Freitag, 18. September 2015

Epilog

ADIOS AMIGOS

Also so eine lange und anstrengende Reise durch neun Länder, darf natürlich nicht ohne den Versuch einer kleinen Zusammenfassung enden. Da es nahezu unmöglich ist irgendwelche Erlebnisse gegen andere abzuwägen oder Länder in einen direkten Vergleich zu setzen, unterlassen wir das auch.

Die Frage, wie war es? Können wir wohl nur mit lehrreich, spannend, anstrengend, aufregend und gefühlsintensiv umschreiben. Eine Definition können wir nicht geben, dafür sind eineinhalb Jahre zu umfangreich. Dennoch wollen wir unsere Erinnerung mit den folgenden Zeilen festhalten.

Wir fangen mal mit einer Danksagung an, also wir danken den Reiseführern welche uns sicher durch Amerika leiteten, unseren Couchsurfer Hosts, Hostels, Zeltplätzen, Mietwagen, Bussen und Flugzeugen die uns immer sicher haben ankommen lassen, uns eine sichere Unterkunft boten und nicht zu vergessen stets mit Internet versorgten.

Wir danken unserer Ausrüstung welche zum Großteil ihr „Soll“ erfüllt hat. Den zahlreichen Geldautomaten die uns liquide gehalten haben, den Märkten und Supermärkte welche uns ernährt haben.

Wir sind dankbar den unzähligen hilfsbereiten, höflichen und interessanten Menschen denen wir begegneten. Wir danken dem Glück welches uns atemberaubende Tierbegegnungen ermöglichte und uns manch abenteuerliche Aktion heil überstehen ließ. Wir danken aber auch unserer Auslandskrankenversicherung, welche sich mehr als bezahlt machte und uns recht unkompliziert über die unglücklicheren Ereignisse hinweg half.

Wir danken dem Erlebnis „Working Holiday“ in Kanada, Teil einer anderen Kultur gewesen zu sein, war eine fantastische Erfahrung. Insbesondere danken wir unseren Eltern welche sicherlich des Öfteren besorgt zu Hause gesessen haben und uns dennoch unterstützen und diverse Erledigungen für uns tätigen, ohne ihre Sorgen übermäßig Kund zu tun. Wir sind dankbar für jeden Leser dieses Blogs und dem Interesse an unseren Personen, also danke fürs mitfiebern.

Wirklich ehrlich froh sind wir über unsere Motivationskraft, um diesen Blog am Leben und aufrecht zu erhalten. Denn dies war meist alles andere als entspannend, doch so haben wir uns nun eine Erinnerungsstütze für die Ewigkeit geschaffen.

 Was wird uns bei aller Dankesbekundung erst einmal nicht fehlen. Wohl die immer wiederkehrenden Fragen wie, Wo kommt ihr her? Wie lange seid ihr unterwegs? Wo ward ihr schon? Wo geht es als nächstes hin?

Im Hostel Fragen wie, Mit Frühstück oder ohne? Wie viel kostet ein Mehrbettzimmer? Wo ist der nächste Supermarkt? Was kann man hier unternehmen? Ist es sicher in dieser Gegend? Gibt es hier einen Wäsche Reinugungsservice? Wie lautet das Internetpasswort? Wann müssen wir auschecken? Kostet es mehr bei Kreditkartenzahlung?

Unterwegs Fragen wie, Wo ist der Busbahnhof? Wie viel kostet das Taxi? Ist der Preis pro Person oder total und in welcher Währung? Wie lange dauert die Fahrt?

Das mag ein wenig verwunderlich sein, aber mit diesen Fragen beschäftigten wir uns beinahe auf täglicher Basis. Die ständig wiederkehrende Neuorientierung in verschiedenen Städten sowie die Erkundung über Ein- und Ausreisebestimmungen war durchaus ermüdend im Laufe der Zeit.

Haben wir den Stein der Weisen auf unserer Reise gefunden? Wohl kaum, wir wissen nicht in welcher Art und Weise wir uns verändert haben, generell hoffen wir natürlich zum Angenehmeren. Im besten Fall konnten wir positive Eigenschaften und Erfahrungen anderer Kulturen uns zu Eigen machen. Sicherlich sind wir keine Hippies, Träumer oder große Romantiker geworden, doch glauben wir schon die Welt von einer anderen Seite kennen gelernt zu haben.

Wie werden wir die kommenden Herausforderungen wie Wohnung, Weiterbildung. Arbeit und ein festes soziales Umfeld nach nun beinahe 4 Jahren Abwesenheit meistern, mal schauen. Aber wir haben uns vorgenommen unseren Blick mehr in die Zukunft zu richten, als zu sehr in unseren Abenteuer zu leben. Nur ab und an und dann voller Freude über dieses Wagnis „Zwei Rucksäcke für ein Halleluia“

Wir sagen Tschüss und Servus, Nochmals vielen Dank für eure Treue und wir sehen uns gleich.
Eure Veronika Margarete Rosa Schielen
Und
Euer André Pfeiffer

Diese Reise ist das Beste und Aufregenste in unserem bisherigen Leben gewesen!!! Jeweils gemeinsam mit einem wunderbaren Menschen.

Donnerstag, 17. September 2015

Salento - Über den Wolken..... - bis nach Bogota!



Ein letztes Mal wollten wir in die Natur und Abgeschiedenheit. So führte uns unser Weg in das kleine auf 1800m gelegene, sehr hübsche Bergdorf „Salento“, 7 Sunden Busfahrt südlich von Medellin.

Wir bekamen dort wieder die Gelegenheit unser Zelt aufzubauen und genossen die traumhafte Aussicht von unserer Finca „Sarrena“ das Dorf selber ist bestens zum Souvenirshoppen geeignet und verstrahlt einen angenehmen Charme.
Da am Nachmittag unseres ersten Besuchstages das Wetter schlagartig besser wurde, entschlossen wir uns zu einer kleinen Reittour. Und mit Ponyhof hatte die ganze Sache rein gar nix zu tun. Zweieinhalb Stunden waren wir unterwegs, normalerweise braucht man 3-4. Das Zwischenziel ist ein kleiner Wasserfall. Auf dem Weg dorthin passierten wir schmale und richtig matschige Bergpfade auf denen sogar die Pferde ins Rutschen kamen. Wir überquerten des Öfteren einen schmalen Fluss, ritten entlang von Abhängen, reihten uns im Verkehr ein und trabten sowie galoppierten über die hiesigen Felder mit der Sonne im Rücken.

Sehr abenteuerlich aber keine größere Hürde da sich die Tiere bestens auskannten. Unser Führer ein älterer Opa sprach kein Wort Englisch, eine kurze Einweisung im Sinne von links, rechts, vorwärts und rückwärts erschien ihm ausreichend. Und eigentlich war sie es auch. Wir hatten richtig viel Spaß und sind froh die 15 Dollar pro Person investiert zu haben. Selbst André der mit Pferden bisher wenig am Hut hatte, war begeistert und für Vroni war es nach vielen Jahren mal wieder ein schöner Austritt.

Den folgenden Tag wanderten wir durch das Tal „Cocoar“ mit seinen riesigen Palmen. Das Wetter war uns treu und wir schlängelten uns entlang eines Bachs hinauf in die Berge bis auf 2700m. Gut dass wir uns im Hostel eine Wegbeschreibung besorgt hatten, denn so mach anderer Wanderer verirrte sich schon in der Gegend.

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes begegneten wir schönerweise noch einmal Leticia und Jerome, die beiden Belgier mit denen wir bereits von Panama nach Kolumbien gesegelt sind. Wir tauschten uns über unsere bisherigen Erlebnisse aus und entspannten in unserer Finca. Bevor es mit dem Bus weiter in die Hauptstadt Bogota ging, welche nun unsere allerletzte Station sein sollte.

Wir nächtigen im Bezirk „Candaleria“ in der Nähe von Regierungsgebäuden und Museen. Um das Ende unserer Reise standesgemäß zu würdigen, buchten wir uns in dem „Hotel Regina“ ein. Im Bewusstsein unserer baldigen Heimkehr und den nahenden Verpflichtungen, erfasste uns die Panik und wir verfielen in einen echten Kaufrausch. Nun ganz so schlimm war es nicht. Doch legten wir uns, zumindest in unseren Augen, noch ein paar neue notwendige Klamotten zu. Soviel das gemeinsam mit unseren Souvenirs und Ausrüstung kein Platz mehr im Rucksack ist. So brauchten wir nun noch einen Rollkoffer, okay und ihr habt sicherlich Recht. So ganz die feine Backpacker-Art ist das nicht mehrJ.

Aber abgesehen vom Shoppen, ließen wir uns durch die Innenstadt führen von einer Hotelangestellten und unternahmen einen Ausflug zur Salzkathedrale, in einem kleinem Dörfchen nördlich von Bogota. Diese war echt ziemlich genial und wurde in den Siebzigern in die alten Salzstollen eingearbeitet. Man gelangt über den Kreuzweg von Jesus in riesige Hallen. In der Miene werden auch heute noch Salz und andere Mineralien abgebaut. Schätzungsweise reicht es noch für die nächsten 500 Jahre. Auch die Ureinwohner holten dieses bereits vor langer Zeit aus dem Berg. Sehr empfehlenswert und vor allem unterhaltsam sind die Mienenführung und das 3d-Kino 180m unter Tage. Außerdem gibt es hier durchaus günstig veredelten Schmuck zu ersteigern.

Nun nachdem wir uns jetzt dem Packen widmen, werden wir später noch ein paar Museen erkunden und unseren letzten Abend in Südamerika ausklingen lassen. Von Kolumbien sind wir überaus überrascht und angetan. So scheuen wir uns nicht dieses schöne, liebevolle, abwechslungsreiche und günstige Land weiter zu empfehlen.

Da wir in letzter Zeit des Öfteren über die letzten eineinhalb Jahre nachgedacht haben, stehen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge hier in Bogota. Doch wir freuen uns sehr auf zu Hause und euch.   

Seid lieb gegrüßt Vroni und André

Es giebt sie hier immer noch!!!!
Die Gangs die per Steckbrief gesucht werden!

Das war das Einganstor zu der schönen Hacienda (Anwesen)

Die Küche und der Aufenthaltsraum war sehr schön, doch wir freuten uns immer auf unser Zelt draußen. 

Hier eine kleine Stadtbesichtigung. 

Und los ging die Reittour.....

.....durch schlammige Schluchten.....

...über wunderschöne Landschaft......

...und durch Tunnels.....

...bir zu einem schönen Wasserfall!






Wir begegneten auch Kühen die den Weg versperrten. 


Es war ein fantastischer Ausflug!!

Am nächsten Tag machten wir die große Wanderung und stellten fest, das die Kühe hier ziemlich klein sind!


Auf diesem Wanderweg fühlten wir uns wie im Film vom "Indianer Jones".

Oben angekommen auf einer Alm auf 2700 m war die Aussicht grandios und wir machten erst mal Brotzeit! 


Im Hintergrund kann man schon die Palmen sehen.

Wir begegneten  auch wieder vielen wilden Hunden und ein Pferd war auch dabei :D

Hui ist das schön...da brauchen wir gleich noch ne Pause!!

Ein Größenvergleich.
Rechts die Palme und links der André :D


Zur Belohnung gabs dann noch ein Eis.

Aahhhh so still und so eine tolle Aussicht!!


Mit den Belgiern hatten wir immer eine menge Spaß und gute Gespräche!!!!

So zum Abschluss unserer Reise gönnten wir uns in Bogota ein Hotelzimmer!!! 

Privte kostenlose Stadtführung vom Hotel! Wie dekadent ;)

Der Hauptplatz - hier fand gerade eine Polizeiaufstellung statt.

Mmmhhhhhh...lokales essen!!


Graffity ist modern in Bogota!
Wir finden es schön mit all den tollen Bildern!

Nach dem Kaufrausch.......

......passten wir dann auch zum Hotel :D

Auf geht's in die "Salz Kirche" im Berg!


Kreuze aus Stein und dahinter ein riesen Loch das 16 m hoch und 30 m lang ist.

Wunderschön in Szene gesetzt! 

Und hier ist sie die riesen Salz Kathedrale. 

Das ist ein Salzwasserfall!

Die Kathedrale von unten. 

In Stein und Salz gemeiselt! Soll Zuversicht und Glück bringen.

Einmal Bergmann sein :D

Da musste er fleißig schuften, doch leider war kein Edelstein dabei :/

Der Tunnel zum Himmel!
Zurück an die Oberfläche nach 3 Stunden.

So nun noch lecker essen mit unserem privaten Fahrer David.
Vroni hat sogar "Wasserschwein" Fleisch gegessen. Das ist eine Delikatesse hier in Kolumbien. 


Am letzten Tag war packen und entspannen angesagt! 

Ein letzter Spaziergang durch Bogotas Gassen und ein letztes lokales Getränk "Chicha"!

Tschüss du schönes Kolumbien!