Mittwoch, 17. Juni 2015

Das Hochland von Chiapas und San Christobal


Beim gemütlichen Abendessen lernten wir in Palenque ein nettes mexikanisches Paar kennen, Hector (Architekt) und seine Freundin Jimes. Er hatte ein Projekt mit seinen Studenten hier in den Bergen und im Anschluss nutzten sie die Gelegenheit für einen Kurzurlaub. Gut für uns sie fuhren am nächsten Tag nach San Christobal, genau dort wollten wir auch hin. So bildeten wir kurzer Hand eine Fahrgemeinschaft und besuchten unterwegs noch zwei Wasserfälle. Wirklich schön und mit dem Bus hätten wir die doch glatt verpasst.

Wir unterhielten uns viel und waren sehr angetan von dem Wissen der beiden über Geschichte und Gesellschaft ihres Landes.

San Christobal ist unsere letzte Station in Mexiko und liegt auf 2200m. Unsere Wege trennten sich dort auch wieder. In der Stadt begnügten wir uns mit einer kleinen Besichtigung und nutzten die verbleibenden Tage zum entspannen und für Recherchen über Guatemala. 3 Tage legten wir quasi nur die Füße hoch, wunderbar.

Chiapas ist die ärmste Provinz in Mexiko und hier gibt es die sogenannten Zapatisten, welche eine kleine eigene Armee unterhalten und sich selbst als autonom betrachten. Nun dennoch keine Bedrohung für Touristen nur ab und an werden seltsame Straßengebühren erhoben um ein wenig extra Geld zu machen. Aber für Hector als Mexikaner und dem spanischen mächtig kein Grund nicht ein wenig zu handeln und so sparten wir auch ein paar Peso.

Die Armut ist aber nicht zu übersehen. Frauen spannen ab und an Leinen über die Straße, allerdings an Geschwindigkeitspollern, um Fahrzeuge aufzuhalten und diverse Waren zu verkaufen. Das war schon ein wenig unheimlich. Aber nicht so schlimm wie die kleinen Kinder, welche mit ihren vielleicht vier Jahren und älter schon mit Schuhputzkasten oder Ramsch bewaffnet in den Straßen unterwegs sind, um etwas Geld zu verdienen.

Als wir nach Monaten uns mal wieder ein Burger bei „Burger King“ gönnten, bekamen wir natürlich Besuch von einem, leicht müffelnden, Mädchen. Wir wollten natürlich nichts kaufen, das Mädel ging aber auch nicht weg und zeigte nach einer Weile auf unsere Kartoffelchipstüte (schon einmal Reiseproviant besorgt 😉). Nun da uns das Herz blutete, gaben wir ihr ein paar unserer Schokokladenriegel. Zufrieden dampfte sie ab, aber wenig später bekamen wir natürlich wieder Besuch, vermutlich ihre Geschwister, diese starrten uns erwartungsvoll an und deuteten auf das bis über beide Ohren strahlende Mädchen hinter uns. Nun gut auch die anderen bekamen unsere letzte Schokolade.

Wir hoffen natürlich dass die Kinder ihre Süßigkeiten schnell verputzt haben und keinen Ärger mit ihren Eltern oder anderen bekamen. Wir sind uns nämlich nicht sicher ob es so eine gute Idee war. Dennoch schienen die Kleinen zumindest für einen kurzen Moment glücklich. Wir glauben nicht dass man mit Spenden viel bewegen kann, da muss das Land schon vorher etwas tun. Doch ist es sehr schockierend wenn schon die Kleinsten auf den Straßen arbeiten, anstatt in der Schule zu lernen. Nun gut aber auch das gehört dazu.

Bis bald dann mit Berichten vom „Lago Atitlan“ und Guatemala.

Zu viert ist es doch dann gleich viel lustiger!!!!


Man das war ja fast wie duschen :D


Huuuuuuiiiiiiii
Da ist ja noch eine Hoehle!!

Und da kann man auch noch reingehen!!!!!


Und los gings.........
Mit dem Handy als Taschenlampe bewaffnet ging es zu einem verstecktem Wasserfall mit Stalagtieten! 

Da strahlte das Entdeckerherz!!!!
Leider konnten wir kein Foto von dem inneren Wasserfall machen, denn das Blitzlicht reichte nicht aus!
Aber es war seehhhhr gruselig :D inklusive Fledermaeuse.

Das waren die zweiten Wasserfaelle!
Sehr schoen aber nicht mehr so spektakulaer!



Mango am Spiess!!!!


Daaaaaa......er bewegt sich, der kleine Ast!!

Das ist ein mexikanisches Sammeltaxi :D

André s Lieblingsreisebeschaeftigung!!!



Das Symbol der Zapatisten.

Gemuetlisches beisammensitzen im Hostel!!
Und ja es ist kaelter hier im Hochland.


ENTSPANNUNG!!!
Im Kinozimmer!

Der schoene Innenhof vom Hostel.

Am Nachmittag sind die Temperaturen schon waermer.
So machten wir einen Stadtbummel.



Unglaublich schoene bunte Kleider und Tuecher ;)


Und ab in die Fussgaengerzone!

Mexikanische Leckereien!

Da braut sich was zusammen!

Die und ihre Treppen!!


Kunst oder was....????

TREPPEN!!!!!


Zum guten Schluss........ein echter 3 Euro Hochland Haarschnitt :D

Palenque mitten im Dschungel


Mit dem Nachtbus fuhren wir nach Palenque, früh morgens um 8 Uhr erreichten wir unser Ziel. Per „Collectivo“ ging es in das Dschungelcamp „El Panchán“ unmittelbar am Eingang zum Nationalpark gelegen. Uns wurde „Margarita and Ed´s“ im Vorfeld empfohlen. Gesucht und gefunden wir buchten 2 Nächte in einer “Cabana“ diese muss man sich wie Bungalows vorstellen, die Ausstattung schwankt zwischen einfachen Hängematten bis luxuriöser Inneneinrichtung. Unser Zimmer lag irgendwo dazwischen. Sehr angenehm war die eigene Dusche und Toilette, so ersparten wir uns lange Märsche durchs Moskitoland.

Das ganze Dschungelcamp liegt einige Kilometer abseits und wirkt im ersten Moment wie eine Hippie- und Aussteigerkommune. Das liegt vor allem am äußerlich etwas abgegrenzten Erscheinungsbild, aber in Wirklichkeit sind die Restaurants und Unterkünfte sehr professionell geführt und empfehlenswert.

Nach kurzer Erholungspause, ging es zu Fuß zu den 3-4km entfernten Ruinen, mit kleinem Abstecher durch den Dschungel. Als wir schon vollkommen durchnässt die Überreste der Kultstätte erreichten, diesmal waren es wieder die Maya. Wir waren hin und weg. Die Ruinen von Palenque sind ohne Frage für uns die mystischsten, mitten im Urwald, noch halb überwuchert, von Brüllafffen, Jaguaren und anderem Getier umgeben, tropisch feucht und von meisterlichem Handwerk. Man kann durch Gänge tief in die Bauwerke laufen und von der Spitze des großen Tempels über den Dschungel hinwegspähen und dabei dem feucht heißem Klima wenigstens für kurze Zeit entkommen. Während wir steile Dschungelpfade raus aus der Anlage wanderten stießen wir immer wieder auf Überreste dieser untergegangenen Hochkultur.

Wir mussten feststellen dass selbst die erprobtesten Funktionsshirts diesem tropischem Klima nicht gewachsen waren. Sie wollten einfach nicht trocknen und lagen zwar immer noch angenehm auf der Haut, doch vollkommen nass am Körper an. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit wollten sie auch einfach nicht trocknen.

Am nächsten Tag unternahmen wir einen ganz Tagesausflug zu den anderen Höhepunkten der Region. Morgens um 6 Uhr ging es los Richtung Bonampark und Yaxchilán, aber schon um 7 Uhr vor dem ersten Stopp, unserem Frühstück, wurden wir von einem liegengebliebenen Truck aufgehalten, der die Straße komplett blockierte. Nicht nur wir wurden aufgehalten, sondern scheinbar das komplette Dorf. Dies war nämlich die einzige Asphaltstraße in dieser Ecke des Landes. Offenbar versagte der Motor des Sattelschleppers und er rollte rückwärts bergab, dabei verkeilte sich der riesige Anhänger und stand quer über die gesamte Breite der Straße. Erstaunlich war das weder Polizei oder andere Hilfsfahrzeuge vor Ort waren bzw. überhaupt zur Hilfe kamen. Hier hilft man sich eben selber und so wurden die Bauern der Umgebung zur Hilfe gerufen und sie kamen mit ihren Traktoren. Naja es half trotzdem nix. Unsere Fahrer entschlossen sich also dazu alle Passagiere auszuladen und einen Umgehungsweg zu suchen. Nach etwas mehr als einer Stunde waren sie dann völlig verschwitzt zurück, offenbar war jede Menge Muskelkraft von Nöten um die Minivans irgendwo durch zu manövrieren. Wir konnten daraufhin unsere Tour fortsetzen, natürlich wurde unser Tagesprogramm so ziemlich beschleunigt und zum Frühstück bzw. Mittagessen hieß dann so schnell wie möglich auffuttern. Damit unser Fahrer gleich darauf wieder deutlich zu schnell durchs Land brettern konnte.

Yaxchilán sind Ruinen mitten im Dschungel und nur über eine 40 minütige Bootsfahrt auf dem Grenzfluss zwischen Mexiko und Guatemala zu erreichen, was schon ziemlich cool ist. Unterwegs konnten wir ein paar Affen sehen, die es sich am Flussufer gemütlich machten. Die Ruinen selber sind nicht sonderlich groß, aber sehr eindrucksvoll, besonders wenn man über uralte, sehr klietschige Stufen die Tempel auf den Hügeln erklimmt oder durch die alten Gänge schleicht, in denen Fledermäuse schlafen. Von ihren Vorsprüngen weg flattern und laute unheimliche Geräusche von sich geben, sobald sie sich gestört fühlen. Die Sicht in den Dschungel betrug vielleicht 5m bevor alles im Urwaldgrün verschwand. Die Brüllaffen wurden nicht müde sich lautstark in der Ferne bemerkbar zu machen und wir schwitzten. Auch wenn wir vorher schon oft das Klima erwähnten, hier in Yaxchilán war es definitiv am extremsten. Schweiß tropft vom Gesicht, von den Haaren, vom Arsch und er klebt einfach überall auf der Haut. Besserung brachte nur die Bootsfahrt zurück. Wer nicht in diesen Regionen aufgewachsen ist, wird sich wohl nie an das Klima gewöhnen.

Danach ging es zum Mittagessen und anschließend zu den Ruinen in Bonampark. Diese sind bekannt für ihre sehr gut erhaltenen Wandmalereien, aber nicht sehr groß. Nun wir waren froh als es wieder auf den Rückweg, Richtung kühler Dusche ging und sind nun im Allgemeinen gesättigt mit Ruinen und Pyramiden. Auch wenn es noch viele bekannte in Zentralamerika gibt, befinden diese sich nicht mehr zwangsläufig auf unserer Route. Wir sind aber sehr froh all diese wenig erforschten und geheimnisvollen Stätten besucht zu haben, getreu dem Motto „Once in a lifetime“ (einmal im Leben).

Vroni und Andre

Hier das besagte Dschungelcamp!

Wir haben sogar einen "Brüllaffen" gesehen, der auch lautstark irgendetwas verkuendet hatt!!


Trotz Moskitos war die Freude ueber die ganze schoene Natur sehr gross!!

Taadaaaaaaaa!!! Die Ausgrabungsstaette "Palenke"

Mann durfte leider nicht auf alle grossen Tempel steigen!

Originale waren hier auch wieder zu bestaunen!!
Schon der Wahnsinn was die damals alles so gemeisselt haben!!


Sogar ein Tempel hatte einen Innenhof auf dem Dach, mit vielen Tunneln und Gaengen!


Das viele Treppensteigen lohnt sich immer, so das man einige Originale wie dieses hier entdeckt!

Oder diese........

......und sogar das hier!!! 


Huijuijuijuijuuuuuu
Die mussten ja Top Fit gewesen sein, bei so vielen Treppen!!!!


Leider konnte man die Affen nicht sehen, aber man konnte sie lautstark hoeren.


Auf diesem Platz gab es sogar viele Mangobaeume.
Leider hatte fast jede davon mehrere Wuermer schon als bewohner!


Diesen Sarg fanden sie in einer der Haupfpyramiden und nun steht er geschuetzt und gekuehlt im Museum.


Leider gab es hier mal wieder viele Strassenhunde die ums ueberleben kaempften.

Sogar beim Abendessen wurde man scharf beobachtet, ob da nicht doch was vom Tisch faellt. 

Der besagte Truck der alles blockierte.

Mit diesen Booten ging es zur Ausgrabungsstaette "Yaxchilán".



Da haetten wir fast eine Taschenlampe gebraucht!
So dunkel waren manche Gaenge!



Hier wurde nichts restauriert und alles ist so wie es gefunden wurde!

Und schon wieder TREPPEN!!!!
Die fuehrten zum grossen Tempel.


Kleine Fledermaeuse beim schlafen!
Nachdem Vroni aber das Foto geschossen hatte (mit Blitz) waren sie hell wach! 


Der Hoechstgelegene Tempel in dieser Ruinenstadt.

Rauf und Runter ging es hier!

Bei dem ganzen Schweiss, freuten sich die Schmetterlinge :D

Bis zum naechsten Stop wird erst mal wieder ein Nickerchen gemacht. 

"Bonampark"
Klein aber Fein :D


Das sind die original erhaltenen Bemahlungen!

Wir fanden es sehr Beeindruckend!



Man nennt ihn nur noch "Den Entdecker" :D


Das war unsere kleine suesse Cabana!
Gott sei Dank mit Moskitonetz und Ventilator!!