Donnerstag, 4. Juni 2015

Valladolid im Herzen des Yucatan


Diese kleine Kolonialstadt ist recht unbekannt und wird von den meisten Besuchern nur als Ausgangspunkt für einen Ausflug nach “Chichén Itzá“ besucht. Welche wohl die berühmtesten Maya-Ausgrabungsstädte der Welt ist.

Da uns im Vorfeld aber schon ein längerer Aufenthalt empfohlen wurde, buchten wir uns 3 Nächte in einem schönen Hostel samt exzellenten Frühstücks ein. Bei der Stadterkundung besichtigten wir den „Mercado“ so nennt man die Markthallen der Einheimischen, besuchten ein kleines Mayamuseum, nahmen an einer leckeren Schokoladenverkostung teil, besichtigten das Kloster/Kirche „Iglesia de San Bernadinno de Siena“ aus dem 16. Jahrhundert. Valladolid wurde 1545 als Außenposten der Spanier gegründet und kurz darauf machten sich die Franziskaner Missionare daran die Kirche zu errichten. Es hat alle Kriege und Mayaaufstände in der Region abgesehen von Plünderungen unversehrt überstanden.
Valladolid ist ein ruhiger und hübscher Ort in dessen Umgebung viele Ausgrabungsstätten und „Cenotes“ liegen und ist einen definitiv einen Besuch wert.

Am nächsten Tage fuhren wir gemeinsam mit Carla und Mo (welche wir im Hostel kennenlernten) nach „Ek-Balam“. Dieser eher unbekannten Ruinen stammen aus dem 9. Jahrhundert und die Stätte ist beinahe vollständig erhalten, bekannt für seine Pyramide inklusive Grabkammer des Königs „Ukit-Kann-Lek-Tok“ der im 9. Jahrhundert herrschte und dem sehr gut erhaltenem Stuckfries aus Gips. Die Stadt war bis Ankunft der Konquistadoren bewohnt und bis dahin sicher geschützt durch dicke Mauern. Nachdem wir die Ruinen ausreichend bestaunten, auf uns wirken ließen und wir die Kühle Prise auf der Spitze der Pyramide genossen hatten, wanderten wir zur nahe gelegenen „Cenote“.

Cenotes sind mit Süßwasser gefüllte Höhlensysteme oder auch Wasserlöcher genannt. Welche sich zu tausenden über die Yucatan-Halbinsel ausdehnen. Manche dienten den Maya als Trinkwasserquellen, manche waren heilig und voller Opfergaben. Heute kann man in den meisten schwimmen, schnorcheln und tauchen.

Wir hatten viel Spass und fanden Abkühlung in einer offenen Cenote samt Seilschwinge und einzigartiger Kulisse. Etwas unheimlich war es aber schon, da wir den Boden nicht sehen konnten und alles schier von dunkelgrün verschluckt wurde.

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes besuchten wir eine weitere Cenote in der Umgebung Valladolids. Diesmal eine geschlossene mit blauem Wasser und einen Baum dessen Wurzeln in die Höhle hineinragten, wirklich atemberaubend. Wir schwammen wieder ein wenig umher und genossen das Ambiente. Während kleine Putzerfische sich über unsere Füße hermachten und sauber knabberten, super kitzelig.

Da unser Hostel sehr zentral im Stadtkern lag, hatten wir abends Gelegenheit Mexikaner beim Flirten, Tanzen, Yoga machen oder Politikveranstaltungen zu beobachten. Sehr interessant und unterhaltsam war dieses bunte Treiben. 

Da es Vronis Arm immer noch nicht wesentlich besser ging und er nun farbefroh leuchtete, entschlossen wir uns beim nächsten Stopp in Merida ein Krankenhaus aufzusuchen. Dazu aber später mehr.

Vroni und André

Der Platz vor unserem Hostel, hier gings am Abend rund.

"Mercado" in der Fleischabteilung

Das kleine aber feine Museum der Stadt, leider komplett in spanisch.

Ein versteckter Altar hinter einem Restaurant.

Vroni bei der Tequilla Herstellung....

...waehrend André die Sombreros ausprobiert.

Die Kathedrale von innen!

Die Cenote wurde fuer die Wasseraufbereitung umgebaut. Mit einem Wasserrad wurde Frischwasser direkt ins Kloster gefoerdert.

San Bernadinno von vorne.


Relaxen im Garten des Hostels.

Die Ruinen/Pyramide von Ek Balam.


Alte Maya gab es auch noch zu bewundern :-)

UIUIUIUI, Zeit fuer eine kleine Opfergabe!!!

Vroni und Carla beim Regentanz.

Carla, Mo und Vroni

Die beruehmte Stuck Fassade, sehr gut erhalten, am Eingang zum Tempel.

Echte Abenteuerlust :-)



Was hat die Vroni denn da entdeckt?!

Viele kleine Schmetterlinge :-)

Unserer erster Cenoten Besuch


Es gab auch ganz viele Katzenfische in dem Wasser!!

Ziemlich gelungen


Unsere Zweite Cenote, auch nicht schlecht.


MEIN SCHAAATZ, gollum gollum. (kleines Filmzitat)


Bei Vroni gab es fuer die kleinen Fische ein richtiges Festmahl.

Tschuess, bis bald ihr Lieben.

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