Auf unserem Weg
überschritten wir erst einmal die Staatsgrenze zu Nevada und sahen eine Drohne
der US-Luftwaffe nur wenige Meter neben uns auf einem Luftwaffenstützpunkt
landen. Von denen gibt es in Nevada einige. Wir durften schon einmal einen
Blick auf die Glücksspiel Hauptstadt Las Vegas werfen, natürlich nur vom
Highway aus. Kurz vor unserem ersten Stopp den „Hoover Dam“ legten wir eine
mehrstündige Mc Donalds Pause ein, um unseren Blog mal wieder zu erneuern.
Wenige Meilen
später überschritten wir erneut eine Staatsgrenze, diesmal die von Nevada zu
Arizona. Diese verlief direkt auf dem „Hoover Dam“ und dem Colorado River. In
den 30ern erbaut, beeinflusste dieser Damm maßgeblich das Erscheinungsbild der
Westküste. Es konnte mit Fertigstellung ausreichend Trinkwasser/Elektrizität
für Menschen und Industrie bereitgestellt werden um ein Großteil Kaliforniens
und Teile Mexikos zu versorgen. Außerdem wurde so der unberechenbare „Colorado
River“ gezähmt.
So einige fleißige
Arbeiter verloren bei diesem Mammutprojekt ihr Leben, an sie erinnern heute
Gedenktafeln. Da nach wie vor mit Anschlägen gerechnet wird, wurden einige
Fahrzeuge vor passieren, heraus gewunken und kontrolliert. Wir hatten Glück und
konnten ungehindert passieren.
Die weite Strecke
bis zum „Grand Canyon“ war nicht mehr bei Tageslicht zu schaffen. Hier ist auch
noch Frühling und trotz sehr angenehmer Temperaturen tagsüber, ist es 7 Uhr
abends schon dunkel und kalt. So wollten wir auf einem vorher recherchierten
Campingplatz nächtigen. Der etwas abseits des Highways lag. Wir erreichten ihn
nie, nach 16 km Fahrt hinauf in die Berge auf einer unbefestigten Holperstrasse,
kehrten wir um. Uns war nicht ganz wohl dabei. Die Straße wurde schmaler und
die Klippen immer höher. Außerdem war keine Menschenseele zu sehen, nur alte
mit Einschusslöchern übersäte Schilder zeugten von Zivilisation. Es wurde
pechschwarze Nacht und glaubten wir unserer „Navigations App“ bzw. „Google Map“
Adresse, dann hatten wir unser Ziel erreicht. Also kehrt gemacht, wenden in 8
Zügen.
So setzten
wir gezwungenermaßen die Fahrt fort bis
zum hübschen Städtchen „Wiliams“ dort fanden wir eine gemütlich anmutende Werkstatt
mit Transporter Verleih kurz entschlossen, manövrierten wir unseren Mietwagen
mittenrein. Sitzlehnen zurück in den Schlafsack gehuscht und Augen zu. Wir
wollten natürlich unbemerkt bleiben und am nächsten Morgen zeitig vor
Arbeitsbeginn der Mechaniker weiter. Immerhin ist vagabundieren nicht erlaubt
und schon gar nicht wenn es Motels im Überfluss gibt. Wir blieben
glücklicherweise unentdeckt.
Am Morgen gönnten
wir uns nach den Strapazen der vergangenen Nacht ein herzhaftes Frühstück in
einem „Diner“ ganz im Stil der Fünfziger. Es war super lecker und wir nutzten
die Gelegenheit für das nächste Blog-Update. „Wiliams“ liegt an der „Route 66“
und erhält den Glanz/Charme dieser Zeit aufrecht.
Nun zum
eigentlichen Highlight dem „Grand Canyon“. Wir müssen zugeben… einzigartig… er
ist schwer zu beschreiben. Ein Naturwunder das man mit eigenen Augen gesehen
haben muss, auch wenn wir es versuchen. Fotos können die Dimensionen nicht
widerspiegeln. Wenn man bis zum Colorado River hinab wandert, muss man dort
übernachten, denn der Aufstieg wäre nicht mehr bei Tageslicht zu schaffen und viel
zu anstrengend. Man muss sich auch unbedingt registrieren und einen Schlafplatz
im Vorfeld buchen. Aus diesem Grunde haben wir diese mit Sicherheit,
einprägsame Tour auch nicht versucht. Denn bessere Fitness, Proviant/Wasser und
längere Planung und Vorbereitung ist dafür zwingend erforderlich, Schade
eigentlich.
Es gibt das „South
Rim“ (im Süden) an dem waren wir, sehr gut ausgebaut, mit „Shuttle Busen“ die den
Canyon entlang fahren und Besucher kostenlos zu Aussichtspunkten bringen. Man
könnte aber auch die 24 km lange Strecke wandern. Autos sind nicht erlaubt. Im
Übrigen soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass alle National Parks großen
Wert auf Umweltfreundliche Technologien/Verhalten legen und dafür auch werben.
Da ist kaum ein Unterschied im Vergleich zu Deutschland fest zu stellen. Die
Wind- und Sonnenenergie ist definitiv auf dem Vormarsch in den Staaten.
Am „North Rim“
waren wir nicht, doch es soll um einiges ruhiger sein. In einer 2 Tages
Wanderung kann man den Canyon durchqueren und von einem zum anderem Ende
wandern (genug Wasser mitnehmen).
Wir wollen euch
natürlich nicht vorenthalten. Am “Grand Canyon“ haben wir das erste Mal für
unseren Zeltplatz gezahlt. Es war auch super kalt in der Nacht. Was allerdings
vollkommen okay war, denn es gab heiße Duschen. Nur leider nicht umsonstL.
Bis bald
Eure Vroni und
André
| Verloren im Niemandsland |
| unser Schlafplatz |
| Wiliams |
| Diner |
| Frühstück |
| Postkasten auf dem Land |
| Grand Canyon |
| Sieht alt aus, ist aber aus Beton und wurde als Kulturdenkmal errichtet. |
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