Donnerstag, 23. April 2015

Chicago, Illinois am Lake Michigan


Am Morgen des 10. April ging es mit dem Greyhound Bus von Cleveland nach Chicago auch „Windy City“ (windige Stadt) genannt. In der einst „Al Capone“ und andere Schergen ihr Unwesen trieben. Nun während unseres Besuchs hielt sich der Wind in Grenzen und wir wurden im Gegensatz zu Cleveland mit recht viel Sonne verwöhnt.

Die 7 stündige Busfahrt war so ungewöhnlich, dass sie es wert ist, erwähnt zu werden. Brandon fuhr uns netterweise zum Busterminal. Unsere Tickets druckten wir schon im Vorfeld und brachten an unsere Rucksäcke die in der Halle ausliegenden Adressschilder an. Auf denen man Namen, Zielort und Kontaktdaten angeben muss. Damit sammelten wir ja schon reichlich Erfahrung in Kanada. Nun hatte der Bus 1 Stunde Verspätung aufgrund eines technischen Defekts, halb so wild. Wir waren eh nicht in Eile. Blöd nur das alle Passagiere 40 Minuten in der Schlange warteten ohne irgendwelche Informationen. Nur 3 Greyhound Angestellte sind immer wieder um uns herumspaziert und fragten jeden nach den Tickets und Ausweisdokument. Der Busfahrer prüft allerdings als letztes die Tickets kurz vor dem Besteigen des Busses, in unserem Fall eine kleine, schwarze Frau. Als wir dann unsere Rucksäcke einen der 3 Greyhound Typen geben wollten zum einladen, drückte der die beiden Rucksäcke in Andrés Hände und alle 3 murmelten gleichzeitig durcheinander, dass wir Adressaufkleber vom Ticketschalter bräuchten. Warum auch immer, denn wir wechselten den Bus ja gar nicht. Außerdem warum lagen dann eigentlich Anhänger zum selbst beschriften herum, warum hat da vorher niemand drauf hingewiesen… Fragen über Fragen, aber gut also Tickets vom Busfahrer zurück geholt. Die kleine Hexe verdreht die Augen und fragt im Ton eines Armee Generals nach den Namen… egal also schnell mit beiden Rucksäcken und den Tickets bewaffnet zum Schaller. Nur mal kurz um den Tresen getreten, da kriegt die Dame 6m entfernt fasst eine Herzattacke als wäre André gerade dabei sie auszurauben. Nachdem sie tief durch geatmet hatte, betreute sie in aller Seelenruhe weitere 15 Minuten die Kundin vor Ihr. Auch einer der 3 Greyhound Hampelmänner, welcher sich zu André gesellte, konnte daran nichts ändern. Allerdings fragte der den 2. Hampelmann ob der nicht mal jemanden holen könnte, der berechtigt ist hinter den Schalter zu treten um am unbenutzten Computer die Anhänger auszudrucken. Das gelang auch und ratet mal wer dieser Retter in der Not war…natürlich der 3. Hampelmann. Vroni sicherte übrigens derweil Sitze im Bus und konnte nur nach längerer Diskussion den Bus wieder verlassen um André mit denn doch etwas schweren Rucksäcken zu helfen. Während wir warteten tauschten sie und die Busfahrerin noch ein paar hasserfüllte Blicke aus. Denn die schien irgendwie der Meinung zu sein wir hätten das ganze Schlamasel verursacht. Als die Anhänger gedruckt waren, übrigens eine 2 Minuten Angelegenheit, machte sich Hampelmann Nummer 1 nochmal wichtig und brachte diese mit großem Können an den Rucksäcken an. Also los ging es, die Busfahrerin hielt dann noch einen Vortrag über Geräuschbelästigung und das sie jedem sein Telefon wegnimmt falls nötig oder aus dem Bus wirft. So einige Passagiere sind über die 7 Stunden mit ihr aneinander geraten, nach Chicago sind aber alle gekommen. Ein Hinterwäldler im Bus hat uns geraten eine Waffe zu besorgen, ohne würde er nicht einmal den Bus verlassen in Chicago… Naja ziemlich übertrieben immerhin leben einige Millionen Menschen in der Stadt und es schießen nicht alle durchweg aufeinander.

 

In Chicago fanden wir wieder kurzfristig Couch Surfer Victor und Irina. Sie ist rumänischer Herkunft aber seit ihrem siebten Lebensjahr in der USA und auch seit einigen Jahren Staatsbürger. Victor ist Franzose und seit 2 Jahren mit Irina verheiratet. Die beiden haben eine kleine hübsche Wohnung im Norden der Stadt mit guter Metro Anbindung. Außerdem haben sie 2 kleine süße Hunde „Howdy“ und „Roxy“ letztere hat André direkt am ersten Abend vor lauter Aufregung auf das T-Shirt und die Hose gepinkelt.

Meist zu Fuß erkundeten wir Chicago tagsüber. Sehr sehenswert und durchaus eine interessante Stadt. Von der einige Amerikaner behaupten sie sei schöner und aufregender als New York City. Da wir uns natürlich sehr für die unbekannten Ecken und Geheimtipps einer Gegend interessieren, waren wir sehr froh das uns Victor ein paar kulinarische Highlights wie die „Deep Dish Pizza“ (in einer tiefen Auflaufform reichlich belegte und gebackene Pizza. Welche zu den besten im ganzen Land gehört) empfohl. Auch kamen wir in den Genuss eines Chicagoer „Hot Dog“ und „Portillos“ (gegrilltes dünn aufgeschnittenes Rindfleisch in einem Baguette, wird mit Bratensoße übergossen bis das Brot schwammig ist und garniert mit einer gegrillten Paprika. Ganz „harte“ Feinschmecker lassen das Baguette samt Fleisch in ein Fettbad tauchen, bevor die Soße drauf kommt. Kein Witz das kann man live beobachten. Wir hatten die gesunde „fettfreie“ Variante und ehrlich gesagt, gar nicht mal schlecht! Gibt’s übrigens auch vegetarisch).

Wir hatten echt eine schöne Zeit mit den beiden und kamen auch noch in den Genuss von selbst gemachtem Sushi und hatten einen lustigen Abend in einer „Roof Top Bar“ (eine Bar auf dem Dach, unter freiem Himmel) ziemlich cool. Außerdem besuchten wir das „Money Museum“ (Geld Museum) und genossen die Aussicht über die Stadt bei einem Getränk im 94. Stockwerk.

5 Tage blieben wir bevor es per Flugzeug nach New York City ging. Victor fuhr uns früh morgens um 3 Uhr zum Flughafen, obwohl er erst um zehn Uhr diesen Tag arbeiten musste und wir erst gegen Mitternacht zu Bett kamen. Das war natürlich super für uns und wir sind froh die beiden kennen gelernt zu haben. Für die Erfahrungen durch Couch Surfing sind wir jetzt schon dankbar. Obwohl das kein „Muss“ ist, zeigen wir uns meist durch die ein oder andere Mahlzeit oder selbstgebackenes Brot erkenntlich oder spülen ab oder bringen den Müll raus.
So und nun auf nach New York!!!!!!
Jjiiiiiihhhhhaaaaaa!!!!
 
Und wieder viele Hochhäuser

In dem Zeitungsartikel erscheinen die neusten Kriminaldelikte mit Todesfolge vom 4 bis 10 April


Ein Einkaufszentrum mit 12 Stöcken 


Die Decke wurde Tiffany genannt und bestand aus über einer Millionen kleinen Glasstücken



Mittagspause ;)

Frank Gehry entwarf mächtige Stahlwindungen um die Akustik im "Jay Pritzer Pavillon" zu verstärken.

Anish Kapoor entwarf das Wolkentor (Cloud Gate) auch gemeinhin nur als Bohne (the Bean) bekannt.
 

Ja wir hatten eine menge Spaß mit Fotos machen :D





Es gab auch einen mega Spielplatz im Millennium Park

Zur Info:
Der Park wurde 4 Jahre zu spät fertig und kostete 475 Millionen $


Chicagos Börse - leider kein Zugang

Mit unseren Gastgeber beim backen!!!

André wurde beim telefonieren belagert :D


Chicago aus dem 94. Stock


Rock and Roll Mc Donalds


Beim bestellen von dem in Soße getauchten Baguette




hmmmmmmmmmmm

Rooftop Bar


Männer bei der arbeit

Viel gelernt im "Money Museum"




Wasserspaß am Navy Pier



Das ist die berühmte Chicago Pizza

In schöner Abschluss :)
 

1 Kommentar:

  1. Hi ihr zwei,
    da habt ihr aber wirklich viel erlebt in den letzten wochen/monaten. Death valley, grand canyon, las vegas, chicago, ... Und nicht zu vergessen die niagara fälle. viele tolle bilder und vermutlich noch viel bessere erinnerungen, wie beispielsweise couchsurfing oder das ersparen von campinggebühren ;-) ja backpackersein ist wohl doch immer überall ein wenig gleich. Schön das ihr weiterhin so viel und bildreich berichtet, so kann man ein bisschen nachvollziehen mit euch mitzureisen.
    wir freuen uns auf weitere berichte und sobald werdet ihr wohl amerika verlassen. Dann heißt es etwas ganz neues kennenzulernen, das wilde mittelamerika.
    Wir wünschen euch alles gute und viele weitere schöne erlebnisse. Eure "wir verlassen bald"-australien-reisenden romy&martin

    AntwortenLöschen