Mittwoch, 17. Juni 2015

Palenque mitten im Dschungel


Mit dem Nachtbus fuhren wir nach Palenque, früh morgens um 8 Uhr erreichten wir unser Ziel. Per „Collectivo“ ging es in das Dschungelcamp „El Panchán“ unmittelbar am Eingang zum Nationalpark gelegen. Uns wurde „Margarita and Ed´s“ im Vorfeld empfohlen. Gesucht und gefunden wir buchten 2 Nächte in einer “Cabana“ diese muss man sich wie Bungalows vorstellen, die Ausstattung schwankt zwischen einfachen Hängematten bis luxuriöser Inneneinrichtung. Unser Zimmer lag irgendwo dazwischen. Sehr angenehm war die eigene Dusche und Toilette, so ersparten wir uns lange Märsche durchs Moskitoland.

Das ganze Dschungelcamp liegt einige Kilometer abseits und wirkt im ersten Moment wie eine Hippie- und Aussteigerkommune. Das liegt vor allem am äußerlich etwas abgegrenzten Erscheinungsbild, aber in Wirklichkeit sind die Restaurants und Unterkünfte sehr professionell geführt und empfehlenswert.

Nach kurzer Erholungspause, ging es zu Fuß zu den 3-4km entfernten Ruinen, mit kleinem Abstecher durch den Dschungel. Als wir schon vollkommen durchnässt die Überreste der Kultstätte erreichten, diesmal waren es wieder die Maya. Wir waren hin und weg. Die Ruinen von Palenque sind ohne Frage für uns die mystischsten, mitten im Urwald, noch halb überwuchert, von Brüllafffen, Jaguaren und anderem Getier umgeben, tropisch feucht und von meisterlichem Handwerk. Man kann durch Gänge tief in die Bauwerke laufen und von der Spitze des großen Tempels über den Dschungel hinwegspähen und dabei dem feucht heißem Klima wenigstens für kurze Zeit entkommen. Während wir steile Dschungelpfade raus aus der Anlage wanderten stießen wir immer wieder auf Überreste dieser untergegangenen Hochkultur.

Wir mussten feststellen dass selbst die erprobtesten Funktionsshirts diesem tropischem Klima nicht gewachsen waren. Sie wollten einfach nicht trocknen und lagen zwar immer noch angenehm auf der Haut, doch vollkommen nass am Körper an. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit wollten sie auch einfach nicht trocknen.

Am nächsten Tag unternahmen wir einen ganz Tagesausflug zu den anderen Höhepunkten der Region. Morgens um 6 Uhr ging es los Richtung Bonampark und Yaxchilán, aber schon um 7 Uhr vor dem ersten Stopp, unserem Frühstück, wurden wir von einem liegengebliebenen Truck aufgehalten, der die Straße komplett blockierte. Nicht nur wir wurden aufgehalten, sondern scheinbar das komplette Dorf. Dies war nämlich die einzige Asphaltstraße in dieser Ecke des Landes. Offenbar versagte der Motor des Sattelschleppers und er rollte rückwärts bergab, dabei verkeilte sich der riesige Anhänger und stand quer über die gesamte Breite der Straße. Erstaunlich war das weder Polizei oder andere Hilfsfahrzeuge vor Ort waren bzw. überhaupt zur Hilfe kamen. Hier hilft man sich eben selber und so wurden die Bauern der Umgebung zur Hilfe gerufen und sie kamen mit ihren Traktoren. Naja es half trotzdem nix. Unsere Fahrer entschlossen sich also dazu alle Passagiere auszuladen und einen Umgehungsweg zu suchen. Nach etwas mehr als einer Stunde waren sie dann völlig verschwitzt zurück, offenbar war jede Menge Muskelkraft von Nöten um die Minivans irgendwo durch zu manövrieren. Wir konnten daraufhin unsere Tour fortsetzen, natürlich wurde unser Tagesprogramm so ziemlich beschleunigt und zum Frühstück bzw. Mittagessen hieß dann so schnell wie möglich auffuttern. Damit unser Fahrer gleich darauf wieder deutlich zu schnell durchs Land brettern konnte.

Yaxchilán sind Ruinen mitten im Dschungel und nur über eine 40 minütige Bootsfahrt auf dem Grenzfluss zwischen Mexiko und Guatemala zu erreichen, was schon ziemlich cool ist. Unterwegs konnten wir ein paar Affen sehen, die es sich am Flussufer gemütlich machten. Die Ruinen selber sind nicht sonderlich groß, aber sehr eindrucksvoll, besonders wenn man über uralte, sehr klietschige Stufen die Tempel auf den Hügeln erklimmt oder durch die alten Gänge schleicht, in denen Fledermäuse schlafen. Von ihren Vorsprüngen weg flattern und laute unheimliche Geräusche von sich geben, sobald sie sich gestört fühlen. Die Sicht in den Dschungel betrug vielleicht 5m bevor alles im Urwaldgrün verschwand. Die Brüllaffen wurden nicht müde sich lautstark in der Ferne bemerkbar zu machen und wir schwitzten. Auch wenn wir vorher schon oft das Klima erwähnten, hier in Yaxchilán war es definitiv am extremsten. Schweiß tropft vom Gesicht, von den Haaren, vom Arsch und er klebt einfach überall auf der Haut. Besserung brachte nur die Bootsfahrt zurück. Wer nicht in diesen Regionen aufgewachsen ist, wird sich wohl nie an das Klima gewöhnen.

Danach ging es zum Mittagessen und anschließend zu den Ruinen in Bonampark. Diese sind bekannt für ihre sehr gut erhaltenen Wandmalereien, aber nicht sehr groß. Nun wir waren froh als es wieder auf den Rückweg, Richtung kühler Dusche ging und sind nun im Allgemeinen gesättigt mit Ruinen und Pyramiden. Auch wenn es noch viele bekannte in Zentralamerika gibt, befinden diese sich nicht mehr zwangsläufig auf unserer Route. Wir sind aber sehr froh all diese wenig erforschten und geheimnisvollen Stätten besucht zu haben, getreu dem Motto „Once in a lifetime“ (einmal im Leben).

Vroni und Andre

Hier das besagte Dschungelcamp!

Wir haben sogar einen "Brüllaffen" gesehen, der auch lautstark irgendetwas verkuendet hatt!!


Trotz Moskitos war die Freude ueber die ganze schoene Natur sehr gross!!

Taadaaaaaaaa!!! Die Ausgrabungsstaette "Palenke"

Mann durfte leider nicht auf alle grossen Tempel steigen!

Originale waren hier auch wieder zu bestaunen!!
Schon der Wahnsinn was die damals alles so gemeisselt haben!!


Sogar ein Tempel hatte einen Innenhof auf dem Dach, mit vielen Tunneln und Gaengen!


Das viele Treppensteigen lohnt sich immer, so das man einige Originale wie dieses hier entdeckt!

Oder diese........

......und sogar das hier!!! 


Huijuijuijuijuuuuuu
Die mussten ja Top Fit gewesen sein, bei so vielen Treppen!!!!


Leider konnte man die Affen nicht sehen, aber man konnte sie lautstark hoeren.


Auf diesem Platz gab es sogar viele Mangobaeume.
Leider hatte fast jede davon mehrere Wuermer schon als bewohner!


Diesen Sarg fanden sie in einer der Haupfpyramiden und nun steht er geschuetzt und gekuehlt im Museum.


Leider gab es hier mal wieder viele Strassenhunde die ums ueberleben kaempften.

Sogar beim Abendessen wurde man scharf beobachtet, ob da nicht doch was vom Tisch faellt. 

Der besagte Truck der alles blockierte.

Mit diesen Booten ging es zur Ausgrabungsstaette "Yaxchilán".



Da haetten wir fast eine Taschenlampe gebraucht!
So dunkel waren manche Gaenge!



Hier wurde nichts restauriert und alles ist so wie es gefunden wurde!

Und schon wieder TREPPEN!!!!
Die fuehrten zum grossen Tempel.


Kleine Fledermaeuse beim schlafen!
Nachdem Vroni aber das Foto geschossen hatte (mit Blitz) waren sie hell wach! 


Der Hoechstgelegene Tempel in dieser Ruinenstadt.

Rauf und Runter ging es hier!

Bei dem ganzen Schweiss, freuten sich die Schmetterlinge :D

Bis zum naechsten Stop wird erst mal wieder ein Nickerchen gemacht. 

"Bonampark"
Klein aber Fein :D


Das sind die original erhaltenen Bemahlungen!

Wir fanden es sehr Beeindruckend!



Man nennt ihn nur noch "Den Entdecker" :D


Das war unsere kleine suesse Cabana!
Gott sei Dank mit Moskitonetz und Ventilator!!

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