Freitag, 7. August 2015

Granada und San Juan del Sur


In Granada angekommen, nisteten wir uns in dem uns bekannten Hostel für eine Nacht ein und gönnten uns wieder einmal günstige Hamburger und Bier in Literflaschen, so stellt man sich Nicaragua vor. Am Mittag des folgenden Tages ging es auf abenteuerliche Weise ins „Poste Rojo Treehouse“ ein Baumhaus in den Baumgipfeln des Dschungels gelegen. Im „Pick-up Truck“ wird man am Marktplatz Granadas eingesammelt und vor Ort gebracht. Aufgrund von Warnhinweisen im Vorfeld ließen wir unser Gepäck nicht aus den Augen und schleppten es den unbefestigten Pfad hinauf, nur um es kurze Zeit später selbigen Weg wieder hinab zu unseren Zimmern zu bringen. Nun Gut Training darf im Urlaub auch nicht fehlen J.

Wir blieben nur eine Nacht, das war genug Zeit um das mehr als rustikale Ambiente zu genießen und nicht allzu oft den Toilettengang zu wagen, da diese „ordentlich ökologisch“ waren. Am Nachmittag ging es per „Pick-up“ zu einer nahegelegenen Süßwasser Quelle, welche uns mit sagenhaft klarem Wasser überraschte und erfrischte. Leider konnten wir nicht wirklich Affen erspähen, also nahmen wir uns dies für den nächsten Morgen vor. Nun nach einem recht feucht fröhlichen Abend in lustiger Runde und einer Bananenpalmenrettungsaktion mit Klopapier, Details bleiben euch an dieser Stelle erspart, verpassten wir auch diese Gelegenheit zum Affen beobachten.

Dafür ging es leicht verkatert auf die lange Fahrt im Chickenbus nach „San Juan Del Sur“. Ziemlich erschöpft mussten wir uns dort erst noch eine Unterkunft suchen und fanden „Rebeccas Inn“, betrieben von einer sehr reinlichen älteren lokalen Dame. Das ganze Dorf war überraschender Weise zum Wochenende ausgebucht, obwohl man hier nicht viel mehr machen kann, als die zweitgrößte Jesusstatue der Welt zu bestaunen und zu surfen am Strand.

Dieses kleine Fischerdorf hatte vor Jahren einen riesigen Boom als tausende Amerikaner den Ort für sich entdeckten. Allerdings stieg mit zunehmenden Besucherzahlen auch die Kriminalität und die zuständigen Behörden versäumten darauf zu reagieren und so entwickelte sich die Stadt eher bescheiden. In den letzten Jahren sank die Verbrechensrate, aber leider nicht gegen Null, wie wir schmerzlich feststellen mussten. Allerdings muss man schon sagen zu Jesus Füßen befinden sich schon beeindruckende Villen und Fincas.

Wir mieteten uns also zwei Roller in ziemlich kläglichen Zustand und erkundeten die Gegend auf den üblichen Routen und genossen den Tag, bis wir uns auf den Rückweg vom Strand machten und nur wenige hundert Meter auf einer unbefestigten Straße hinter uns bringen mussten…


Warten, wie immer ;)
Auf den Transfer zum Baumhaus in der Nähe von Granada!

Und so sehen die Transfers in Nicaragua aus.
Ein kleiner Truck voller weißer Touristen :D

Ankommen im Baumhaus!!!
Zuerst wurde die Feuerwehrstange ausprobiert...............

...........und die Gegend erkundet!

Von hier hatte man einen traumhaften Ausblick und sehr viel Natur um sich herum!!

Die "Love" Schaukel :D

Das ganze Baumhaus mit den Unterkuenften war sehr schoen gemacht.
Seeeehhhhrrrrr rustikal und einfach, biologisch und mit getrennten Toiletten!
(Pipiklo und Pupuklo)
Doch der Weg zu dem ganzen Gelaende war anstrengend, wie man hier erkennen kann! :D


Es ging noch mit einer Tour und wieder mal einen Truck zu sehr klaren Wasserbecken!

Wir durften sogar auf dem Dach des Trucks Platz nehmen :D

Angekommen!
Erst mal ein Bier ;)

Das Wasser war super klar, wie man hier erkennen kann!
Prost!!!!!!!
Das ist das Motto der 4er Gruppe :D

Etwas unscharf, macht aber nichts, denn wir sahen am Ende des Abends auch nicht mehr so scharf ;)

Der Nicaraguanische Rum schmeckte uns zu gut!!!!!

Hier schon am Strand von "San Juan del Sur"

Man beachte die exakt gleiche Schlafposition :D

Die Bucht war traumhaft und der Ausblick von der Jesus Statue grandios!!!!

Wusstet ihr das diese Jesus Statue die zweit groesste auf der Welt ist?! 

Mit dem Roller ging es auf Entdeckungstour!


An einem weiteren Strand noerdlich.
Lecker Fischtakos gegesen und danach mit den Wellen getanzt!! :D


Man soll ja nach dem essen Sport machen ;)
HUIIIIIIUIUIUIUIUI


................ Der Tag war sehr sehr schön, doch das Ende leider nicht so.
Auf dem Nachhauseweg mit unseren Rollern, wurden wir von einem bewaffneten "Banditen" überfallen!
Im ersten Moment dachten wir alle es wäre ein schlechter Witz, doch leider war es keiner :(
Er sprang aus dem Gebüsch mit vermummten Gesicht und einer riesigen Machete!!!!! Eine Machete MANN!!!
Er begriff schnell das in Svenjas Rucksack mehr zu holen war, als in Vronis.
Er fuchtelte immer wie wild mit seiner Klinge rum und hielt den Rucksack fest.
Vroni versuchte ihn mit dem Geld was sie ihm hinhielt von ihr weg zu locken, damit wir mit den Rollern losbrauschen können, doch leider ging der Plan nicht so ganz auf.
Er schnappte sich das Geld liess aber nicht vom Rucksack ab. Das einzige was er immer sagte war "Money, Money, Money" (Geld, Geld, Geld). Svenja wollte ja ihr Geld aus den Rucksack holen und ihm geben, doch als sie ihn ein wenig loeste, riss der Bandito ihr den Rucksack vom Ruecken und schwups war er schon hinter dem Stacheldrahtzaun. Wir versuchten ihn mit sprachlichen barierren verstehen zu geben, das er das Geld nehmen soll aber nicht den ganzen Rucksack!!! Doch da kam ein Auto um die Ecke gebogen und schon verschwand er mit dem kompletten Tagesrucksack im Urwald!
Handy, Kammera, Geld und persoenliche Gegenstaende waren weg.
Die Heimfahrt mit den Rollern war einfach nur beschissen und dann musste Vroni dem Vermieter (welcher uns vorher nicht verriet das die Straende nicht sicher sind) noch erklaeren das die Papiere fuer den zweiten Roller im Rucksack waren den der Bandit mitgenommen hat, und das auf spanisch.
Wir verstaendigten auch die Polizei mit Hilfe von Rebecca (der Besitzerin unserer Unterkunft, die ein wenig englisch sprach und sehr erschuettert war), doch wiederbekommen werden wir nichts!!
Torsten und Vroni fuhren noch mal zum Tatort und zum Strand mit der Polizei, doch der Bandit blieb verschwunden.
Im Nachhinein sind wir doch alle sehr froh gewesen das uns nichts passiert ist und der Bandit seine Machete nur rumgeschwungen hat und wir nicht verletzt wurden.

Liebe Freunde des Reisens, seit immer vorsichtig und lasst euch nicht unterkriegen.
Die Erfahrung zu machen von einem bewaffneten Banditen ausgeraubt zu werden wollten wir immer vermeiden und waren auch der Meinung das uns so etwas nicht passieren wird.
Doch leider hatten wir Pech und waren am falschen Ort zur falschen Zeit!! Also in solchen Gegenden lieber zweimal nachfragen, aber dennoch die Abenteuerlust nicht verlieren!!!




1 Kommentar:

  1. So etwas liest man natürlich nicht so gern.
    Nur gut, dass ihr alle heil da rausgekommen seid. Geld, Kameras und andere Wertgegenstände sind da erst einmal zweitrangig. Wir denken ihr habt da richtig gehandelt und das beste aus der Situation gemacht. Der Schock saß bestimmt erstmal tief.
    Zum Glück wart ihr zu viert, sodass ihr euch gegenseitig wieder aufbauen konntet, was man ja auch auf den darauffolgenden Bildern in den nächsten Posts erkennen kann ;-)

    Auf jeden Fall eine Geschichte für eure Enkel später :-)

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