Montag, 30. März 2015

Arizona… Auf zum Grand Canyon


Auf unserem Weg überschritten wir erst einmal die Staatsgrenze zu Nevada und sahen eine Drohne der US-Luftwaffe nur wenige Meter neben uns auf einem Luftwaffenstützpunkt landen. Von denen gibt es in Nevada einige. Wir durften schon einmal einen Blick auf die Glücksspiel Hauptstadt Las Vegas werfen, natürlich nur vom Highway aus. Kurz vor unserem ersten Stopp den „Hoover Dam“ legten wir eine mehrstündige Mc Donalds Pause ein, um unseren Blog mal wieder zu erneuern.

Wenige Meilen später überschritten wir erneut eine Staatsgrenze, diesmal die von Nevada zu Arizona. Diese verlief direkt auf dem „Hoover Dam“ und dem Colorado River. In den 30ern erbaut, beeinflusste dieser Damm maßgeblich das Erscheinungsbild der Westküste. Es konnte mit Fertigstellung ausreichend Trinkwasser/Elektrizität für Menschen und Industrie bereitgestellt werden um ein Großteil Kaliforniens und Teile Mexikos zu versorgen. Außerdem wurde so der unberechenbare „Colorado River“ gezähmt.

So einige fleißige Arbeiter verloren bei diesem Mammutprojekt ihr Leben, an sie erinnern heute Gedenktafeln. Da nach wie vor mit Anschlägen gerechnet wird, wurden einige Fahrzeuge vor passieren, heraus gewunken und kontrolliert. Wir hatten Glück und konnten ungehindert passieren.

 

Die weite Strecke bis zum „Grand Canyon“ war nicht mehr bei Tageslicht zu schaffen. Hier ist auch noch Frühling und trotz sehr angenehmer Temperaturen tagsüber, ist es 7 Uhr abends schon dunkel und kalt. So wollten wir auf einem vorher recherchierten Campingplatz nächtigen. Der etwas abseits des Highways lag. Wir erreichten ihn nie, nach 16 km Fahrt hinauf in die Berge auf einer unbefestigten Holperstrasse, kehrten wir um. Uns war nicht ganz wohl dabei. Die Straße wurde schmaler und die Klippen immer höher. Außerdem war keine Menschenseele zu sehen, nur alte mit Einschusslöchern übersäte Schilder zeugten von Zivilisation. Es wurde pechschwarze Nacht und glaubten wir unserer „Navigations App“ bzw. „Google Map“ Adresse, dann hatten wir unser Ziel erreicht. Also kehrt gemacht, wenden in 8 Zügen.

So setzten wir  gezwungenermaßen die Fahrt fort bis zum hübschen Städtchen „Wiliams“ dort fanden wir eine gemütlich anmutende Werkstatt mit Transporter Verleih kurz entschlossen, manövrierten wir unseren Mietwagen mittenrein. Sitzlehnen zurück in den Schlafsack gehuscht und Augen zu. Wir wollten natürlich unbemerkt bleiben und am nächsten Morgen zeitig vor Arbeitsbeginn der Mechaniker weiter. Immerhin ist vagabundieren nicht erlaubt und schon gar nicht wenn es Motels im Überfluss gibt. Wir blieben glücklicherweise unentdeckt.

Am Morgen gönnten wir uns nach den Strapazen der vergangenen Nacht ein herzhaftes Frühstück in einem „Diner“ ganz im Stil der Fünfziger. Es war super lecker und wir nutzten die Gelegenheit für das nächste Blog-Update. „Wiliams“ liegt an der „Route 66“ und erhält den Glanz/Charme dieser Zeit aufrecht.

Nun zum eigentlichen Highlight dem „Grand Canyon“. Wir müssen zugeben… einzigartig… er ist schwer zu beschreiben. Ein Naturwunder das man mit eigenen Augen gesehen haben muss, auch wenn wir es versuchen. Fotos können die Dimensionen nicht widerspiegeln. Wenn man bis zum Colorado River hinab wandert, muss man dort übernachten, denn der Aufstieg wäre nicht mehr bei Tageslicht zu schaffen und viel zu anstrengend. Man muss sich auch unbedingt registrieren und einen Schlafplatz im Vorfeld buchen. Aus diesem Grunde haben wir diese mit Sicherheit, einprägsame Tour auch nicht versucht. Denn bessere Fitness, Proviant/Wasser und längere Planung und Vorbereitung ist dafür zwingend erforderlich, Schade eigentlich.

Es gibt das „South Rim“ (im Süden) an dem waren wir, sehr gut ausgebaut, mit „Shuttle Busen“ die den Canyon entlang fahren und Besucher kostenlos zu Aussichtspunkten bringen. Man könnte aber auch die 24 km lange Strecke wandern. Autos sind nicht erlaubt. Im Übrigen soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass alle National Parks großen Wert auf Umweltfreundliche Technologien/Verhalten legen und dafür auch werben. Da ist kaum ein Unterschied im Vergleich zu Deutschland fest zu stellen. Die Wind- und Sonnenenergie ist definitiv auf dem Vormarsch in den Staaten.

Am „North Rim“ waren wir nicht, doch es soll um einiges ruhiger sein. In einer 2 Tages Wanderung kann man den Canyon durchqueren und von einem zum anderem Ende wandern (genug Wasser mitnehmen).

Wir wollen euch natürlich nicht vorenthalten. Am “Grand Canyon“ haben wir das erste Mal für unseren Zeltplatz gezahlt. Es war auch super kalt in der Nacht. Was allerdings vollkommen okay war, denn es gab heiße Duschen. Nur leider nicht umsonstL.

Bis bald

Eure Vroni und André





Verloren im Niemandsland

unser Schlafplatz

Wiliams

Diner


Frühstück

Postkasten auf dem Land

Grand Canyon






Sieht alt aus, ist aber aus Beton und wurde als Kulturdenkmal errichtet.

 

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