Sonntag, 25. Januar 2015

Bye Bye Banff... und willkommen Revelstoke....


Da waren sie nun, die letzten Tage in dem uns vertraut gewordenem Banff.

Wir blieben hier um einiges länger als anfangs geplant und der Alltag war meist routiniert. Ein wenig ungewöhnlich für Backpacker, was allerdings keineswegs schlecht war. Denn so konnten wir uns in den fast 10 Monaten ein gutes Bild von den Rocky Mountains, Kanadiern und dem Lifestyle verschaffen.

Natürlich wissen wir das Banff unmöglich ganz Kanada widerspiegelt, doch machen wir uns nun auf den Weg um einige andere Zipfel im Westen dieses riesigen Landes zu erkunden, um unseren Eindruck von Land und Leuten zu bestätigen oder nicht… Wir werden sehen.
  
Die verbleibenden Tage nutzten wir zum Snowboard fahren in Sunshine Village und Lake Louise.
Aussicht von Sunshine Village
 
Mittagspause mit Vroni s Kollegen
 
Das ist mal ne Skimaske
 
Die Pisten
 
Lake Louis Skiresort
 
 
 
Die natürlichste Half Pipe, schwer zu erkennen, doch da
 
 André bekam eine, schon lange lange sehr lange überfällige, Gesichtspflege.
 
 
 
Wir trafen uns ein letztes Mal mit Bekannten aus dem Dorf, um uns zu verabschieden. Bei dieser Gelegenheit haben wir nochmal ordentlich gepichelt auf 1400 m, um am nächsten Morgen einen ordentlichen Hangover (Kater) zu kurieren. In der Höhe klatscht das Zeug einfach mehr L
Zu Besuch bei Hannah
 
Mit guten Bekannten Dennis und Franzi im Hintergrund
 
MMhhh
 
 Unser letzter Gutschein auf unserer „Ambassador“ Karte kam am Mt. Norquay zum Einsatz als wir „Snow Tubing“ gingen. Einfach umschrieben ist das rodeln mit einem Reifen. Das war ganz lustig, aber nach 5mal fahren in allen möglichen Drehbewegungen die die Aufseher zugelassen haben, auch nicht mehr so spannend.
 
Das Gefährt
 
Der Zauberteppich
 
Die Piste
 
Die Zaungäste
 
Am letzten Abend lud uns unser mittlerweile lieb gewordener Mitbewohner Jason zu einem Steak-Sandwich mit bestem Alberta Rind ein. Wir hatten wirklich Glück mit ihm als Vermieter und Wohnungsgesellen.
 
 
 
Dann ging es los mit gepackten Sachen und per Greyhound Bus (in den nächsten Wochen Kantine, Schlafsaal und Aufenthaltsraum In einem uiuiuiui) nach Revelstoke.
 



Warum Revelstoke? Nun es ist im Winter für sein Ski Resort bekannt, welches die höchste Vertikalausdehnung in Nordamerika hat. Somit auch einige der längsten Abfahrten die in den Rocky Mountains.
Im Sommer ist es für die meisten Touristen eher eine Durchgangsstation (auch wir hatten hier schon einmal gezeltet). Unter anderen gibt es in der Nähe den größten Staudamm Kanadas. Ansonsten dreht sich alles um die Eisenbahn.
"Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, alle...." usw. Das war erst der 2 Lift Richtung Gipfel.


Wer hat denn seine Ausrüstung verbessert? Vroni hat nun einen Helm und ne heiße Brille (bei der schon eine Wechsellinse verloren ging) Safetey first


Unsere Schlafgelegenheit für 3 Nächte. Mit Sicherheit nicht unsere beste Erfahrung beim Couch surfen. Doch wenn man bedenkt das wir so 200 Dollar gespart haben, auch nicht die schlechteste.

 
Allerdings gibt es da noch eine Skischanze die bis 1974 Skispringer aus aller Welt anzog und auf der so einige Rekorde aufgestellt wurden. Zu dieser wanderten wir durch viel Schnee (diesmal ohne Schneeschuhe) und waren überrascht wie sich die Natur das Gelände zurückerobert hat. Ansonsten hatte Revelstoke nicht viel zu bieten außer ein riesiges Sägewerk und Unmengen an Schnee. Eine der Schnee reichsten Regionen in ganz Nordamerika, mehrere Meter sind vollkommen normal. Um die Stadt dennoch zugänglich zu halten, wird überflüssiger Schnee einfach per LKW In den Fluss geschüttet.




 
 
 
 Nun geht’s weiter nach Whitehorse in den hohen Norden, die Hauptstadt des Yukon, eine der wildesten Landstriche und einst Zentrum des letzten Goldrausches um die Jahrhundertwende vor 115 Jahren.
Seid lieb gegrüßt
Eure Vroni und André
P.S.
Da wir nun schon 4 der größten und bekanntesten Skigebiete in Kanada besucht haben, wird es Zeit für einen Check. Günstig ist im Vergleich zu Deutschland und Österreich keines. Der Schnee ist dafür reichlich vorhanden und die Saison dauert überall um die 6 Monate. Europäische Skilifte sind durchaus moderner, dafür gibt es hier eigentlich nur Sessellifte. Der entscheidende Unterschied ist allerdings die Atmosphäre. Es gibt kein Gedränge, kein Geschupse, man grüßt sich freundlich und man muss kaum bis überhaupt nicht am Lift anstehen. Apres Ski findet wenn dann nur in den Dörfern statt und nicht am Hang, was ehrlich gesagt sehr angenehm ist.
Jedes Skigebiet hat so seinen Reiz und unterscheidet sich von den anderen. Nur Mt Norquay empfehlen wir nicht, da es zu viel kostet für zu wenige und kurze Abfahrten (wobei manche immer noch länger sind als in deutschen Mittelgebirgen).
Sunshine Village 25 Min von Banff entfernt, angeblich besserer Powder Schnee als Lake Louise und Norquay. Viele Lift und Abfahrten super für Snowboarder und Beginner, recht viele Besuchter.
Lake Louise Gastgeber im alljährlichen internationalem Abfahrtsturnier, auch das kostspieligste Skiresort.
Super Pisten, unter anderem eine natürliche Halfpipe, deutlich längere Abfahrten (10 Min in Höchstgeschwindigkeit bis zum Tal und eine Rennstrecke auf der die besten der Welt antreten, riesige Funparks und welche für normale Boarder.
Revelstoke besitzt nicht einen Funpark, dafür die längsten Abfahrten (20 Min in Höchsttempo) bei nur 4 Liften, unglaublich viel Schnee und vor allem Tiefschnee und man kann überall durch den Wald düsen, für Beginnen aber eher ungeeignet. Dafür günstig wenn man sein Lift Ticket online im Voraus bucht.
Es gibt noch dutzende Skigebiete, 4 der besten haben wir getestet und wir schwanken zwischen Revelstoke und Lake Louis. Für 2 Wochen  Winterurlaub sollte man nicht her fliegen, man sollte mindestens einen Monat bleiben, damit sich Saisonpässe lohnen. Ansonsten kommt man ganz gut wenn man „Ski and Stay“ Kombi-Angebote der Hotels bucht.
Alles im allen: UNGLAUBLICH VIEL SCHNEE!!!!!!!!
 
 
 
 

 
 
 
 

Mittwoch, 14. Januar 2015

Willkommen 2015

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber wir wünschen allen ein gesundes neues Jahr.
Wir sind auf jeden fall voller Vorfreude und können es kaum noch erwarten endlich durch zu starten.

Doch was haben wir seid unseren letzten Eintrag erlebt.
Zwischen Weihnachten und Neujahr ist nicht viel passiert und auch eher bescheiden war unser Rutsch ins neue Jahr.
Mit Sushi und Sekt haben wir es uns zu Hause gemütlich gemacht und gegen 23 Uhr strömten wir wie viele andere zum Bow River um uns das Feuerwerk anzusehen (welches mit dem an Halloween allerdings nicht mithalten konnte).






Pures Eis

Am 9. Januar war es denn endlich soweit der letzte Arbeitstag...


So sehen....


Arbeitslose...


....aus


André s Boss Paul lud uns daher noch zum "Frittierten Truthahn" in sein Haus ein. Truthahn isst man in Kanada traditionell zu feierlichen Anlässen. Nun ist der letzte Arbeitstag nicht wirklich eine Feierlichkeit. Doch interessieren sich Paul und seine Frau Sharon, untypischerweise für Kanadier, sehr für die Sitten anderer Länder und reisen gern. Da man sich in der Arbeit aber nicht allzu viel austauschen konnte, war das eine sehr schöne Gelegenheit und auch ein sehr schöne Abend. Der frittierte Truthahn ist allerdings etwas eher ungewöhnliches hier in Kanada, er war hervorragend.


Die ersten Tage mit der zurück gewonnenen Freiheit nutzten wir um eine schon lang geplante Führung durch "Hogwards" (besser bekannt als Banff Springs Hotel) zu machen.

Eisklettern in Town


jeder dieser Türen wiegt etwa eine halbe Tonne und hat einen Wert von 35000 Dollar





Von Montag zu Dienstag gingen wir noch auf eine Schneeschuhwanderung mit Vroni s Arbeitskollegen. Das Ziel war die "Bow Hut" gelegen an einem Gletscher über dem "Bow Lake" welcher wiederum zwischen Banff und Jasper liegt. Der Aufstieg dauerte etwa 4 Stunden und führte über einen gefrorenen See, einen zu geschneiten Bach, ein Lawinengebiet (allerdings mit geringster Gefahrenstufe und bestens ausgestattet mit Lawinensender/Empfänger, Schaufel und Suchstock), bis zum Fusse eines Gletschers.
Wie so ziemlich jeder Ausflug mit Kanadiern beginnt auch dieser landestypisch bei "Tim Hortons" (Starbucks in Kanada)

1,5 h Autofahrt später am Parkplatz angekommen...

...los geht's auf dem gefrorenen Bow Lake.


"Was bummeln die da vorne so rum tststs!!!"

.... und es war recht kühl bei -12 Grad doch der Wind tat sein übriges..

...schön war es dennoch und die Aussicht entschädigt für den Wind allemal...

traumhaft

Lawinengefahr im Canyon, deswegen wird Abstand gehalten...

...Ziel in Sicht...

...Aufwärmen nach einer langen und Schweiß treibenden Wanderung...

...auch eine Gruppe Japaner war in der Hütte, hier wurde Sicherheit geprobt für die Gletscherbesteigung am nächsten Tag..

...Der Schlafsaal, gut das wir Ohrstöpsel dabei hatten...

...Frühstück auf 2300 m...

... das ist der Lawinen Tranciver...

....und schon ging es wieder an den Abstieg, dieser dauerte aber nur 2,5 h.







So das war es erst einmal wieder von uns
Seid lieb gegrüßt.
Vroni und André

Ach  so wen es interessiert wir haben auf einem Plakat von Nordamerika unsere grobe Reiseroute festgehalten, samt bisher gebuchter Busse und Flüge. Nur ein Gerüst doch gibt es eine Idee unserer kommenden Reiseziele.



Der neueste Schrei bei -20 Grad Baustelle :-)