Mittwoch, 1. April 2015

Mesa Verde


Ein absolutes Highlight und ein Muss für jeden USA Besuch im mittleren Westen. Ein Ort an dem wir wirklich gerne länger geblieben wären, aber keinen Zeltplatz fanden. Hier kann man im Zuge einer Führung der „Ranger“ (so nennt man die Parkangestellten) 2 riesige Felsfestungen der Vorfahren der „Pueblo Indianer“ (auch als „Basket Maker/Korbfleschter“ bezeichnet) besichtigen. Diese dienten allerdings ausschließlich friedlichen Zwecken. Leider finden diese Führungen nur von April bis September statt.

 Allerdings konnte man dennoch einen sehr genauen Blick auf eine dieser Ruinen werfen und hilfsbereite Ranger erklärten und zeigten einiges. Die Anlagen befinden sich auf etwa 2500 bis 3000m und sind versteckt in Canyons gelegen, nicht so wie Burgen in Europa, die man schon aus großer Entfernung erspähen kann. Umso eindrucksvoller wenn man sie zu Gesicht bekommt. Die Bauten sind um 1100 entstanden, vorher lebten die Indianer in einer Art „Pit House/Grubenhaus“ halb im Boden seit über 500 Jahren. Die Archäologen rekonstruierten nur etwa 5 bis 10 Prozent der Anlagen. Der Rest ist in den letzten 700 Jahren unversehrt geblieben. Um 1300 waren die Indianer gezwungen ihre Häuser zu verlassen und verstreuten sich großräumig in dieser Region und so entstanden später verschiedene Stämme. Der Grund für diesen Exodus war sehr wahrscheinlich eine fast 20 jährige Trockenheit die um 1279 einsetzte. Trotz großer Zisternen und ausgeklügelten Auffangmethoden für Wasser, blieb ihnen wohl nix anderes übrig.

Sie betrieben Ackerbau, jagten, bauten Tempel, besaßen einen Kalender, stellten reich verzierte Ton Gefäße her, betrieben Handel bis nach Zentral Amerika und lebten in Familienverbänden in verschiedenen Siedlungen. Man stelle sich vor es hätte diese Dürre nie gegeben, dann wäre möglicherweise eine technisch sehr weit entwickelte Kultur in dieser Region entstanden. Dann hätte sich möglicherweise die amerikanische Geschichte ganz anders gestaltet, vielleicht. Jedenfalls ist Mesa Verde ein besonderer Ort, wenn auch gut besucht, sehr lohnenswert.

Eure Vroni und André
Das war die erste Festung im Canyon die wir sogar besuchen konnten


André wieder fleißig am studieren des Reiseführers ;)


Sehr beeindruckend was die Indianer damals schon so gebaut haben. Die schwarzen Flecken an der Decke sind noch Rußablagerungen vom Feuer das sie damals gemacht haben!

Hier kann man eine Art Fußabdruck und Einkerbungen im Stein sehen


Das war ein Pit Haus das sie nachkonstruiert hatten





Das ist Vroni´s Lieblingseinstellung an der Kamera! Da sieht alles aus wie in einem Puppenhaus :D


Das war die 2. Stadt zu der man leider nicht runtersteigen konnte

Ganz hinten sieht man eine Leiter. So sind die Indianer zu ihren Städten gekommen.
Es wurden auch Löcher in den Felsen gefunden die als Eingriffe zum klettern dienten.


Hui und noch eine!

Sieht ihr die Fenster? Wie haben die das wohl gemacht?

Eine echte Ausgrabungsstädte eines Pit Hauses



Und noch eine!

Und das war die letzte die wir besucht haben! Es gab aber noch viel mehr in dem großen Canyon.
 

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