Also ab nach
Whitehorse, das bedeutete einen Tag und 18 Stunden Bus fahren. Mit
hausgemachten Hotdog und Nudelsalat ging’s los durch die Weiten Kanadas!
Die Landschaft im Norden besteht aus endlos vielen Bäumen, Bergen, Seen und
Prärien. Leider verwandeln sich die meisten Städte in Industrieanlagen und Kontainer
Siedlungen, die nur dem Zweck dienen Öl und Gas aus dem Erdreich zu fördern.
Morgens um vier
erreichten wir Whitehorse und verbrachten 4 Stunden im „Tim Horton“ (Kaffee
Laden) bis wir ins Hostel einziehen konnten. Dort angekommen waren die
Prioritäten: duschen, Nickerchen, Prospekte und Aktivitäten durch stöbern.
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| kurze Schläfchen kein Problem, aber bequem ist anders |
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| Fort Nelson...absolut im Nirgendwo |
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| Hinterwäldler Bistro hier konnte man echten Pelz kaufen |
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| ...und so sah es von außen aus. |
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| Das Beez Kneez Hostel in Whitehorse war für 2 Nächte unser zu Hause |
Whitehorse ist
die größte Stadt im Yukon und auch die Hauptstadt. Die Kunst und Kulturszene
ist sehr ausgeprägt und interessant. Die Häuser und Geschäfte in Downtown
erwecken den Eindruck einer Westernstadt, doch leider ist das im wahrsten Sinne
nur Fassade. Überraschenderweise gibt es in Whitehorse viele Obdachlose und
jede Menge Probleme mit Drogen und Alkohol. Etwas das wir nicht wirklich
erwarteten in einer so kalten Gegend. Ursprünglich wollten wir Dawson City
(Zentrum des letzten Goldrausches von 1899) besuchen 500 km nördlich. Doch
fanden wir keine günstige Unterkunft und auch keine Transfermöglichkeit und um
per Anhalter zu fahren auch viel viel zu kalt.
Ach ja die Kälte:
was unsere Kleidung und Schuhe in den Rocky Mountains noch weg gesteckt hatten,
überschritt hier im Yukon bei weitem die Grenze des Ertragbarem. Es war so kalt
das man kleine Eiskristalle in der Luft sehen konnte und tiefe Atemzüge
brannten in der Lunge. Heißes Wasser in die Luft geworfen, verwandelt sich in
Schnee und Eis bevor es den Boden berührt. Wir trugen fast alle unsere Kleider
bevor wir das Haus verließen, was okay war. Doch Füße und Gesicht waren schwer
warm zu halten und deswegen blieben unsere Ausflüge in die Natur zeitlich beschränkt.
Warum
fuhren wir denn dann eigentlich in diese eisige Gegend. Zum einen um
Nordlichter zu sehen und die beste Zeit dafür ist der Winter aufgrund seiner
dunklen Nächte und tiefen Temperaturen. Ein anderer sehr guter Grund war
Hundeschlitten fahren in einer der wildesten Landschaften der Erde und wir wollten uns ein Bild des berühmten Yukon machen. Traumziel vieler Auswanderer gerade aus Deutschland.
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| Europäische Wurzeln findet man fast überall und auch gute Wurst, welche allerdings sehr teuer ist. Sogar im Vergleich zum Rest des Landes. Lebensmittel generell werden über tausende Kilometer per LKW oder Flieger aus dem Süden gebracht. |
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| Nettes Besucherzentrum, es hat sogar einen Kinosaal. |
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| HOWDY... leider alles nur Imitation. Die echten Gebäude aus der Zeit des Goldrausches findet man in Dawson City. Dort wurden die Häuser restauriert und dienen wirklich als Wohn- und Geschäftshäuser. |
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| S.S. Klondike einer der letzten Raddampfer des Yukon River. |
Schon in unserer
ersten Nacht hatten wir Glück und sahen die Lichter am Himmel tanzen. Das ist
keineswegs selbstverständlich. Viele Besucher kommen vergebens oder buchen
teure Touren ohne Erfolg. Denn dieses von Sonnenwinden, die auf das Magnetfeld
der Erde treffen, verursachte Phänomen wandert am Himmel und ist nur zu
bestimmten Zeiten an bestimmten Orten zu sehen und keine Vorhersage ist genau
genug um sie einfach zu besichtigen. Außerdem kommen sie meist mitten in der
Nacht zwischen 23 und 3 Uhr am Morgen. Bei Temperaturen jenseits der -20 Grad
ist Geduld eine Herausforderung. Außerdem braucht man noch einen klaren Himmel
und so wenig wie möglich Lichtquellen um sich herum.
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| Fantastisch :-) |
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| Ungläubig schön |
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| Unser Hostel war wirklich hübsch... |
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| ...und gemütlich... |
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| ... mit coolem Telefon. André super busy (beschäftigt) am Preise vergleichen der Hundeschlittentour Anbieter und anderes. |
Das Glück war uns
weiterhin treu und wir fanden einen Couchsurfer bei dem wir eine Woche bleiben
konnten, sein Name ist Nolan und er lebt in einer WG mit drei anderen Jungs.
Mit ihm gingen wir Snowboard fahren, zum „Broomball“ (sowas wie Eishockey nur
mit Besen, Ball und Schuhen). Außerdem zeigte er uns die Gegend und kleinere
Wanderungen. Wir hatten eine gute Zeit mit ihnen und uns mangelte es nicht an
Gesellschaft und Party. Nolan ist ein begabter Musiker der Saxofon, Gitarre und
Piano beherrscht. Er wird bald durch Europa reisen und wir hoffen ihn dort
wieder zu begegnen.
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| Ein Spaziergang im Norden. |
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| Mit Nolan (mit Sonnenbrille) unterwegs in der Brauerei |
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| Im Delikatessen Geschäft (der verwilderte Typ in der Mitte ist Daisy ein anderer Couchsurfer) |
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| Evolution von Haaren auf Reisen.. links: noch in Reiseplanung....mitte: bereits am reisen... rechts: lebt auf der Straße und ist gestrandet |
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| Broomball,verrücktt diese Kanadier |
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| Das ist Rooth Nolans Freundin und ihre Schuhe gemacht zum laufen auf Eis mit vielen Gumminoben. |
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| Snowboard fahren am Mt. Sima super kalt. |
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| Verloren im Wald nachdem wir Nolan abseits der regulären Pisten gefolgt sind. Wir dachten er kannte den Weg. |
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| 50 km außerhalb von Whitehorse übernachteten wir in der Cabin von Jeremy (einen Freund von Nolan)... |
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| ...ein ziemlicher Chaos dort, leider sahen wir nicht wirklich Nordlichter... |
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| ...Danach ging es ins Wildlife Preserve einer Art Wildgehege... |
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| ...unter anderem gab es Caribous zu sehen... |
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| ...Polarfüchse... |
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| ...Schneeeulen. es war ganz nett. Doch wer Zeit hat sollte die Wildnis auf eigene Faust erkunden. Wir sahen schon so einige Tiere bevor. |
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| Auf Erkundungstour... |
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| ...am Fish Lake |
Ein weiteres Mal
zeigten sich die Nordlichter am Himmel und diesmal sogar direkt über der Stadt
und Nolans Garten, bunter, größer und noch schneller vorbei. Zufrieden konnten
wir uns nun dem „Dog Sleding“ (Hundeschlitten fahren) zuwenden.
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| Die Jungs am Musizieren |
Ursprünglich
wollten wir eine Mehrtagestour mit dem Hundeschlitten machen, da dies aber kein günstiges Vergnügen
ist, entschieden wir uns erst einmal für einen halben Tag zum Ausprobieren am
„Fish Lake“. Uns wurde der „Kennel“ und „Dog Yard“ (also die Anlage und
Zwinger) gezeigt. Unser „Masher“ (Hundeschlittenführer) erzählte uns einiges
über das Leben und den Alltag der Tiere, wie sie gehalten werden…. Auch über
den „Yukon Quest“ (eins der längsten und härtesten Hundeschlittenrennen)
welches leider erst einige Tage nach unserer Abreise startet, erfuhren wir
einiges.
Dann ging es los,
uns wurden die Hunde vorgestellt, wir legten unseren Hunden die Halfter an und
stiegen auf unsere Schlitten. Jeder hatte seinen eigenen den wir selber fuhren,
welcher von 4 Hunden gezogen wurde. Auch wenn die Kerlchen kleiner waren als
man vermuten würde, wollen sie nur eins und zwar rennen, rennen, rennen. Sie
zogen so stark, dass es oftmals schwierig war, sie am Überholen zu hindern. Man
brauchte oft sein gesamtes Körpergewicht auf der Bremse, damit die Hunde bei
einem Stopp nicht einfach weiter ziehen. Es war ein riesen Spaß und gerne
hätten wir herausgefunden wie schnell man hätte fahren können. Leider mussten
wir unserem Führer und den 2 voraus fahrenden Damen unserer Gruppe folgen. Naja
wir wüssten eh nicht wie man lenkt. Ein halber Tag reicht auf jeden Fall aus um
Spaß zu haben.
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| Der letzte Schrei nahe Polarkreis |
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| Super schwer, doch angenehm warm. |
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| Das ist der Hundegarten mit nahezu 200 Hunden |
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| Wir hatten Glück mit dem Wetter, strahlender Sonnenschein |
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| Die Hunde warteten geduldig bis wir sie und die Schnitten vorbereitet hatten. |
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| Team André |
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| Team Veronika |
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| Kaffee und heiße Schokolade nach dem Abenteuer. |
Alles in allem
hatten wir eine sehr schöne Zeit im Yukon, gerne kehren wir eines Tages im
Sommer zurück, um mehr dieses Landes zu entdecken.
Liebe Grüße eure
Vroni und André
Wir sind nun bereits zurück in Vancouver.
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