Donnerstag, 12. März 2015

Hawaii die Zweite... Campen auf Oahu

Mit dem Flieger ging es am 27. Februar von Kahalui/Maui nach Honolulu/Oahu die zweite Insel auf unserer Hawaiierkundung. Eigentlich wollten wir mit der Fähre übersetzen, doch der Betrieb wurde vor einigen Monaten eingestellt. Uns hätte es sehr gefreut, wenn man diese Information auf deren Webseite festgehalten  hätte. Denn so kostete uns der Flug um einiges mehr als erwartet. Nun gut aber auch sowas gehört zum reisen, halb so wild.
 Für Oahu hatten wir uns nicht wirklich schlau gemacht über Sehenswürdigkeiten, Attraktionen oder Wanderwege. Sicherlich hätte man diverse Ausflüge machen können, aber uns stand mehr der Sinn nach relaxen am Strand und das möglichst außerhalb der riesigen Metropole Honolulu. Also suchten wir uns einen „State Campground“ (bedeutet ein Zeltplatz im Besitz des Bundesstaates, in diesem Fall Hawaii) der uns gefiel und buchten einen Mietwagen für unsere ersten 24 Stunden, um unsere Rucksäcke hinzubringen und Lebensmittel zu besorgen. Wie schon auf Maui braucht man ein paar Tipps von Campern vor Ort um herauszufinden wo und wie man eine Camping Erlaubnis bekommt und so verbrachten wir auch die erste Nacht im Auto. Was sehr gut war denn es gab gewaltige Regenfälle in dieser Nacht. Außerdem wollten wir vermeiden unser Zelt in einem der zahlreichen Obdachlosenzeltlager aufzustellen. Denn auch die gibt es zahlreich auf den hawaiianischen Inseln.
An der Stelle soll einmal erwähnt werden, dass wir uns auch nach nun einem Jahr Amerika immer noch nicht an die vielen Obdachlosen in den Straßen mit ihren Einkaufswagen, Müllsäcken und Matratzen gewöhnt haben. Diese gehören zum Leben in Amerika dazu, schade ist nur das sich dieser Problematik kaum einer annimmt und auch bei der Bevölkerung gibt es wenig Antrieb etwas zu ändern. Denn es scheint wer auf der Straße lebt ist eh drogenabhängig, kommt aus gestörten Familien oder ist mental krank. Da kann man sowieso nicht helfen. So zumindest die weitverbreitete Meinung.
Wir wissen natürlich nicht ob diese Aussage stimmen, schwer vorstellbar das das auf alle Obdachlosen zutreffen soll.
Wir vermuten ja eher, dass sich niemand dem Problem annehmen will, da es Geld kostet und keines bringt.
Da das Busnetz auf Oahu sehr gut und günstig ist, konnten wir leicht bepackt zu unserem Zelt zurückkehren und die nächsten Tage entspannen. Leider konnte Vroni ihre  Erkältung nicht ganz auskurieren. Da wir brav unsere Zeltplatzgebühr gezahlt hatten, brauchten wir uns auch nicht zu sorgen als Sonntagmorgen tatsächlich Polizei oder so was Ähnliches zur Kontrolle kam. Was uns doch sehr überraschte, lag wohl an der Yoga Messe ganz in der Nähe. Deshalb war der Zeltplatz anfangs sehr voll, die folgenden Tage hatten wir ihn fast für uns alleine, bis auf die vielen Hühner und Hähne die uns morgens weckten und die wilden Katzen die uns öfters besuchten.
Einen Tag vor unserem Flug nach L.A. mussten wir zurück nach Honolulu, denn der Zeltplatz hatte geschlossen, ziemlich eigenartig. Da wir aber davon ausgingen per Anhalter zurück in die Stadt zu müssen, wollten wir eh diesen Tag los. Denn im Bus durfte man nämlich keine Koffer oder großes Gepäck mitnehmen, was auch wieder ziemlich eigenartig war. Allerdings hatten wir Glück und schon der erste Busfahrer nahm uns mit auf die 1,5 stündige Tour.
Eigentlich wollten wir unsere Rucksäcke in einem Schließfach verstauen und uns die Nacht um die Ohren hauen, doch fanden wir kein Einziges, weder am Flughafen noch in der Stadt. So fuhren wir spät abends zum Flughafen und haben es uns dort bequem gemacht 😁 seht selbst.
Vorher schlenderten wir aber noch durch Downtown und über den berühmten „Waikiki Beach“ sehr hübsch das muss man schon sagen.
 
Würden wir nochmal zurück nach Hawaii zum Urlaub machen?
Eher nicht aber wir waren nun auch schon da. Hawaii ist natürlich sehr schön und hat so einiges zu  bieten keine Frage. Doch wir finden dass es überbewertet wird und eher ein Reiseziel für Amerikaner ist, aufgrund der geografischen Nähe. In Europa gibt es auf jeden Fall genauso schöne Inseln, wie Malta, Capri, Madeira oder die Kanaren, welche locker mithalten können.
Liebe Grüße
Eure Vroni und euer André
 
 
 
Erstmals ist das Zelt mit all unserem Hab und Gut plus Lebensmittel gefüllt.... Unser kleines Heim

witzige Vögel

Sonntagmittag auf der Suche nach Internet irgendwo im Hawaiianischen Hinterland.

Nach ner Stunde Suche abgebrochen und zurück...

...an unseren Beach

Arbeitsalltag auf dem Campingplatz... Wäschetag gehört auch dazu

Alles hängt brav an seiner Leine

Feierabend...die Stühle haben wir übrigens geschenkt bekommen.

Mehr witzige Vögel


Habe Feuer gemacht...

...und Futter

Diese Reifen durften wir uns auch mal ausleihen sehr praktisch


Hawaiianischen Taube 😉

Vroni im Flip Flop Paradies

Pralinen waren schon leer, verdammt

Da es schon keinen am Flughafen gab, musste zumindest mal einer anprobiert werden, leider nur aus Plaste. Die Originalen sind viel cooler

Das ist mal n Prachtarsch, KLATSCH

Polinesische Paddler

Am Waikiki Beach. Vronis Rucksack ist doch ordentlich geschrumpft oder sie größere geworden??

Sonnenuntergang am Strand ein Traum für jeden Urlauber...

...und kurze Entspannung für Backpacker

Die ersten  authentischen Hawaiianischen Ukulele Klänge am Strand. Musiziert von Senioren aus aller Welt und gesungen unter anderem in deutsch, war sehr schön.

Unser Schlafplatz für die letzte Nacht auf Hawaii der Flughafen. Zugegeben ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch anders als das Foto vermuten lässt, waren wir bei weitem nicht die Einzigsten. Obdachlos fühlt es sich aber doch ein wenig an. Egal war bestimmt nicht die letzte Nacht an einem ungewöhnlichem Ort

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