Mittwoch, 19. August 2015

Panama Stadt.... zwischen 2 Ozeanen und am Ende eines Kontinents


Von Bocas Del Torro ging es mit einem Direkttransfer nach Panama City der Hauptstadt. Naja eigentlich wurden uns nur Busplätze im öffentlichen Bus und in einem Boot reserviert. Es gab also keinen Guide sondern nur ein hübsches Armbändchen und keiner der immerhin 40 Mann starken Truppe hatte irgendwelche Informationen. Klar war nur jeder wollte auf der Nonstop Nachtfahrt durchschlafen und einen Platz erhaschen.

Warum erwähnen wir das, natürlich weil es anders kam. Wir wurden von den Taxis auf dem Festland nicht zum Busterminal gebracht sondern vor einem ziemlich schäbigen Hotel abgeladen. Dort vagabundierten schon einige Einheimische rum und die kleinen Kinder wurden wieder zum Betteln vorgeschickt. Aber es wartete auch ein Bus dort, nach mehrmaligem Fragen (vor allem der Spanisch Muttersprachler) erfuhren wir dass wir erst nach „David“ im Süden des Landes gebracht werden und dort ein anderer Bus warten würde… Mmh… nach längerer hitziger Diskussion (vor allem der Argentinier und Mexikaner) fuhren wir dann endlich los. Angeblich war unser eigentlicher Bus defekt.

In David wartete tatsächlich ein Luxusklassebus auf uns (sehr geräumig und bequem). Wir wurden im Vorfeld schon vor den arktischen Temperaturen gewarnt und mussten dank Pullover und Decke, die verbleibende Zeit nicht zittern. Die Klimaanlagen werden in den modernen Bussen aus Angst vor Bakterien auf 8-10 Grad eingestellt, lieber frieren als desinfizieren, aber so wurde es uns erklärt.

Mit solchen Planänderungen muss man generell schon rechnen, dennoch roch die ganze Aktion ziemlich faul, selbst für Mittelamerika. Im Endeffekt sind wir genau auf dem üblichen Weg nach Panama City gelangt und hätten uns ein paar Dollar sparen können. Da wir absolut keinen Vorteil aus dieser Transferbuchung gezogen haben.

Der US-Dollar ist übrigens die Währung Panamas. Offiziell gibt es zwar den „Balboa“, dieser wiederum ist 1 zu 1 gleichwertig mit dem Dollar. Immerhin gibt es Balboa Münzen. Ansonsten lebt Panama natürlich von seinem weltberühmten Kanal. Die Hauptstadt erinnert stark an Vancouver und Miami mit seinen hellen Hochhäusern und direkter Lage am Meer. Sie ist modern, lebendig, relativ sauber und rausgeputzt. Dennoch kann man nicht übersehen, das hier arm und reich so dicht nebeneinander lebt, wie kaum an einem anderen Ort auf unserer bisherigen Reise.

Wir waren im alten Kolonialviertel untergebracht „Casco Vijeo“. In dem Luxusherberge gegenüber Armenhaus steht. Trauriger und schockierender Weise gehört Drogenabhängigkeit auch in dieser Metropole dazu. So setzte sich früh morgens um neun ein Obdachloser direkt vor unserem Hostel auf dem Bordstein einen Schuss, eine mehr als erschütternde Beobachtung, begleitet von den Worten „Yeah this is my Life!“, sich schüttelnd während dieser Worte.

Nun generell würden wir Panama City aber als sehr sicher beschreiben, bis auf ein paar Viertel. Der Fischmarkt ist sehenswert und verwandelt sich abends in einen riesigen Treffpunkt für die Menschen der Stadt. Außerdem besuchten wir die alten Ruinen östlich des Zentrums. Einst die erste Festungsanlage der Spanier und wichtiger Hafen für den Abtransport von Schätzen Richtung Europa. Allerdings militärisch schwer zu verteidigen und so kam es zu unzähligen Überfällen durch englische Piraten. Nach einigen Jahren verlegten die Spanier ihren Hauptsitz ins heutige „Casco Vijeo“.

Mit dem Bau des Kanals Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs die Stadt enorm und so entstand im Laufe der Zeit das heutige Stadtbild mit riesigen Wolkenkratzern, teuren Einkaufszentren und schicken Hotels, direkt neben Flachbauten bewohnt von Großfamilien. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach werden diese in den nächsten Jahren neuen Luxusimmobilien weichen müssen.

Selbstverständlich besichtigten wir auch den Kanal als solches. Dies gestaltet sich aber etwas schwieriger gedacht. Man kann ihn zur Hälfte mit einem Boot durchqueren, das dauert etwa 8 Stunden und kostet an die 150$. Man kann zu einer Aussichtsplattform am Hebewerk fahren und dort auf Schiffe warten, allerdings auch gegen Gebühr. Die geheime Ecke der Einheimischen kennen wir ja leider nicht. Oder und dafür entschieden wir uns man fährt auf der einzigen Eisenbahnstrecke Panamas fast parallel des Kanals bis nach „Colon“ im Norden, für 25$. Aber Vorsicht wieder Abzocker-Gefahr die Dame wollte doch erst einmal 35$ haben. Wenn man hier die Preise nicht kennt dann wird man einfach übers Ohr gehauen, dies gilt auch wieder einmal für die Taxis.

Nun leider regnete es recht viel während der einstündigen Fahrt, doch bekommt man zumindest ein Gefühl für die Ausmaße des Kanals und man sieht auch noch etwas der eigentlichen Vegetation. Wirklich empfehlen würden wir den Abstecher zum Kanal allerdings nicht, obwohl er für jeden Besucher Panama wohl auf dem Pflichtprogramm stehen sollte.

In Colon angekommen ging es direkt mit dem Taxi zum Busterminal und wieder zurück in die Stadt, die Fahrt kostet übrigens 3,25$. In Colon wurde uns von längeren Aufenthalten abgeraten, dort gibt es nichts Interessantes für Touristen.

Der ein oder andere kann sich vielleicht noch entsinnen, das Panama unsere Endstation sein sollte. Nun da noch Zeit übrig ist, entschlossen wir uns weiter zu reisen. Und zwar nach Kolumbien… wie wir dorthin gelangen werden, ohne Straßen das erfahrt ihr demnächst.

Wir freuen uns sehr auf die letzte Etappe und das letzte Land unserer Reise und sind jetzt bereits stolz auf uns den drittgrößten Kontinent der Erde komplett bereist zu haben!

Bis bald und liebe Grüße

Vroni und André




Riesige Seesterne!!!!
Gesichtet noch auf den Inseln "Bocas del Toro" vor unserer Abreise.

Angekommen in Panama City!
Wir beschlossen erst mal shoppen zu gehen und ein wenig die Stadt zu erkunden.

Man findet überall sehr alte, verlassene aber wunderschöne Gebäude!

Tadaaaaaaaa! Shopping Center!!!

Da war jemand bei der Maniküre!


Und es gab auch viele Kirchen.

Hier kann man sehen, das die Stadt schon wert auf Erhaltung der alten Gebäude legt.

Die Skyline der Stadt......

......und die Inseln auf der anderen Seite. 

Beim relaxen in einer der vielen Parkanlagen beobachteten wir Pelikane beim landen auf einem Baum. Sie brauchten immer mehrere Anläufe um einen geeigneten Platz zu finden.


Denn sie haben ja Watschelfüße!

Der berühmte Panamahut!!!!!

In diesem Laden gab es sogar Hüte die bis 800$ kosteten!

Wir schlemmten am Abend auf dem Fischmarkt die legendäre Ceviche! (roher Fisch mit Zwiebeln und Limette)

Am nächsten Tag ging es sehr früh morgens wieder zum Fischmarkt um frischen Fisch zu kaufen.

Der Geruch war streng doch wir überlebten es :D

In dieser Straße befand sich unser Luxus Hostel! :/ 

Haarschnitt zum kleinen Preis!! ;)

Sportlich, sportlich!!!!

Mit Marianne und Jason ging es zu den Ruinen.
(Sie aus Deutschland und lebt seit 5 Jahren in Australien und er ist Australier)

Alt und Neu!!


Vordergrund: Arm
Hintergrund: Reich

Das ist der teuerste Rosenkohl den wir je gesehen haben!!!!!

Los geht die wilde Zugfahrt :D

Hui.......ganz hübsch hier!

Uiiiii....daaa....ein Schiff!

Und hier der berühmte "Panama Kanal".

Es ging durch die ganzen Inseln........

......in einem Glaswagon!!



Leider wurden hier viele Bäume abgeholzt :/


Als wir ausstiegen bekamen wir noch eine kleine Snack Box mit Süßigkeiten!!

Zu guter Letzt schaffte Vroni doch noch eine Dame in Einheimischer Kleidung zu fotografieren ohne dafür bezahlen zu müssen ;)

1 Kommentar:

  1. Glückwunsch zu eurer erfolgreichen reise soweit und natürlich das beste für euer wohlmöglich letztes land :-)
    Von panama nach kolumbien seid ihr wahrscheinlich durch einen der drogenschmuggeltunnel gekommen. Haben gehört, da kann man auch ohne pass und stempel über die grenze ;-P

    Bis bald

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