| ADIOS AMIGOS |
Also so eine lange und anstrengende Reise durch neun Länder,
darf natürlich nicht ohne den Versuch einer kleinen Zusammenfassung enden. Da
es nahezu unmöglich ist irgendwelche Erlebnisse gegen andere abzuwägen oder
Länder in einen direkten Vergleich zu setzen, unterlassen wir das auch.
Die Frage, wie war es? Können wir wohl nur mit lehrreich,
spannend, anstrengend, aufregend und gefühlsintensiv umschreiben. Eine
Definition können wir nicht geben, dafür sind eineinhalb Jahre zu umfangreich.
Dennoch wollen wir unsere Erinnerung mit den folgenden Zeilen festhalten.
Wir fangen mal mit einer Danksagung an, also wir danken den Reiseführern
welche uns sicher durch Amerika leiteten, unseren Couchsurfer Hosts, Hostels, Zeltplätzen,
Mietwagen, Bussen und Flugzeugen die uns immer sicher haben ankommen lassen, uns
eine sichere Unterkunft boten und nicht zu vergessen stets mit Internet
versorgten.
Wir danken unserer Ausrüstung welche zum Großteil ihr „Soll“
erfüllt hat. Den zahlreichen Geldautomaten die uns liquide gehalten haben, den Märkten
und Supermärkte welche uns ernährt haben.
Wir sind dankbar den unzähligen hilfsbereiten, höflichen und
interessanten Menschen denen wir begegneten. Wir danken dem Glück welches uns
atemberaubende Tierbegegnungen ermöglichte und uns manch abenteuerliche Aktion heil
überstehen ließ. Wir danken aber auch unserer Auslandskrankenversicherung,
welche sich mehr als bezahlt machte und uns recht unkompliziert über die
unglücklicheren Ereignisse hinweg half.
Wir danken dem Erlebnis „Working Holiday“ in Kanada, Teil einer
anderen Kultur gewesen zu sein, war eine fantastische Erfahrung. Insbesondere danken
wir unseren Eltern welche sicherlich des Öfteren besorgt zu Hause gesessen
haben und uns dennoch unterstützen und diverse Erledigungen für uns tätigen,
ohne ihre Sorgen übermäßig Kund zu tun. Wir sind dankbar für jeden Leser dieses
Blogs und dem Interesse an unseren Personen, also danke fürs mitfiebern.
Wirklich ehrlich froh sind wir über unsere Motivationskraft,
um diesen Blog am Leben und aufrecht zu erhalten. Denn dies war meist alles andere
als entspannend, doch so haben wir uns nun eine Erinnerungsstütze für die
Ewigkeit geschaffen.
Im Hostel Fragen wie, Mit Frühstück oder ohne? Wie viel
kostet ein Mehrbettzimmer? Wo ist der nächste Supermarkt? Was kann man hier
unternehmen? Ist es sicher in dieser Gegend? Gibt es hier einen Wäsche Reinugungsservice?
Wie lautet das Internetpasswort? Wann müssen wir auschecken? Kostet es mehr bei
Kreditkartenzahlung?
Unterwegs Fragen wie, Wo ist der Busbahnhof? Wie viel kostet
das Taxi? Ist der Preis pro Person oder total und in welcher Währung? Wie lange
dauert die Fahrt?
Das mag ein wenig verwunderlich sein, aber mit diesen Fragen
beschäftigten wir uns beinahe auf täglicher Basis. Die ständig wiederkehrende
Neuorientierung in verschiedenen Städten sowie die Erkundung über Ein- und
Ausreisebestimmungen war durchaus ermüdend im Laufe der Zeit.
Haben wir den Stein der Weisen auf unserer Reise gefunden?
Wohl kaum, wir wissen nicht in welcher Art und Weise wir uns verändert haben, generell
hoffen wir natürlich zum Angenehmeren. Im besten Fall konnten wir positive
Eigenschaften und Erfahrungen anderer Kulturen uns zu Eigen machen. Sicherlich
sind wir keine Hippies, Träumer oder große Romantiker geworden, doch glauben
wir schon die Welt von einer anderen Seite kennen gelernt zu haben.
Wie werden wir die kommenden Herausforderungen wie Wohnung,
Weiterbildung. Arbeit und ein festes soziales Umfeld nach nun beinahe 4 Jahren
Abwesenheit meistern, mal schauen. Aber wir haben uns vorgenommen unseren Blick
mehr in die Zukunft zu richten, als zu sehr in unseren Abenteuer zu leben. Nur
ab und an und dann voller Freude über dieses Wagnis „Zwei Rucksäcke für ein
Halleluia“
Wir sagen Tschüss und Servus, Nochmals vielen Dank für eure
Treue und wir sehen uns gleich.
Eure Veronika Margarete Rosa SchielenUnd
Euer André Pfeiffer
Diese Reise ist das Beste und Aufregenste in unserem
bisherigen Leben gewesen!!! Jeweils gemeinsam mit einem wunderbaren Menschen.
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