Nach einer wieder einmal strapaziösen Busfahrt mit
mehrstündiger Verspätung (15 Stunden anstatt der veranschlagten 11) erreichten
wir Lanquin spät in der Nacht. Lanquin befindet sich im mittleren Osten des
Landes und ist der letzte frei zugängliche Ort in näherer Umgebung zum
Besuchermagneten „Semuc Champey“. Was aber nicht bedeutet dass dieses kleine
Nest über eine Asphaltstraße zu erreichen ist. Dort wechselten wir wieder
einmal das Fahrzeug und wurden auf die Ladefläche eines „Pick-up Trucks“
verladen und bretterten weitere 40 Minuten über einen nun wirklich abenteuerlichen
Pfad die Berge rauf und runter, stets bemüht nicht von der Ladefläche
geschleudert zu werden oder sonstige Knochenbrüche zu erleiden.
Aber es muss erwähnt sein, das die in Nebel gehüllten
Gipfel, tiefen Täler, das durch die Wolken schimmernde Mondlicht und das nun
feucht kühle Klima hier im letzten Winkel Guatemalas in jenem Moment eine ganz
einzigartige Atmosphäre schufen, welche wir unumstritten nur mit fantastisch
beschreiben können. Wenn man noch das Gerüttelt und Krächzen unseres
Allradvehikels dazu nimmt, gepaart mit unserer Müdigkeit und Erschöpfung, dann
waren wir eine ernst zu nehmende Konkurrenz für „Indiana Jones“. Um halb zwei
in der Nacht erreichten wir unser Hostel „Utopia“.
Am nächsten Tag erkundeten wir ein wenig die Gegend und
waren enorm von den Hängebrücken begeistert, welche an sich schon eine absolute
Attraktion waren. Aber seht selbst in den Fotos. Generell gab es dennoch nicht
viel in der näheren Umgebung zu bestaunen mal abgesehen von der Landschaft,
vielen ziemlich wüst aussehenden Hühnern und den Hütten der Einheimischen,
welche wir aber anstandshalber nicht fotografierten. Diese bestehen soweit wir
es beurteilen konnten nur aus Holz und erinnern doch sehr an alte Pferdeställe.
Wir wollen ja niemanden auf den Schlips treten und behalten uns diese Bilder in
der Erinnerung vor. Aber nicht das ein falscher Eindruck aufkommt, die
Einheimischen achten zum Großteil sehr auf saubere Kleidung und ein gepflegtes
Erscheinungsbild. Für sie erscheinen wir mit unseren Bärten und wilden Frisuren
eher etwas steinzeitlich.
Den folgenden Tag waren wir auf einer Ganztagestour in Semuc
Champey. In diesem Nationalpark gibt es eine riesige Höhle, in der man
gemeinsam mit einem Führer fast 2 Stunden auf Erkundung geht, die einzigste
Lichtquelle ist eine Kerze, sehr sehr cool. Nach der halben Schwimm- Kletter-
und Krabbeltour gelangt man zu einem Vorsprung von dem man etwa 3m in die
dunkle Tiefe springen kann. Nur wenige trauten sich, doch wir taten es.
Allerdings ein wenig verunsichert von unserem Führer der wild auf etliche
Stellen deutete in die man besser nicht hüpft, wegen der unsichtbaren Felsen.
Egal hat alles geklappt. Auf dem Rückweg sollten wir durch eine Felsspalte
schlüpfen in der Wasser hinab schoss. Da André aber kein Wort verstand und
deutlich irritiert von den wilden Bewegungen des Führers war, verzichtete er
und einige andere auf diese Himmelfahrtsaktion. Doch einige wagten es unter
anderem Vroni als erste und wurden mehr oder weniger durch das Loch gestopft.
War dann doch nicht so schlimm wie befürchtet. Doch konnten wir uns des Eindrucks
nicht erwehren das jeder kleinste Fehler zum Unglück hätte führen können, so
zumindest das Gefühl während der Erklärungen unseres Guides.
Aber alle erreichten sicher wieder den Ausgang und weiter
ging es zu einer Monsterschaukel von der man in den Fluss segeln konnte. Es
bekamen aber nicht alle die Gelegenheit, denn unser Führer brach diese Aktion
nach kleinen Unsicherheiten eines unserer Gruppenmitglieder ab. Etwas verärgert
ging es weiter zu der Brücke am Eingang des Parks, von dieser konnten dann alle
die es wagten 7m in die Tiefe springen.
Nach kurzer Mittagspause wanderten wir zu einem
Aussichtspunkt hoch oben über den „Pools“ (Becken) um uns einen guten Eindruck
zu verschaffen. Das Besondere ist das das Wasser der Pools keinen Kontakt zum
Wasser des Flusses hat, welcher unter diesen entlang fließt. Also ab zum baden
und abkühlen im klaren Wasser der Pools. Zum Planschen blieb uns einige Zeit,
danach machten wir uns auf zum spaßigsten Teil der Tour dem „Floaten“. Auf Gummireifen
(Donuts) trieben wir auf dem Fluss zurück zum Hostel in großer Gruppe. Vorher
deckte sich jeder noch ordentlich mit Bier ein, juhuu! Und ab ging die bisweilen wilde Fahrt. So
manche Stromschnelle verursachte zerkratzte Rücken, blaue Flecken am Gesäß oder
forderte Schwimmeinlagen um seinen Gummireifen zurück zu bekommen, so erging es
zumindest André. Am Ende regnete es auch noch monsunartig.
War aber alles halb so wild und machte sehr viel Spaß. Überhaupt
ist die Gegend um Semuc Champey sehr abenteuerlich, in etwa so stellt man sich
ganz Mittelamerika wohl vor und mit Sicherheit einer der aufregendsten Stopps auf unserer Reise.
Vroni und André
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| Die Reise beginnt..........Tschüß Lake Atitlan |
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| Wo bleibt denn bloß der Bus? |
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| Eine Reise die ist Lustig....... eine Reise die ist schön......rumpel...rumpel |
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| Hier wurden auch gerade Flickarbeiten durchgeführt! |
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| Lara Croft haben wir auch getroffen :D |
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| Hier hatte man die Natur seeeehhhhrrr nah!!! |
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| Wir verbrachten auch 2 Nächte in Hängematten zu einem top Peis |
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| Und ab zum Abenteuer!!! |
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Es gab verschiedene Möglichkeiten die Höhle zu betreten:
Hier die Ausführung Flip Flop mit socke und Tape...unser Favorit! |
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| Aufgepasst..... wir kommen!!! |
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| Mit Bemalung war dann alles perfekt! |
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Das Wasser war leider nicht soooo warm aber man gewöhnte sich daran!
Der Nervenkitzel war zu groß. |
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| Um einen großen Wasserfall hinunter zu klettern wurde eine sehr abstrakte Konstruktion gebaut! |
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| Die besagte Schaukel :) |
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| André war der erste der von der Brücke sprang!!!!!! |
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| Danach fiel auch die Vroni rein ;) |
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Die Pools Mitten im Dschungel.
Das Waser in den Pools kommt direkt aus dem Berg. |
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| Hier sieht man auch den Fluss der unter den Pools entlang fließt! |
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| Wieder so erfrischend :D |
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| Das beste zum Schluss |
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| PROST!!!!! |
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| Man beachte die Stromschnellen hinter André |
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| Kurzer Zwischenstop zum Biernachschub! |
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Ooooooohhhhhhhhhhhh naja wenigstens war es warm!!!
Es war ein super Tag, den wir nicht so schnell vergessen werden! |
Absolut beeindruckend! Was für ein Erlebnis und Respekt an euren Mut ;-)
AntwortenLöschenTolle Spinne, hat diese die Kakerlake dann auch gegessen?
Viel Spass weiterhin und Durchhaltevermögen für die weiteren Busreisen, geht uns hier übrigens genauso ;-P
Danke danke ihr beiden,
AntwortenLöschenWir glauben die Terantel beim Mitternachtssnack gestört zu haben, aber verhungert ist die bestimmt nicht. Wahrscheinlich hätten wir nicht den Mut für die kambodschanischen Delikatessen aufbringen können, welche ihr euch gegönnt habt :-), da springen wir doch lieber irgendwo runter.