Mittwoch, 27. Mai 2015

Ruinenstadt Tulum


Mit dem Bus ging es weiter nach Tulum. Zum Besuch unserer ersten Maya Ruine, welche außergewöhnlich ist, da sie direkt am Meer liegt. Etwas außerhalb gelegen, doch leicht zu erreichen mit sogenannten „Collectivos“. Das sind Kleinbusse die auf ihrer Strecke Passanten einsammeln und am gewünschten Zielort wieder aussteigen lassen.

Wir nahmen uns für unsere Besichtigung keinen Führer, leider waren die Infotafeln so abgenutzt das man sich nur noch teilweise selber schlau machen konnte. Nicht desto trotz ein sehr spannendes Erlebnis, trotz unglaublicher Hitze. Unsere Taschentücher reichten einfach nicht aus um Vronis Schweißfontänen zu bändigen. 😃

Nach unserer USA Rundreise freuten wir uns sehr über den Kontakt mit uralten Bauten und Geschichte. Das Ambiente und die Lage machten uns Appetit auf mehr Maya Kultur.

Noch vor betreten der Stätte wird man mit verschiedensten Tourangeboten überhäuft. Nach einigem hin und her und handeln, buchten wir zusätzlich zum Eintritt noch eine Bootsfahrt inklusive schnorcheln. Das Riff war so nahe am Strand das man nicht wirklich viel entdecken konnte außer ein paar Fischen und eigenartig silbernen Blättern am Meeresgrund. Dennoch war es ein gelungener Ausflug mit einer rasanten Bootsfahrt über die Wellen!

Leider stürzte Vroni auf dem Rückweg unglücklich. Aufgrund gewaltigen Flüssigkeitsverlust, sprang Vroni hinten an einen Touristen-Transporter-Zug (so was wie eine Bimmelbahn nur auf Rädern) auf, um den Heimweg etwas zu beschleunigen. Da André dieses tollkühne Unterfangen aber erst spät erkannte, verpasste er diese Gelegenheit. So wollte Vroni ihn nicht zurücklassen und sprang ab…. Diesmal nicht ganz so elegant wie noch zuvor und landete unsanft auf dem harten Straßenbelag. Nach einer Rolle auf dem Asphalt musste sie schmerzhaft feststellen sich ordentlich das Handgelenk angehauen zu haben. Unter starken Schmerzen ging es zurück zum Hostel (das eine weile dauerte und der Atem wurde schwerer) um „Pain Killer“ (Schmerztabletten) einzuwerfen. So schoben wir erst einmal einen Ruhetag mit vielen Eisbeuteln auf dem Arm ein.

Unser Hostel war in Ordnung und die Mitarbeiter sehr hilfsbereit und freundlich. Leider fehlten aber die Klimaanlagen in den Zimmern und so schwitzen wir die Nächte kräftig vor uns hin. Nach kurzem kennenlernen unserer Zimmergenossen, fragte uns „Curtis“ (Australier der in Kanada lebt) ob wir nicht letzten Sommer im August im „Mosquito Creek Hostel“ in den kanadischen Rocky Mountains übernachteten. Völlig verdutzt antworteten wir natürlich mit „ja“. Na das ist ja mal ein Ding, Leif und Lisa (unser Besuch letztes Jahr) können sich eventuell noch entsinnen.

Wie klein die Welt doch ist, nachdem Curtis abreiste, traf aber gleich der nächste alte Bekannte ein. Wir nennen ihn mal Bob, denn seinen Namen haben wir wieder einmal nicht behalten. Ihn trafen wir bereits vor über einen Monat in New York City, wo er ebenfalls im selben Hostel übernachtetete. Wie der Zufall manchmal so spielt. Tulum ist eigentlich reich bestückt mit Hostels und Hotels.

Nun Vronis Hand ging es noch nicht wirklich besser, doch ein Indianer kennt ja bekanntlich keinen Schmerz und so fuhren wir am Tag vor unserer Weiterreise nach Akumal, dieser kleine Ort liegt etwas nördlich. Er ist bekannt für seine Meeresschildkröten die sich in der Bucht satt futtern. So überrascht es auch nicht jede Menge Urlauber und Ferienresorts hier anzutreffen. Es war Sonntag und so gesellten sich auch noch zahlreiche Einheimische dazu. Als wir am Strand eintreffen waren wir uns mehr als sicher hier heute kein Glück mit Schildkröten zu haben.

Doch wir irrten uns, schon nach wenigen Schwimmzügen entdeckten wir dank unserer persönlichen „Schnorchelausrüstung😉“ eine und sahen sogar einen Rochen über den Grund fegen. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit entspannen und schlafen am Strand, herrlich.
Danach ging es wieder zurück damit Vroni die nächste Kühlschicht auflegen konnte. Zum ganzen übel kahm dann noch ein Schnupfen hinzu.

Aber die Reise geht weiter :)

Eure Vroni und euer André



Das war die schöne Aussicht bevor es zum Eingang der Ruinen ging!


Durch die Mauern...

...rein zu den Ruinen

Mann konnte sie leider nicht besteigen oder...

....von innen besichtigen!


Hier und da wurde auch so etliches gestützt ;)




Man die haben aber ganz schön hoch gebaut!!!
 
 
Hinter liegt ein Strandabschnitt den man nicht betreten durfte. Dort lagen die Nester von Meeresschildkröten!

Doch hier konnte man ins kühle nass springen ;)

Da hat wohl einer zu viel Sonne abbekommen und wurde selbst zum Maya.....

Nachdem André dann unser Abendessen fangen wollte, war der Vroni klar das es ihn getroffen hat........ die Maya Ruinen Sucht :D
 

Und ab zur Bootsfahrt

Nun nochmal die Ruinen von der Meeresseite.


Das war das Riff..... naja da gibt es schönere!!


Tauchversuch trotz Rettungsweste

OOOHHHHH leider schon wieder vorbei der Ausflug.

Relaxen und kühlen

In der Mitte ist Curtis

Baby Katze sehr zur Freude vieler Hostelbewohner.
Sie wurde auf der Straße gefunden und es wurde sich liebevoll um sie gekümmert!

AUA
Da wussten wir noch nicht wie er seine Farbe ändern wird!

Mächtig was los in Akumal

Unsere Reise-Schnorchel-Ausrüstung :-)
Der Atem wird einfach angehalten!


Schildi mit Putzi


Rochen


Wir nennen ihn Bob ;-)

Zufälle gibt's, schon sehr cool!

Sonntag, 24. Mai 2015

Unterwegs auf der Yucatan Halbinsel: Playa del Carmen und Isla Cozumel


Von Cancun ging es per Bus weiter nach Playa del Carmen etwa 70 km weiter südlich entlang der Golfküste. Die Busse sind sehr günstig und komfortabel. Es gibt viel Beinfreiheit und Klimaanlage.

Mexiko mit dem Mietwagen zu bereisen, ist nicht ratsam. Zum einen ist das Busnetz sehr gut und preiswert. Zum anderen wirkt die Fahrweise recht chaotisch ebenso wie so manche Straßenführung. Außerdem gilt die Polizei aufgrund geringer Gehälter als korrupt und verdient sich gerne mal ein paar extra Pesos, indem sie nach Lizenzen fragt, welche nicht existieren und man so zur Kasse gebeten wird.

Allerdings bezweifeln wir das solche Praktiken in den großen Tourismus Hochburgen auf Yucatan flächendeckend anzutreffen sind. Immerhin bringen Touristen jede Menge Geld und das soll auch so bleiben. Touristen werden in dieser Gegend wohl eher aufgrund ihrer Fahrweise angehalten. Nichts desto trotz außerhalb beliebter Reiseziele sollte man nicht dieses Risiko eingehen und sich auch nicht den Stress beim Navigieren aussetzen. Es sei denn man spricht spanisch.

Nun Playa del Carmen ist eine kleine Stadt und ehemals Fischerdorf. Heute tummeln sich aber Unterkünfte, Restaurants und eine recht schöne Flaniermeile hier. Unser Hostel bot eine Gratismitgliedschaft bei „Sayving“ (eine junges Reise/Aktivitätsunternehmen von Rucksackreisenden für Rucksackreisende) mit Sitz im Yucatan. Sehr ambitioniert wollen sie gerne weltweit expandieren. Nun das bleibt abzuwarten, doch im Falle globalen Erfolges, ihr kennt sie durch unsJ. Unter anderen konnte man mit Walhaien schnorcheln, es ist gerade die beste Zeit. Nun wir haben diesen Reiz widerstanden, obwohl sicherlich ein unvergessliches Erlebnis, sind wir keine Freunde dieser Tierverfolgungen. Eigentlich besitzen nur wenige Boote eine Lizenz dafür, doch viele Anbieter geben offiziell vor Angeltouren anzubieten und dann huch begegnet man zufällig den Walhaien und schnappt sich die versehentlich mitgenommene Schnorchelausrüstung und springt ins Wasser... Aber wer dies wirklich einmal erleben will ist am besten im Nordosten Yucatans aufgehoben. Dort werden diese Touren im internationalem Vergleich mit den Malediven und Australien sehr günstig angeboten für  etwa 80 US Dollar.

Jedenfalls konnten wir uns von "Sayving" gratis Fahrräder ausleihen und durch die Gegend düsen. So fanden wir auch nach langer Suche endlich Sandalen, welche unseren hohen Qualitätsansprüchen genügten und auch für Wasser geeignet waren. Denn schon ein wenig entnervt, verloren wir allmählich die Hoffnung überhaupt etwas anderes als „Flip Flops“ zu finden. Nun sind Mexikaner nicht unbedingt die größten Menschen und so musste André mit Schuhgröße 42 vorlieb nehmen. Es wird schwer größere Schuhe zu finden. Bisher läuft es sich aber gut.

Nach 2 Nächten setzten wir per Fähre über zur „Isla Cozumel“ eine hübsche kleine Insel wenige Kilometer vor dem mexikanischen Festland. Sehr bekannt für seine Tauchspots. Leider hatten die meisten Schnorchel Riffe schon sehr unter dem Tourismus gelitten und sind oftmals schon tot.

Dies war uns aber vor unserem Besuch schon bewusst. Der Hauptgrund für unseren Besuch liegt an den Kreuzfahrtschiffen die oft und zahlreich Cozumel anlaufen. Unter anderen auch AIDA und so war André schon dreimal auf dieser Insel. Leider nie mit der Gelegenheit das Schiff zu verlassen. Unter Besatzungsmitglieder ist Cozumel nämlich für die „No Name Bar“ im Hotel „Baracuda“ bekannt. Dort verbringen diese gerne ihre Pause und gönnen sich Cocktails, schwimmen im Pool oder schnorcheln im Meer. Das Besondere ist das sich viele Besatzungsmitglieder sich dank ihres Namenschildes an der Wand verewigen konnten. So besitzt diese Bar eine große Bekanntheit. Leider ist sie mit Abstand eine der teuersten Mexikos, sicherlich ist dies den meisten Seefahrern gar nicht bewusst, aber selbst wenn würde sie es wohl kaum davon abhalten weiterhin dieses exklusive Ambiente zu genießen.

Wir gönnten uns auch Margaritas im Pool, schwelgten ein wenig in alten Seefahrer Erinnerungen und schmunzelten über den Gedanken hier zu sein, ohne dass Arbeit und ein Schiff mahnend auf uns wartet.... einfach traumhaft.

Am folgenden Tag mieteten wir einen Roller und düsten über die Insel. Wir waren sehr erstaunt wie wenige Touristen anzutreffen waren. Cozumel lohnt einen Besuch wobei ein oder zwei Tage vollkommen ausreichend sind, sofern man nicht zum Tauchen kommt.
Nach ein paar Tagen setzten wir wieder auf das Festland über und bestiegen den Bus nach Süden in die Ruinenstadt "Tulum".
Seid lieb gegrüßt
Vroni und André 


Überall findet man die kleinen bis großen Kerlchen.

Schwitzen in der Dachterrasenküche in Playa del Carmen.

Die Flaniernmeile...

...mit so manch Leckerei... Leberkaaaaassemmel... leider nicht so gut wie daheim.

Auf Fahrradtour

Fliegende Mexikaner... bei einer Strassenvorführung mit traditioneller Musik untermalt und ganz ohne Sicherung.



Flip Flops Ade... Hola Sandalen


Überführt nach Cozumel.., es scheint ein Erfrischungsgetränk der vergangenen Nacht war nicht mehr gut und die Wellen zu hoch!!!

Überall Käfer!!

Schönes Ambiente im Hostel auf Cozumel.


Der Marktplatz San Miguel (die einzige Stadt auf der Insel)



Nun hängen wir auch hier ab... jeden Tag :-)

Prost...Margaritas


Schwitzen vorprogrammiert ohne Klimaanlage im Schlafsaal.


Los ging die wilde Fahrt!

Geradeaus eine hübsche katholische Kirche und links vor André eine Mini Maya Ruine.

Abhängen am Strand, Rollerfahren ist anstrengend :-)




Was gibt es denn da.....??!!...

... Fischiiiiisss!!!!

"Gringo Baum / immer rot und am schälen"


Mit 80 km/h über die Insel!

Vroni eine echte Perlentaucherin.... :-)



Tschüss "Isla del Cozumel"