Am Morgen des 10.
April ging es mit dem Greyhound Bus von Cleveland nach Chicago auch „Windy
City“ (windige Stadt) genannt. In der einst „Al Capone“ und andere Schergen ihr
Unwesen trieben. Nun während unseres Besuchs hielt sich der Wind in Grenzen und
wir wurden im Gegensatz zu Cleveland mit recht viel Sonne verwöhnt.
Die 7 stündige
Busfahrt war so ungewöhnlich, dass sie es wert ist, erwähnt zu werden. Brandon
fuhr uns netterweise zum Busterminal. Unsere Tickets druckten wir schon im
Vorfeld und brachten an unsere Rucksäcke die in der Halle ausliegenden
Adressschilder an. Auf denen man Namen, Zielort und Kontaktdaten angeben muss.
Damit sammelten wir ja schon reichlich Erfahrung in Kanada. Nun hatte der Bus 1
Stunde Verspätung aufgrund eines technischen Defekts, halb so wild. Wir waren
eh nicht in Eile. Blöd nur das alle Passagiere 40 Minuten in der Schlange
warteten ohne irgendwelche Informationen. Nur 3 Greyhound Angestellte sind
immer wieder um uns herumspaziert und fragten jeden nach den Tickets und
Ausweisdokument. Der Busfahrer prüft allerdings als letztes die Tickets kurz
vor dem Besteigen des Busses, in unserem Fall eine kleine, schwarze Frau. Als
wir dann unsere Rucksäcke einen der 3 Greyhound Typen geben wollten zum einladen,
drückte der die beiden Rucksäcke in Andrés Hände und alle 3 murmelten
gleichzeitig durcheinander, dass wir Adressaufkleber vom Ticketschalter
bräuchten. Warum auch immer, denn wir wechselten den Bus ja gar nicht. Außerdem
warum lagen dann eigentlich Anhänger zum selbst beschriften herum, warum hat da
vorher niemand drauf hingewiesen… Fragen über Fragen, aber gut also Tickets vom
Busfahrer zurück geholt. Die kleine Hexe verdreht die Augen und fragt im Ton
eines Armee Generals nach den Namen… egal also schnell mit beiden Rucksäcken
und den Tickets bewaffnet zum Schaller. Nur mal kurz um den Tresen getreten, da
kriegt die Dame 6m entfernt fasst eine Herzattacke als wäre André gerade dabei
sie auszurauben. Nachdem sie tief durch geatmet hatte, betreute sie in aller
Seelenruhe weitere 15 Minuten die Kundin vor Ihr. Auch einer der 3 Greyhound
Hampelmänner, welcher sich zu André gesellte, konnte daran nichts ändern.
Allerdings fragte der den 2. Hampelmann ob der nicht mal jemanden holen könnte,
der berechtigt ist hinter den Schalter zu treten um am unbenutzten Computer die
Anhänger auszudrucken. Das gelang auch und ratet mal wer dieser Retter in der
Not war…natürlich der 3. Hampelmann. Vroni sicherte übrigens derweil Sitze im
Bus und konnte nur nach längerer Diskussion den Bus wieder verlassen um André
mit denn doch etwas schweren Rucksäcken zu helfen. Während wir warteten
tauschten sie und die Busfahrerin noch ein paar hasserfüllte Blicke aus. Denn
die schien irgendwie der Meinung zu sein wir hätten das ganze Schlamasel
verursacht. Als die Anhänger gedruckt waren, übrigens eine 2 Minuten
Angelegenheit, machte sich Hampelmann Nummer 1 nochmal wichtig und brachte
diese mit großem Können an den Rucksäcken an. Also los ging es, die Busfahrerin
hielt dann noch einen Vortrag über Geräuschbelästigung und das sie jedem sein
Telefon wegnimmt falls nötig oder aus dem Bus wirft. So einige Passagiere sind
über die 7 Stunden mit ihr aneinander geraten, nach Chicago sind aber alle
gekommen. Ein Hinterwäldler im Bus hat uns geraten eine Waffe zu besorgen, ohne
würde er nicht einmal den Bus verlassen in Chicago… Naja ziemlich übertrieben
immerhin leben einige Millionen Menschen in der Stadt und es schießen nicht
alle durchweg aufeinander.
In Chicago fanden
wir wieder kurzfristig Couch Surfer Victor und Irina. Sie ist rumänischer
Herkunft aber seit ihrem siebten Lebensjahr in der USA und auch seit einigen
Jahren Staatsbürger. Victor ist Franzose und seit 2 Jahren mit Irina
verheiratet. Die beiden haben eine kleine hübsche Wohnung im Norden der Stadt
mit guter Metro Anbindung. Außerdem haben sie 2 kleine süße Hunde „Howdy“ und
„Roxy“ letztere hat André direkt am ersten Abend vor lauter Aufregung auf das
T-Shirt und die Hose gepinkelt.
Meist zu Fuß
erkundeten wir Chicago tagsüber. Sehr sehenswert und durchaus eine interessante
Stadt. Von der einige Amerikaner behaupten sie sei schöner und aufregender als
New York City. Da wir uns natürlich sehr für die unbekannten Ecken und Geheimtipps
einer Gegend interessieren, waren wir sehr froh das uns Victor ein paar
kulinarische Highlights wie die „Deep Dish Pizza“ (in einer tiefen Auflaufform
reichlich belegte und gebackene Pizza. Welche zu den besten im ganzen Land
gehört) empfohl. Auch kamen wir in den Genuss eines Chicagoer „Hot Dog“ und
„Portillos“ (gegrilltes dünn aufgeschnittenes Rindfleisch in einem Baguette,
wird mit Bratensoße übergossen bis das Brot schwammig ist und garniert mit
einer gegrillten Paprika. Ganz „harte“ Feinschmecker lassen das Baguette samt
Fleisch in ein Fettbad tauchen, bevor die Soße drauf kommt. Kein Witz das kann
man live beobachten. Wir hatten die gesunde „fettfreie“ Variante und ehrlich
gesagt, gar nicht mal schlecht! Gibt’s übrigens auch vegetarisch).
Wir hatten echt
eine schöne Zeit mit den beiden und kamen auch noch in den Genuss von selbst
gemachtem Sushi und hatten einen lustigen Abend in einer „Roof Top Bar“ (eine
Bar auf dem Dach, unter freiem Himmel) ziemlich cool. Außerdem besuchten wir
das „Money Museum“ (Geld Museum) und genossen die Aussicht über die Stadt bei
einem Getränk im 94. Stockwerk.
5 Tage blieben
wir bevor es per Flugzeug nach New York City ging. Victor fuhr uns früh morgens
um 3 Uhr zum Flughafen, obwohl er erst um zehn Uhr diesen Tag arbeiten musste
und wir erst gegen Mitternacht zu Bett kamen. Das war natürlich super für uns
und wir sind froh die beiden kennen gelernt zu haben. Für die Erfahrungen durch
Couch Surfing sind wir jetzt schon dankbar. Obwohl das kein „Muss“ ist, zeigen
wir uns meist durch die ein oder andere Mahlzeit oder selbstgebackenes Brot
erkenntlich oder spülen ab oder bringen den Müll raus.
So und nun auf nach New York!!!!!!
Jjiiiiiihhhhhaaaaaa!!!!
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| Und wieder viele Hochhäuser |
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| In dem Zeitungsartikel erscheinen die neusten Kriminaldelikte mit Todesfolge vom 4 bis 10 April |
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| Ein Einkaufszentrum mit 12 Stöcken |
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| Die Decke wurde Tiffany genannt und bestand aus über einer Millionen kleinen Glasstücken |
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| Mittagspause ;) |
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| Frank Gehry entwarf mächtige Stahlwindungen um die Akustik im "Jay Pritzer Pavillon" zu verstärken. |
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Anish Kapoor entwarf das Wolkentor (Cloud Gate) auch gemeinhin nur als Bohne (the Bean) bekannt.
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| Ja wir hatten eine menge Spaß mit Fotos machen :D |
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| Es gab auch einen mega Spielplatz im Millennium Park |
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Zur Info:
Der Park wurde 4 Jahre zu spät fertig und kostete 475 Millionen $ |
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| Chicagos Börse - leider kein Zugang |
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| Mit unseren Gastgeber beim backen!!! |
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| André wurde beim telefonieren belagert :D |
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| Chicago aus dem 94. Stock |
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| Rock and Roll Mc Donalds |
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| Beim bestellen von dem in Soße getauchten Baguette |
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| hmmmmmmmmmmm |
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| Rooftop Bar |
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| Männer bei der arbeit |
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| Viel gelernt im "Money Museum" |
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| Wasserspaß am Navy Pier |
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| Das ist die berühmte Chicago Pizza |
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| In schöner Abschluss :) |