Ein absolutes
Highlight und ein Muss für jeden USA Besuch im mittleren Westen. Ein Ort an dem
wir wirklich gerne länger geblieben wären, aber keinen Zeltplatz fanden. Hier
kann man im Zuge einer Führung der „Ranger“ (so nennt man die Parkangestellten)
2 riesige Felsfestungen der Vorfahren der „Pueblo Indianer“ (auch als „Basket
Maker/Korbfleschter“ bezeichnet) besichtigen. Diese dienten allerdings
ausschließlich friedlichen Zwecken. Leider finden diese Führungen nur von April
bis September statt.
Allerdings konnte
man dennoch einen sehr genauen Blick auf eine dieser Ruinen werfen und
hilfsbereite Ranger erklärten und zeigten einiges. Die Anlagen befinden sich
auf etwa 2500 bis 3000m und sind versteckt in Canyons gelegen, nicht so wie
Burgen in Europa, die man schon aus großer Entfernung erspähen kann. Umso
eindrucksvoller wenn man sie zu Gesicht bekommt. Die Bauten sind um 1100
entstanden, vorher lebten die Indianer in einer Art „Pit House/Grubenhaus“ halb
im Boden seit über 500 Jahren. Die Archäologen rekonstruierten nur etwa 5 bis
10 Prozent der Anlagen. Der Rest ist in den letzten 700 Jahren unversehrt
geblieben. Um 1300 waren die Indianer gezwungen ihre Häuser zu verlassen und
verstreuten sich großräumig in dieser Region und so entstanden später verschiedene
Stämme. Der Grund für diesen Exodus war sehr wahrscheinlich eine fast 20
jährige Trockenheit die um 1279 einsetzte. Trotz großer Zisternen und
ausgeklügelten Auffangmethoden für Wasser, blieb ihnen wohl nix anderes übrig.
Sie betrieben
Ackerbau, jagten, bauten Tempel, besaßen einen Kalender, stellten reich
verzierte Ton Gefäße her, betrieben Handel bis nach Zentral Amerika und lebten
in Familienverbänden in verschiedenen Siedlungen. Man stelle sich vor es hätte
diese Dürre nie gegeben, dann wäre möglicherweise eine technisch sehr weit
entwickelte Kultur in dieser Region entstanden. Dann hätte sich möglicherweise
die amerikanische Geschichte ganz anders gestaltet, vielleicht. Jedenfalls ist
Mesa Verde ein besonderer Ort, wenn auch gut besucht, sehr lohnenswert.
Eure Vroni und
André
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| Das war die erste Festung im Canyon die wir sogar besuchen konnten |
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| André wieder fleißig am studieren des Reiseführers ;) |
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| Sehr beeindruckend was die Indianer damals schon so gebaut haben. Die schwarzen Flecken an der Decke sind noch Rußablagerungen vom Feuer das sie damals gemacht haben! |
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| Hier kann man eine Art Fußabdruck und Einkerbungen im Stein sehen |
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| Das war ein Pit Haus das sie nachkonstruiert hatten |
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| Das ist Vroni´s Lieblingseinstellung an der Kamera! Da sieht alles aus wie in einem Puppenhaus :D |
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| Das war die 2. Stadt zu der man leider nicht runtersteigen konnte |
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Ganz hinten sieht man eine Leiter. So sind die Indianer zu ihren Städten gekommen.
Es wurden auch Löcher in den Felsen gefunden die als Eingriffe zum klettern dienten. |
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| Hui und noch eine! |
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| Sieht ihr die Fenster? Wie haben die das wohl gemacht? |
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| Eine echte Ausgrabungsstädte eines Pit Hauses |
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| Und noch eine! |

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| Und das war die letzte die wir besucht haben! Es gab aber noch viel mehr in dem großen Canyon. |
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