Mit dem Flieger
ging es am 27. Februar von Kahalui/Maui nach Honolulu/Oahu die zweite Insel auf
unserer Hawaiierkundung. Eigentlich wollten wir mit der Fähre übersetzen, doch
der Betrieb wurde vor einigen Monaten eingestellt. Uns hätte es sehr gefreut,
wenn man diese Information auf deren Webseite festgehalten hätte. Denn so kostete uns der Flug um einiges
mehr als erwartet. Nun gut aber auch sowas gehört zum reisen, halb so wild.
Für Oahu hatten
wir uns nicht wirklich schlau gemacht über Sehenswürdigkeiten, Attraktionen
oder Wanderwege. Sicherlich hätte man diverse Ausflüge machen können, aber uns
stand mehr der Sinn nach relaxen am Strand und das möglichst außerhalb der
riesigen Metropole Honolulu. Also suchten wir uns einen „State Campground“ (bedeutet
ein Zeltplatz im Besitz des Bundesstaates, in diesem Fall Hawaii) der uns gefiel
und buchten einen Mietwagen für unsere ersten 24 Stunden, um unsere Rucksäcke
hinzubringen und Lebensmittel zu besorgen. Wie schon auf Maui braucht man ein
paar Tipps von Campern vor Ort um herauszufinden wo und wie man eine Camping
Erlaubnis bekommt und so verbrachten wir auch die erste Nacht im Auto. Was sehr
gut war denn es gab gewaltige Regenfälle in dieser Nacht. Außerdem wollten wir
vermeiden unser Zelt in einem der zahlreichen Obdachlosenzeltlager
aufzustellen. Denn auch die gibt es zahlreich auf den hawaiianischen Inseln.
An der Stelle
soll einmal erwähnt werden, dass wir uns auch nach nun einem Jahr Amerika immer
noch nicht an die vielen Obdachlosen in den Straßen mit ihren Einkaufswagen,
Müllsäcken und Matratzen gewöhnt haben. Diese gehören zum Leben in Amerika
dazu, schade ist nur das sich dieser Problematik kaum einer annimmt und auch
bei der Bevölkerung gibt es wenig Antrieb etwas zu ändern. Denn es scheint wer
auf der Straße lebt ist eh drogenabhängig, kommt aus gestörten Familien oder ist
mental krank. Da kann man sowieso nicht helfen. So zumindest die
weitverbreitete Meinung.
Wir wissen
natürlich nicht ob diese Aussage stimmen, schwer vorstellbar das das auf alle
Obdachlosen zutreffen soll.
Wir vermuten ja
eher, dass sich niemand dem Problem annehmen will, da es Geld kostet und keines
bringt.
Da das Busnetz
auf Oahu sehr gut und günstig ist, konnten wir leicht bepackt zu unserem Zelt
zurückkehren und die nächsten Tage entspannen. Leider konnte Vroni ihre Erkältung nicht ganz auskurieren. Da wir brav
unsere Zeltplatzgebühr gezahlt hatten, brauchten wir uns auch nicht zu sorgen
als Sonntagmorgen tatsächlich Polizei oder so was Ähnliches zur Kontrolle kam. Was
uns doch sehr überraschte, lag wohl an der Yoga Messe ganz in der Nähe. Deshalb
war der Zeltplatz anfangs sehr voll, die folgenden Tage hatten wir ihn fast für
uns alleine, bis auf die vielen Hühner und Hähne die uns morgens weckten und
die wilden Katzen die uns öfters besuchten.
Einen Tag vor
unserem Flug nach L.A. mussten wir zurück nach Honolulu, denn der Zeltplatz
hatte geschlossen, ziemlich eigenartig. Da wir aber davon ausgingen per
Anhalter zurück in die Stadt zu müssen, wollten wir eh diesen Tag los. Denn im
Bus durfte man nämlich keine Koffer oder großes Gepäck mitnehmen, was auch
wieder ziemlich eigenartig war. Allerdings hatten wir Glück und schon der erste
Busfahrer nahm uns mit auf die 1,5 stündige Tour.
Eigentlich
wollten wir unsere Rucksäcke in einem Schließfach verstauen und uns die Nacht
um die Ohren hauen, doch fanden wir kein Einziges, weder am Flughafen noch in
der Stadt. So fuhren wir spät abends zum Flughafen und haben es uns dort bequem
gemacht 😁 seht selbst.
Vorher schlenderten wir aber noch durch Downtown und über
den berühmten „Waikiki Beach“ sehr hübsch das muss man schon sagen.
Würden wir nochmal zurück nach Hawaii zum Urlaub machen?
Eher nicht aber wir waren nun auch schon da. Hawaii ist
natürlich sehr schön und hat so einiges zu
bieten keine Frage. Doch wir finden dass es überbewertet wird und eher
ein Reiseziel für Amerikaner ist, aufgrund der geografischen Nähe. In Europa
gibt es auf jeden Fall genauso schöne Inseln, wie Malta, Capri, Madeira oder
die Kanaren, welche locker mithalten können.
Liebe Grüße
Eure Vroni und euer André
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| Erstmals ist das Zelt mit all unserem Hab und Gut plus Lebensmittel gefüllt.... Unser kleines Heim |
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| witzige Vögel |
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| Sonntagmittag auf der Suche nach Internet irgendwo im Hawaiianischen Hinterland. |
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| Nach ner Stunde Suche abgebrochen und zurück... |
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| ...an unseren Beach |
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| Arbeitsalltag auf dem Campingplatz... Wäschetag gehört auch dazu |
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| Alles hängt brav an seiner Leine |
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| Feierabend...die Stühle haben wir übrigens geschenkt bekommen. |
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| Mehr witzige Vögel |
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| Habe Feuer gemacht... |
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| ...und Futter |
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| Diese Reifen durften wir uns auch mal ausleihen sehr praktisch |
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| Hawaiianischen Taube 😉 |
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| Vroni im Flip Flop Paradies |
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| Pralinen waren schon leer, verdammt |
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| Da es schon keinen am Flughafen gab, musste zumindest mal einer anprobiert werden, leider nur aus Plaste. Die Originalen sind viel cooler |
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| Das ist mal n Prachtarsch, KLATSCH |
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| Polinesische Paddler |
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| Am Waikiki Beach. Vronis Rucksack ist doch ordentlich geschrumpft oder sie größere geworden?? |
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| Sonnenuntergang am Strand ein Traum für jeden Urlauber... |
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| ...und kurze Entspannung für Backpacker |
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| Die ersten authentischen Hawaiianischen Ukulele Klänge am Strand. Musiziert von Senioren aus aller Welt und gesungen unter anderem in deutsch, war sehr schön. |
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| Unser Schlafplatz für die letzte Nacht auf Hawaii der Flughafen. Zugegeben ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch anders als das Foto vermuten lässt, waren wir bei weitem nicht die Einzigsten. Obdachlos fühlt es sich aber doch ein wenig an. Egal war bestimmt nicht die letzte Nacht an einem ungewöhnlichem Ort |
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