Da waren sie nun,
die letzten Tage in dem uns vertraut gewordenem Banff.
Wir blieben hier
um einiges länger als anfangs geplant und der Alltag war meist routiniert. Ein
wenig ungewöhnlich für Backpacker, was allerdings keineswegs schlecht war. Denn
so konnten wir uns in den fast 10 Monaten ein gutes Bild von den Rocky
Mountains, Kanadiern und dem Lifestyle verschaffen.
Natürlich wissen
wir das Banff unmöglich ganz Kanada widerspiegelt, doch machen wir uns nun auf
den Weg um einige andere Zipfel im Westen dieses riesigen Landes zu erkunden,
um unseren Eindruck von Land und Leuten zu bestätigen oder nicht… Wir werden
sehen.
Die verbleibenden
Tage nutzten wir zum Snowboard fahren in Sunshine Village und Lake Louise.
| Aussicht von Sunshine Village |
| Mittagspause mit Vroni s Kollegen |
| Das ist mal ne Skimaske |
| Die Pisten |
| Lake Louis Skiresort |
| Die natürlichste Half Pipe, schwer zu erkennen, doch da |
André bekam eine,
schon lange lange sehr lange überfällige, Gesichtspflege.
Wir trafen uns
ein letztes Mal mit Bekannten aus dem Dorf, um uns zu verabschieden. Bei dieser
Gelegenheit haben wir nochmal ordentlich gepichelt auf 1400 m, um am nächsten
Morgen einen ordentlichen Hangover (Kater) zu kurieren. In der Höhe klatscht
das Zeug einfach mehr L
| Zu Besuch bei Hannah |
| Mit guten Bekannten Dennis und Franzi im Hintergrund |
| MMhhh |
Unser letzter
Gutschein auf unserer „Ambassador“ Karte kam am Mt. Norquay zum Einsatz als wir
„Snow Tubing“ gingen. Einfach umschrieben ist das rodeln mit einem Reifen. Das
war ganz lustig, aber nach 5mal fahren in allen möglichen Drehbewegungen die
die Aufseher zugelassen haben, auch nicht mehr so spannend.
| Das Gefährt |
| Der Zauberteppich |
| Die Piste |
| Die Zaungäste |
Am letzten Abend
lud uns unser mittlerweile lieb gewordener Mitbewohner Jason zu einem
Steak-Sandwich mit bestem Alberta Rind ein. Wir hatten wirklich Glück mit ihm
als Vermieter und Wohnungsgesellen.
Dann ging es los
mit gepackten Sachen und per Greyhound Bus (in den nächsten Wochen Kantine,
Schlafsaal und Aufenthaltsraum In einem uiuiuiui) nach Revelstoke.
Warum Revelstoke?
Nun es ist im Winter für sein Ski Resort bekannt, welches die höchste
Vertikalausdehnung in Nordamerika hat. Somit auch einige der längsten Abfahrten
die in den Rocky Mountains.
Im Sommer ist es
für die meisten Touristen eher eine Durchgangsstation (auch wir hatten hier
schon einmal gezeltet). Unter anderen gibt es in der Nähe den größten Staudamm
Kanadas. Ansonsten dreht sich alles um die Eisenbahn.
| "Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, alle...." usw. Das war erst der 2 Lift Richtung Gipfel. |
| Wer hat denn seine Ausrüstung verbessert? Vroni hat nun einen Helm und ne heiße Brille (bei der schon eine Wechsellinse verloren ging) Safetey first |
| Unsere Schlafgelegenheit für 3 Nächte. Mit Sicherheit nicht unsere beste Erfahrung beim Couch surfen. Doch wenn man bedenkt das wir so 200 Dollar gespart haben, auch nicht die schlechteste. |
Allerdings gibt
es da noch eine Skischanze die bis 1974 Skispringer aus aller Welt anzog und
auf der so einige Rekorde aufgestellt wurden. Zu dieser wanderten wir durch
viel Schnee (diesmal ohne Schneeschuhe) und waren überrascht wie sich die Natur
das Gelände zurückerobert hat. Ansonsten hatte Revelstoke nicht viel zu bieten
außer ein riesiges Sägewerk und Unmengen an Schnee. Eine der Schnee reichsten
Regionen in ganz Nordamerika, mehrere Meter sind vollkommen normal. Um die
Stadt dennoch zugänglich zu halten, wird überflüssiger Schnee einfach per LKW
In den Fluss geschüttet.
Nun geht’s weiter
nach Whitehorse in den hohen Norden, die Hauptstadt des Yukon, eine der
wildesten Landstriche und einst Zentrum des letzten Goldrausches um die
Jahrhundertwende vor 115 Jahren.
Seid lieb gegrüßt
Eure Vroni und
André
P.S.
Da wir nun schon
4 der größten und bekanntesten Skigebiete in Kanada besucht haben, wird es Zeit
für einen Check. Günstig ist im Vergleich zu Deutschland und Österreich keines.
Der Schnee ist dafür reichlich vorhanden und die Saison dauert überall um die 6
Monate. Europäische Skilifte sind durchaus moderner, dafür gibt es hier
eigentlich nur Sessellifte. Der entscheidende Unterschied ist allerdings die
Atmosphäre. Es gibt kein Gedränge, kein Geschupse, man grüßt sich freundlich
und man muss kaum bis überhaupt nicht am Lift anstehen. Apres Ski findet wenn
dann nur in den Dörfern statt und nicht am Hang, was ehrlich gesagt sehr
angenehm ist.
Jedes Skigebiet
hat so seinen Reiz und unterscheidet sich von den anderen. Nur Mt Norquay
empfehlen wir nicht, da es zu viel kostet für zu wenige und kurze Abfahrten
(wobei manche immer noch länger sind als in deutschen Mittelgebirgen).
Sunshine Village
25 Min von Banff entfernt, angeblich besserer Powder Schnee als Lake Louise und
Norquay. Viele Lift und Abfahrten super für Snowboarder und Beginner, recht
viele Besuchter.
Lake Louise
Gastgeber im alljährlichen internationalem Abfahrtsturnier, auch das
kostspieligste Skiresort.
Super Pisten,
unter anderem eine natürliche Halfpipe, deutlich längere Abfahrten (10 Min in
Höchstgeschwindigkeit bis zum Tal und eine Rennstrecke auf der die besten der
Welt antreten, riesige Funparks und welche für normale Boarder.
Revelstoke
besitzt nicht einen Funpark, dafür die längsten Abfahrten (20 Min in
Höchsttempo) bei nur 4 Liften, unglaublich viel Schnee und vor allem Tiefschnee
und man kann überall durch den Wald düsen, für Beginnen aber eher ungeeignet.
Dafür günstig wenn man sein Lift Ticket online im Voraus bucht.
Es gibt noch
dutzende Skigebiete, 4 der besten haben wir getestet und wir schwanken zwischen
Revelstoke und Lake Louis. Für 2 Wochen
Winterurlaub sollte man nicht her fliegen, man sollte mindestens einen
Monat bleiben, damit sich Saisonpässe lohnen. Ansonsten kommt man ganz gut wenn
man „Ski and Stay“ Kombi-Angebote der Hotels bucht.
Alles im allen: UNGLAUBLICH VIEL SCHNEE!!!!!!!!