Freitag, 1. Mai 2015

New York City / Manhatten



Völlig übernächtigt landeten wir auf dem „La Gardia“ International Airport am Morgen des 15. Aprils. Dies ist einer von 3 Flughäfen in und um New York City. Wir stürzten uns direkt ins Bus und Metro/U-Bahnsystem um eineinhalb Stunden später in unserem Hostel „Explore Hotel and Hostel Union City“ einzuchecken. Dies befand sich in „New Jersey“ dem benachbartem Bundesstaat von New York. Man braucht nur 15 Minuten mit dem Bus. Nach einer kurzen Fahrt unterer dem „Hudson River“ hat man Downtown Manhattan erreicht. Der Vorteil bestand in den viel günstigeren Übernachtung- und Lebensmittelpreisen. Außerdem wurde das Hostel erst vor 3 Monaten eröffnet und renoviert. Wir buchten eigentlich ein Mehrbettzimmer, bekamen aber netterweise ein Doppelzimmer. So durften wir mehr Privatsphäre als erwartet genießen. Ein kleiner Nachteil unserer Unterkunft war die mangelnde Küche und das zusätzliche Busticket nach New York City. Interessant war das Union City fast ausschließlich von „Hispanos“ (Lateinamerikaner mit spanischen Wurzeln) bewohnt war. Im Vorfeld versuchten wir natürlich Couchsurfer zu finden, doch blieben die geschätzten 25 Anfragen erfolglos. Die potentiellen Gastgeber New York Citys sind meist schon belegt oder sehr wählerisch. Nichts desto trotz waren wir sehr zufrieden mit unserem Hostel, dank der netten Mitarbeiter und des günstigen Preises. Wir blieben 7 Nächte.

Nun sind 6 volle Tage eigentlich recht viel für die meisten Städte, doch nicht ausreichend für NYC. Es gibt einfach zu viel zu entdecken. Angefangen natürlich bei der Freiheitstatur, das World Trade Center, das 9/11 Memorial, den Times Square, die Wall Street, Little Italy/Chinatown (könnte man aber auch weglassen, sofern man diese Viertel schon einmal anderswo besucht hat), der Central Park, Rockefeller Center, Empire State Building, City Hall, Grand Central Station, Brooklyn Bridge und und und. Wenn man das alles gesehen hat war man immer noch nicht in Stadtteilen wie Brooklyn, Bronx, Upper Eastside oder Queens die wie wir hörten ihren ganz eigenen Charme besitzen. Auch konnten wir in den 6 Tagen keine Sport Veranstaltung im Madison Square Garden besuchen oder ein Theaterstück auf dem Broadway bewundern. Um ehrlich zu sein sind wir am Abend immer total erledigt im Hostel eingetrudelt und hatten nicht einmal mehr Antrieb uns ins Nachtleben zu stürzen. Ein Besuch reicht nicht aus um NYC wirklich kennenzulernen, wahrscheinlich muss man dafür in der Stadt eine Zeit lang leben. Ohne Frage die außergewöhnlichste Stadt die wir bisher besucht haben. André war ja schon einmal mit AIDA dort, doch diesmal mit mehr Zeit für intensivere Eindrücke.

Nun in den Bildern werden wir mal Revue passieren lassen, was wir unternahmen. Wir besichtigten ausschließlich den unteren Teil Manhattans, der obere ist für Touristen nicht ganz so interessant. Die Architektur NYs ist zum Vergleich mit anderen Metropolen sehr facettenreich und um einiges eindrucksvoller. Außerdem ist die Stadt eine der ältesten und die bevölkerungsreichste der USA. Um herum zu kommen, muss man das umfangreiche U-Bahnsystem nutzen, andernfalls sind Blasen an den Füßen vorprogrammiert. Nach ein zwei Tagen findet man sich aber in dem unterirdischen Getümmel gut zurecht. Das Treiben und die Szenerie in den Straßen ist je nach Viertel gänzlich unterschiedlich. Gut gefallen hat uns die 9th Street mit seinen zahlreichen Bars und Restaurants mit annehmbaren Preisen und die gemütliche Atmosphäre in Chelsea und West Village. Allerdings ist es fast egal wo man abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten sich gerade aufhält, jede Ecke hat ihre Reize. Ein ständiger Begleiter ist aber immer die stickige Luft, der man selbst im Central Park nicht entfliehen kann.

Wirklich gut fanden wir unseren Besuch in der New York Public Library und dem benachbarten Bryant Park. In dem kann man nämlich dem Großstadtgetümmel kurz entkommen indem man sich an einem Tisch platziert und kostenlos Gesellschaftsspiele ausprobiert.

Ungewöhnlich ist das man die meisten großen staatlichen Museen über eine selbstgewählte Spende besuchen kann. Allerdings muss man das an der Kasse ausdrücklich sagen, ansonsten zahlt man automatisch die empfohlene Summe von etwa 25 Dollar pro Person. Wir waren im American Museum of Natural History (Naturwissenschaftliches Geschichtsmuseum). Es war super interessant und wir verbrachten schon alleine dort einen ganzen Tag.

Natürlich darf man aber generell seine dicke Brieftasche nicht zu Hause vergessen, wenn man NYC besichtigen möchte. Besonders wenn man mal in ungewöhnlichen bzw. seltenen Geschäften einkaufen will. In NYC gibt es höchstwahrscheinlich alles was man sich vorstellen kann oder von dem man gar nicht wusste dass es existiert. Wenn man lange genug durch die Straßen wandert wird man früher oder später fündig werden. So zumindest unser Eindruck, unterhaltsam ist es in jedem Fall.
Ein Besuch lohnt sich!
Bis bald
Eure Vroni und André


P.S.
Da reisen ja mehr von Begegnungen lebt und nicht ganz so von Sehenswürdigkeiten, möchten wir von einer Begegnung mit 3 interessanten Menschen berichten. Mit denen wir eine noch interessantere Unterhaltung über Religion hatten. Sicherlich nicht das Nummer 1 Thema auf Reisen, doch wenn sich die Gelegenheit bietet auch recht aufschlussreich. Leider sind uns die Namen nicht mehr geläufig, allerdings wissen wir einer war aus Algerien (Moslem, irgendwie angestelltt in den Staaten), einer aus Ägypten (Moslem, zum Praktikum in den USA) und der dritte aus Russland (christlich doch sind wir uns nicht der genauen Glaubensrichtung sicher, ebenfalls angestellt in den USA). Alle schliefen in unserem Hostel und hingen abends da rum. Das englisch der 3 war nicht sonderlich gut, so verständigten wir uns mit einfachen Worten und gebrochen.

Der Gespräch/Diskussionsrahmen war sachlich und friedlich das einmal vornweg. Aber der Inhalt mehr als schwer nachzuvollziehen bzw. zu akzeptieren, spannenderweise gar nicht mal von unserer Seite aus. Ganz im Gegenteil wir hätten die Unterhaltung auch eher beendet, doch wir wollten auch nicht unhöflich sein und so zog sich das Ganze über 2 Stunden hin. Am Ende gab es natürlich auch keinen Kompromiss, über Glauben lässt sich nicht streiten.

Wie hat alles angefangen, nun die 3 waren der Meinung das „Homosexuelle“ überall in den USA seien und waren offensichtlich empört das diese sogar heiraten dürfen. Wir teilten diese Auffassung nicht und wunderten uns über diese in unseren Augen steinzeitliche Einstellung. Denn der bloße Gedanke mit einem Schwulen oder einer Lesbe in einem Raum zu sein, verursachte den dreien schon Unbehagen.

Daraufhin gaben sie sich Mühe uns dieses zu erklären und begründeten alles in dieser Unterhaltung mit dem Koran und der Bibel. Wir glauben ja allerdings nicht dass deren Meinung so niedergeschrieben steht.

Das krasseste ist aber das die 3 der tiefsten Überzeugung sind die Menschheit stammt von Adam und Eva ab. Das die Frau weniger wert ist als der Mann, weil Gott sie aus der Rippe Adams erschaffen hat. Der Urknall und die Dinosaurier sind ein riesiger Schwindel um die Menschen zu verwirren. Wissenschaft ist eine Lüge. Doch die Frage wer Drahtzieher dieses Komplottes sei, konnten und wollten die 3 nicht beantworten. Nicht einmal die These das Gott den Urknall verursachte um das Universum mit all seinen Wesen zu kreieren, fand Gehör.  Nun kann ja jeder glauben was er möchte, doch waren wir ziemlich erschrocken. Die 3 wurden auch nicht müde besonders André (Atheist) zum Glauben zu bewegen. Dabei ist erst einmal egal welcher, zum richtigen kann man ja noch wechseln. Abgesehen von Hinduismus und Buddhismus die sind nicht als Religion akzeptiert.

Der Ägypter war sogar der festen Überzeugung wenn „Ungläubige“ morden, drohen ihnen keinerlei moralischen bzw gesellschaftlichen Konsequenzen, mal abgesehen von der Polizei. Soll heißen „Ungläubige“ sind gefühllose Zombies die durch die Welt wandern.

Nun hoffentlich konnten wir ihr Weltbild ein wenig aufhellen so wie sie unseres. Uns machte diese Begegnung aber ziemlich deutlich, dass es noch viel Rede- und Aufklärungsbedarf in der Welt gibt. Mehr als wir je vermutet hatten, bevor Konflikte beiseite gelegt werden können. Natürlich sprachen die 3 nur für sich, doch gibt es sicherlich Millionen die es so oder so ähnlich mit Religion und der Weltanschauung  halten.

Wir jedenfalls wollen diese Erfahrung nicht missen, schon alleine weil man selten Gelegenheit bekommt sich auf neutralem Boden mit Tiefgläubigen verschiedener Religionen zu unterhalten.


New York wir sind da!!!!

schon mal gute Beziehungen aufbauen... man weis ja nie

Time Square



Vor dem Rockefeller Center

St. Patricks Kathedrale


Empire State Building, wir waren nicht oben, 32 Dollar pro Person war uns zu happig

So sieht es in der Lobby aus

Game Day (Spieltag) in der NHL

Streichelzoo mitten in der City

Hier befanden sich die Ställe mit den  Pferden der vielen Kutscher, haben wir nur durch Zufall entdeckt




Mann findet aber auch ruhige Ecken


Mit einer kostenlosen Fähre nach Staton Island gefahren und wieder zurück.
Im Bild Downtown
Das Boot verfolgte uns den ganzen Weg, Paranoia Amis :)

Statue of Liberty
Die ist gar nicht so groß wie man denkt!


Brooklyn Bridge

Einer der vielen kleinen Parks in Manhatten!

Ein Gedenkaltar der vielen Helfer vom Anschlag am 11.09

An den früheren Plätzen der Zwillingstürme befinden sich jetzt die riesigen Wasserfallbecken!


Freedom Tower, gleich neben der Gedenkstädte.


 


Trinity Church

New Yorks Finance Zentrum

Das sind die Absperr Maßnahmen in der Finance Straße :)

 

 

Inmitten vom Central Park



Elektroboote!!

American Museum of Natural History




Auch der Urknall wurde hier erklärt.




Grand Central Terminal
Ein unglaublicher gemalter Himmel im Bahnhofs eingang.

Ein Packet für Zuhause :)

High Line Park eine zum Fussgängerweg umgebaute U-Bahnstrecke

Vroni machte noch einen Hubschrauber Rundflug!
André machte ihn ja schon vor 4 Jahren.

Das war Ellis Island.
Dort sind alle Immigranten angekommen, bevor sie einreisen durften!

Wahnsinn ist die Stadt groß!!!




Pause!!
Dem getümmel der Stadt entkommen, eine Partie 4 gewinnt!

New York Publik Library

Gutenberg Bibel


Das sind die original Stofftiere von Winnie Poo.
Sie gehörten dem Sohn vom Autor der die Bücher geschrieben hatt!

 


Einer von vielen tollen Lesesälen.


Typisch Amerikaner ;)



Abschluss Dinner!!

Auf nach Washington!!

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