Mittwoch, 6. Mai 2015

Washington District of Columbia


Mit dem Greyhound Bus ging’s von New York in die Hauptstadt Washington, diesmal ohne merkwürdige Busfahrer oder andere ZwischenfälleJ. Auch fanden wir schnell und unkompliziert unser Hostel. Im Bus stellten wir fest eindeutig die Minderheit zu sein. Wir waren die 2 einzigsten  „Weißkgurken“, ansonsten wohnten nur Farbige in dieser Ecke der Stadt, abgesehen von anderen Hostelgästen. Washington ist eine der sichersten Städte der USA, offiziell quasi ohne Kriminalität. Dennoch ein wenig mulmig war uns anfangs schon, aber vollkommen unbegründet. Wir blieben 3 Nächte im „Capitol City Hostel“ betrieben von Bill. Es war günstig und in zentraler Lage, hätte aber ein wenig gepflegter sein dürfen. Es war schon ein bisschen in die Jahre gekommen und bestand aus zwei umgebauten Reihenhäuser.   

Washington ist in seiner Erscheinung einzigartig, nicht nur im amerikanischen Vergleich. Jedes wichtige Gebäude erstrahlt von außen in weißen Marmor oder Sandstein (abgesehen vom Weißen Haus, das ist nur angestrichen) und protzt innen mit pompösen Wandmalereien, Holzdekor, Marmorböden und goldenen Verzierungen. Gewaltige Plätze, Grünflächen und Wasserspiele trennen die einzelnen Bauten voneinander, so erscheint jedes Bauwerk noch größer, als es eh schon ist. Wer meint die Staaten besitzen wenig Geschichte, kaum Kultur und keine Kunst, der irrt. Hier findet man alles in einer Stadt und zwar so eindrucksvoll, das jeder versteht in Washington wird nicht nur Politik gemacht, sondern seit je her auch Macht und Wohlstand demonstriert. Alles ist gigantisch und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Architekten sich sehr von den römischen Kaisern inspiriert fühlten. Auch ist die Stadt reich an Kunstschätzen aus aller Welt und bietet die tollsten Museen.

Diese sind übrigens alle umsonst, zumindest die National Museen. Da schlägt das Backpackerherz gleich höher und wir fanden es sogleich schade nur 2,5 Tage gehabt zu haben. Aber wir konnten immerhin die „National  Art Gallery“ (Nationale Kunstaustellung),  den „Supreme Court“ (oberster Gerichtshof“), die „Jefferson Library“ (Jefferson Bibliothek) das „Air and Space Museum“ (Luft und Raumfahrt Museum) und das „Capitol“ im Zuge einer Führung besichtigen. Diverse „Memorial“ (Wahrzeichen oder auch Gedenkstätten) besuchten wir ebenfalls, wobei das „Abraham Lincoln Memorial“, bekannt aus so manchen Filmen, mit Abstand das bombastischste ist. Kameras können die Dimension dieser gewaltigen Halle samt der monströsen Statur gar nicht einfangen. In Washington ist alles größer als man es erwartet, abgesehen vom Weißen Haus, das stellen sich die meisten größer vor.

Die Idee die Hauptstadt auf bis dahin unberührten Boden zu errichten hatte Georg Washington höchst persönlich und er war auch bei der Planung und Gestaltung der Stadt die treibende Kraft, auch wenn vieles erst nach seinem Tod fertig gestellt bzw in Angriff genommen wurde. Das geografische Zentrum der Stadt liegt übrigens im Herzen des „Capitol“.

Washington D.C. ist eine moderne Stadt, so ganz ohne Wolkenkratzer. Welche sich das Ziel gesetzt hat Amerika zu repräsentieren und die Geschichte dieses Landes zu erhalten und jedem zugänglich zu machen. Dafür gibt es auf jeden Fall mal einen Daumen hoch. Uns hat es gefallen und jeder der sich für Geschichte, Technik, Architektur, Malerei und/oder Kunst interessiert, sollte Washington D.C. unbedingt mal besuchen. 

Von Washington ging es per Flugzeug nach Fort Lauderdale. Unser Flug startete mal wieder am frühen Morgen und so entschlossen wir uns den Großteil der Nacht am Flughafen „Washington-Baltimore“ zu verbringen. Leider befindet sich dieser weit außerhalb und ist nachts so gut wie nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. So mussten wir einen Shuttle Service buchen. Was nicht ganz günstig war, doch kamen wir so in den Genuss mal mit einem „Suburban“ zu fahren, das ist einer dieser riesigen Luxus Geländewagen, ziemlich cool.

Liebe Grüße

Vroni und André

Das Hostel

Das Capitol hier tagt der Senat, leider wird gerade renoviert.

 "Supreme Court" der Sitz des obersten Gerichtshofes, direkt gegenüber des Capitol auf Sichtweite.

Die Spiraltreppe im Gerichtsgebäude ist relativ bekannt.

Einen kleinen  Blick konnten wir in den Gerichtssaal werfen, eigentlich verhältnismäßig klein.

So sieht es im Foyer aus :-)

Sogar Marmor auf dem Klo!!!

Und im Treppenhaus auch Marmor, schon verrückt irgendwie!!

Jefferson Bibliothek!



Wau! Das ist mal ein Eingang!

Lesesaal! Aber nicht für die Öffentlichkeit zugänglich!

"Martin Waldseemüller Karte 1507" ist die erste Karte auf der Amerika als Kontinent erscheint. Dies ist das einzigste bekannte sehr gut erhaltene Exemplar der Welt. Es lag 350 Jahre gut eingehüllt auf dem Schrank in einem privaten Schloss in Süddeutschland, vor wenigen Jahren wechselte es dann für schlappe 10 Millionen Dollar nach Washington.



Washington Monument!
Wir finden ja, es hätten noch mehr Fragen hin gepasst!! :D

Einen botanischen Garten gab es auch! :)

2. World War Memorial (2.Welt Krieg Gedenkstädte)



Abraham Lincoln Monument.



Da sieht man mal die ausmaße der Halle!! Mega groß!

Der Spaß darf auch nicht fehlen ;) Huiii

Veteranen Gedenktafel.



Das weiße Haus!!

Wir wurden leider nicht interviewed :/



National Art Gallery.







Da gab's sogar "Halo".
Super altes Computerspiel.


Und los ging die Führung durch das Capitol!

Schon wieder überall dieser Marmor :D

Die Kuppel war aufgrund der Renovierung nur teilweise zu sehen.

In dieser Statur befindet sich Gestein der Berliner Mauer

Stadt besichtigen maaacht müüdeee

Leider kamen wir mit unseren Sandwiches im Rucksack nicht hinein

So gingen wir ins Air and Space Museum, welches zu den berühmtesten und beste besuchten in den USA zählt.



Auch viel deutsche Historie war hier wieder zu besichtigen. Dies der erste Düsenflieger der Welt, eine Messerschmitt


Holzklasse bleibt Holzklasse so war das schon immer.



Am Abend ging es mit Limo Flughafen

2 Kommentare:

  1. Hallo ihr beiden,
    gönnt inr euch eigentlich auch mal eine pause? Eure berichte und posts sind immer so vollgepackt mit ereignissen und sehenswürdigkeiten, keine ahnung ob wir da mithalten könnten. Wir finden es wie immer interessant und amüsant euren blog zu verfolgen und wünschen euch weiterhin viel spass beim erkunden. Die karte von waldseemüller hätte martin sich übrigens auch gern einmal angeschaut.
    wir sind inzwischen auch wieder auf das rucksackreisen umgestiegen und mussten uns ganz schön umgewöhnen. Aber das macht ja das backpacken aus.
    liebe grüße von bali. Romy&Martin

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  2. Hallihallo,
    Schön zu hören das ihr sicher in Indonesien gelandet seid.
    Ja ja der Rucksack, unsere sind auch seit Monaten einer ständigen Wandlung und Veränderung unterzogen.
    Nun es war schon oft anstrengend und manchmal ein wenig stressig. Da wir aber nur 3 Monate hatten, blieb uns nicht allzu viel Zeit für längere Pausen. Wenn wir durch zentral Amerika reisen, werden wir es etwas ruhiger angehen lassen, voraussichtlich.
    Passt auf euch auf und macht Fotos solange die Batterie hält :-)
    Vroni und André

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