6 km entfernten "Mount Norquay" auch als örtliches Skizentrum bekannt und im Sommer ein Kletterparadies, mussten wir erstmal den kostenfreien Transferbus nehmen.
Dieser fuhr 8.15 Uhr am morgen, doch nahm uns nicht mit. Zahlende Kundschaft für das besagte Kletterparadies wurden bevorzugt und zudem waren wir auch schon zu viele für den kleinen Bus.

Mmh ziemlich doof, nachdem jeder nochmal in der Banff Park Lodge auf dem Klo war, bestellten wir ein Taxi für einen unbeschreiblichen Wucherpreis. Sei es drum, gegen 9.00 Uhr starten wir unsere Wanderung Richtung Gipfel, lieber spät als nie sagt man ja bekanntlich.

Ach ja wie war eigentlich das Wetter, nun... ziemlich bescheiden... nass und nebelig. Man hat nicht einmal den Berg sehen können und für den späten Nachmittag waren Gewitter angesagt.

So waren alle Voraussetzungen erfüllt um wieder ins Bett zurück zu kehren.

Doch wollten wir die Sache wenigstens in Angriff nehmen und das Wetter ändert sich ja auch recht schnell hier.

...also los.. nach 6 mehr oder weniger angenehmen Kilometern durch den Wald gelangten wir zum "Cascade Amphitheater" dem Ende des regulären Wanderweges. Ab hier begibt man sich auf eigenes Risiko auf den Berg. Das Wetter nach wie vor nass und ungemütlich. Dennoch wagten wir uns weiter, mittlerweile wissend, das die einzelnen Gruppenmitglieder unterschiedliche Geschwindigkeiten haben.

Nach einer Pause ging es also weiter, von nun an in steilem Winkel, über die Baumgrenze und noch mehr losem Gestein stetig aufwärts. Unterwegs begegneten wir einigen anderen Wanderern und wurden auch von einigen überholt. Die meisten davon brachen allerdings ab und kehrten wieder um. Es war wolkig, nass und zeitweise recht kalt. Aber wir waren ja auf genau dieses eingestellt und sahen keinen Bedarf umzukehren, auch dank unseres super Equipment. Bei schönem Wetter kann ja jeder gehen. Es war sehr schön anzusehen wie die Wolken auf der einen Seite des Berges aufstiegen und auf der anderen kilometerweit klare Sicht herrschte.

Nach 5,5 h haben wir es vollbracht und den Gipfel erreicht. Ziemlich glücklich und noch erstaunlich fit. Zu sehen gab's leider nicht viel.
Nun gut runter mussten wir ja auch wieder. Zum Glück wurde das Wetter um einiges besser und Gewitter gab es auch keine. Gegen 21.00 Uhr erreichten wir den Parkplatz und verpassten natürlich den letzten Bus. :-(
So musste Dennis seine Kontakte nutzen und ein Kollege holte uns ab. Zu sechst in einem Pickup-Truck.  

Ziemlich glücklich und kaputt konnten wir das Projekt "Mount Cascade" am Abend erfolgreich abschließen.
Nun gilt es, seinen etwas kleineren dafür aber fieseren Bruder "Mount Rundle" zu bezwingen.

Wer gut mitgelesen hat, hat sicherlich bemerkt das wir um einiges länger als angegeben brauchten. Das lag vor allem an Pausen und Wartezeiten.

Das Wetter wurde in der folgenden Woche nicht wirklich besser und so gingen wir ins Museen und auch mal schwimmen.... war nicht schlecht da uns der Muskelkater noch ne Weile begleitete...

Bis bald
Eure Veronika und André


Mount Cascade



Lagebesprechung am Vorabend

Warten auf den Bus

Die ersten Kilometer...

...mit leichten Beinen...

...doch es sollte, härter werden!!!!!


Links im Bild auch ein deutscher. Er kehrte allerdings um.


Noch nicht am Ziel

Auch Schnee gab es noch


Ziel erreicht....

JUHUUUUUUU....

COOL MANN


Die Nachhut

Und es geht wieder zurück...

...über ganz viel losen Stein...

...aber zumindest besserer Sicht



Das Amphitheater

...puh..geschafft

Im Museum

Wolverine

Vogel :-)

Biber, leider ausgestopft

Wölfe...

...und ein alter Bekannter...