Unser Weg führte uns zunächst nach Nordosten vorbei an Santa
Marta direkt in das kleine Bergdorf Minca. Hier fanden wir die Gelegenheit ein
altes Hobby wieder aufleben zu lassen… Camping… und so schlugen wir unser Zelt
im „Casa Loma Minca“ auf. Dieses ist sehr hübsch auf einem Hügel gelegen und
bietet unglaublich gutes vegetarisches Essen zu fairen Preisen.
Von hier aus besichtigten wir eine 120 Jahre alte Kaffeefarm,
die noch genauso alte Maschinen nutzt und Kaffeebohnen nach Amerika und vor
allem Europa exportiert. Kolumbien ist übrigens der größte Lieferant von
organischem Kaffee. Hier werden keine Pestizide verwendet und Kaffeepflanzen im
Gleichgewicht mit ihrer Umwelt aufgezogen. Sehr interessant und aufschlussreich
war unsere Führung mit Lorenzo und wie könnte es anders sein, sind die
derzeitigen Besitzer deutsche in 2. Generation. Interessant ist noch die Tatsache
dass die Farm vor einigen Jahren aus den Händen von Paramilitärs zurückgewonnen
wurde, nachdem sie einige Zeit verlassen war. Auch verlief noch vor 12 Jahren
eine der größten Kokainschmuggelrouten direkt an der Farm vorbei.
Davon ist heute aber nichts mehr zu spüren und die
Einheimischen sind super freundlich und erschreckend ehrlich. Unvorstellbar
aber Kolumbianer versuchen einen nicht übers Ohr zu hauen und man zahlt in
Minca dieselben Preise wie die Einheimischen. Also mal ein Zahlenbeispiel ein
kleines Bier und eine kleine Cola kosten in einer kleinen Bar 4300
kolumbianische Pesos. Die Dame rundete sogar ab auf 4000, das entspricht
ungefähr 1,3 USD (etwas mehr als ein Euro).
Auch die Motorrad Taxis kosten zwischen 2-5 USD, also
durchaus erschwinglich für 20 Minuten wilde Fahrt. Bei dieser Art von
Fortbewegung muss man schon angstfrei sein und zumindest schon einmal im Leben
auf einem Motorrad mitgefahren sein.
Mit dem Moto Taxi fuhren wir also bis zur Kaffeefarm und von
da aus wanderten wir knappe 3 Stunden durch die Berge in einer fantastischen
Kulisse, welche uns sehr an Guatemala erinnerte. Unser Ziel war das „Casa
Elemento“ auf 1300m das angeblich die größte Hängematte der Welt besitzt. Nun
eher ein Hängenetz aber durchaus bequem. Dort kamen wir einem Tucan so nahe wie
es nicht mal im Zoo möglich ist. Sehr cool, hatten wir ihn in Costa Rica nur
aus großer Entfernung erspähen können, war er hier zum Anfassen nah. Selbst
André der nicht unbedingt ein Vogelanhänger ist, versuchte ein gutes Foto mit
dem bunten Kerlchen zu machen, klappte aber nicht.
Von da aus ging es wieder mit dem Mototaxi bergab nach
Minca, wobei die Motorräder des Öfteren auf der schlammigen Piste ins
Schlingern kamen und herabfallende Mangos, sowie bellende Hunde für die nötige
Unterhaltung sorgten. Aber nix gegen unsere einhändig steuernden und
telefonierenden Fahrer. Ansonsten vertrieben wir uns sie Zeit mit einer
Expedition zu Wasserpools und Wasserfällen. Bevor wir weiter an die Küste nach „Taganga“
reisten.
Dieses kleine merkwürdig anmutende Dorf besitzt keine Asphaltstraßen
dafür aber unzählige Hostels und jede Menge Straßenhunde. Die Temperaturen
waren sehr hoch und die Sonne brannte so heftig auf uns nieder, dass man sich
kaum außerhalb des Schattens aufhalten konnte. Ein letztes Mal entspannten und badeten wir im
Meer.
Den folgenden Tag ging es wieder nach Cartagena und wir holten
unsere neuen Brillen ab. Mit dem Ergebnis sind wir übrigens sehr zufrieden.
Die nächste Station wird „Medellin“ sein, weiter im
Landesinneren.
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| Der Weg zum Hostel war sehr steil und wir schwitzten wie sau, doch...... |
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| .....mit der Aussicht und .... |
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| .....dem Ambiente hat es sich absolut gelohnt! |
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| Schnell Zelt aufgestellt und eingerichtet (sogar mit Wäscheleine)...... |
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| .....dann ein wenig entspannt, ...... |
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| .....Sonnenuntergang genossen und .... |
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| .....lecker gegessen! |
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| Mit dem "Motorrad Taxi" ging es zur Kaffeefarm. |
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Dort wanderten wir über die Plantagen und erfuhren das sich hier 1 Millionen Kaffeepflanzen befinden.
Die müssen dann nach 10 Jahren komplett gestutzt werden und nach 20 Jahren durch eine neue ersetzt werden. |
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| Durch diese Rohre werden die gepflückten Bohnen zusammen mit Wasser zur Farm befördert. Sehr schlaue Idee finden wir!! |
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| Das ist die Kaffeebohne nach dem rösten, |
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| und so sieht sie vorher aus!! |
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| Die Maschinen waren alle noch original!! |
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Danach ging die Wanderung auf der alten Kokain Schmuggelstraße los!
So ganz wohl war uns aber manchmal nicht ;)
Doch die Menschen waren sehr hilfsbereit und freundlich als wir öfters nach dem Weg fragten! |
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| Angekommen.....so machten wir uns es gleich mal bequem! |
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| Ein frei lebender zutraulicher Tukan!!!! |
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| Hier kann man echt entspannen! |
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| An einem anderen Tag besuchten wir die kühlen Pools. Wir vergaßen leider das Sonntag war, da hatten auch die Kolumbianer frei ;) |
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Na guten Appetit!!!
So und nun ging es ins sehr kleine und heiße Küstenfischer Dorf Taganger! |
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| Die Kirche in Taganger war das wirklich einzigste Sehenswerte an Gebäuden, Kunst oder Kultur. |
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| Die Wanderung zum nächsten Badestrand war nicht weit doch sehr schwitztelig und abenteuerlich; ) |
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| Doch leider........da fehlen mir die Worte :/ |
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| Doch das Wasser war klar und erfrischend! |
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| Im Hostel gab es auch ein Haustier :D |
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| Zurück in Cartagena gönnten wir uns auch die da ;) |
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| Und die schicken Brillen!!! |
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