Freitag, 6. März 2015

Auf Maui im Bundesstaat Hawaii

Die Aufregung stieg und der Flug nach Hawaii auf die Insel Maui rückte näher. Nach einem sehr holprigen Flug… ZACK… waren wir da auf einer der berühmtesten Trauminseln der Welt. Ein wenig enttäuscht waren wir aber schon, als wir feststellten nicht von Hula Gesängen und ohne Blumenkranz begrüßt zu werden, hatten wir wohl nicht gebucht L
Wir haben uns das Kompletterlebnis Hawaii ein wenig anders vorgestellt, mit weniger Autos und Leuten. Maui ist eine sehr schöne Insel, mit verschiedenen Kima und Vegetationszonen. Doch irgendwie will sie jeder besuchen und deshalb ist sie von Touristen überfüllt, eine Maximalbegrenzung für Fahrzeuge wäre sicherlich nicht verkehrt. Denn im Stau stehen gehört irgendwie dazu.
Als Pauschalurlauber ist es wahrscheinlich eine tolle Erfahrung, doch als Rucksacktourist ist es nicht ganz so einfach sich auf der Insel zurecht zu finden. Da vor allem das öffentliche Bussystem kläglich versagt und Busfahrer nicht einmal die Busrouten der anderen kennen. Auch hatten wir stark den Eindruck das Backpacker nicht wirklich erwünscht sind, sondern eher Urlauber die tausende von Dollar im Gepäck haben.
Nach den ersten zwei Tagen im Hostel (das am Arsch der Insel war und eher zum Party machen geeignet ist, Angestellte noch vor den Gästen besoffen) beschlossen wir ein Auto zu mieten (welches glücklicherweise über deutsche Webseiten ein Vielfaches weniger kostet, als für andere Reisende) um die wenigen Campingplätze aufzusuchen (übrigens in ganz Hawaii nur nach längerer Online Recherche zu finden sind und noch umständlicher überhaupt zu reservieren). Eine Hostelübernachtung kostete 45 USD pro Person im 8 Bett Gemeinschaftszimmer, was unser Reise Budget mehr als nur belastet hätte und zudem auch nicht gerechtfertigt war, da das Dach des Hauses vom letzten Sturm weggerissen wurde und während unseres Aufenthaltes durch eine blaue Plane ersetzt wurde.
Gesagt….getan und Schwups ging es los!!!!!! Wir fuhren also rund herum und erkundeten die Insel soweit die Straßen es zuließen.
Eigentlich wollten wir mehr zu Fuß unterwegs sein, doch Vroni plagte eine schwere Nasennebenhölenentzündung mit folgendem Husten und so planten wir alles eine wenig entspannter und begnügten uns mit den Insel üblichen Attraktionen und kürzeren Wanderungen.
Gesehen haben wir einiges und auch nette Camper kennen gelernt (aus Edmonton in Kanada natürlich hihi). Von zelten auf dem 3000 m hohem Vulkan Haleakala, bis zum improvisiertem campen am Ozean, Wale aus der Ferne beobachtet, mit Riesenschildkröten geschnorchelt, in Süsswasserbecken gebadet und durch Dschungel und Bambuswälder gewandert. Aber seht selbst.
Auffällig und bemerkenswert sind die vielen Hähne mit ihren Hühnern, die vielen Mustangs (die Automarke ist gemeint) auf den Straßen und wilde Katzen denen man überall begegnet. Berühmt ist Hawaii allerdings für seine Vogelvielfalt mit einigen Arten die nur hier exstieren und Vogelbegeisterte aus der ganzen Welt anzieht.

Abflug Seattle

André fleißig am bloggen trotz schwerer Turbulenzen

Im Banane Bungalow Hostel

erste kleinere Inselerkundungen


Riesenschnecke voraus

Schroffe Küstenabschnitte im Westen Mauis....

...samt Walbeobachtungspunkten... Walkühe kommen jedes Jahr in die wärmeren Gewässer vor Hawaii um ihre Kälber auf die Welt zu bringen


Einer der letzten wahren Abenteurer und Entdecker... :-)

2 Nächte am Meer zelten, schwer legal einen Zeltplatz zu ergattern.im Westen der Insel.

Einer von tausenden Hähne

unser Mini Mietwagen ein Chevrolet Spark


Vroni tapfer trotz Nasennebenhöhlenentzündung



AAAHHHIIIAAAHHHHHHAAAA

Die "Hawaiian State Campingplätze" bieten bescheidenen Komfort, da muss man improvisieren


Landschaftlich hat Maui sehr viel zu bieten, nur leider  leider sind fast alle Orte von Touristen überlaufen.

Windsurfer bei der Arbeit :-)

Die verlorene Grotte, leider auch hier mehr als hunderte Urlauber anzutreffen

So oder so ähnlich sahen die Behausungen der ersten Siedler aus Polynesien aus. Die vor hunderten von Jahren in kleinen Booten von Asien her kamen



So manch ungewöhnlicher oder gar einzigartiger Wuchs ist zu entdecken

Tiefsee André eindeutig in seinem Element

Auf dem Pfad zum ...Wasserfall, vorbei an seltsamen Bäumen...

...durch tiefe unheimliche Bambuswälder...

Und dichtem beinahe undurchdringlichem Dschungel

Ziel erreicht nach 1,5 h Wanderung

Diese Flusskrebse sollten eigentlich unser Abendbrot werden, doch hatten wir erbarmen mit ihnen.

Auch besuchten wir die "Seven Pools" im Bild einer davon. Quasi 7 Süsswasserbecken die nacheinander bergabwärts gelagert sind. Nicht immer zum baden geeignet besonders nicht nach starkem Regen und bräunlichen Verfärbungen, dann wird eine Bestimmte Bakterie aktiv.

"Die Nationalpark Campingplätze" sind ein wenig besser ausgestattet. Doch meilenweit von kanadischen Standard entfernt.


Zuckerrohr von einem Stand am Straßenrand gemopst.


Sonnenaufgang am Krater des Haleakala Vulkans auf 3000 m

Hier wird's auch schon kühler um die 0 Grad. Der Sonnenaufgang ist die andere Riesenattraktion der Insel, dennoch waren wir erschrocken wie viele Urlauber mit Busen früh um 6 Uhr hier hinauf gebracht werden (meist nur mit Handtuch zum Schutz vor der Kälte ausgestattet)

Der Krater von Erosion und Wetter geformt, nicht durch einen Ausbruch

einzigartige Pflanzen leben nur dort oben

In der roten Rettungsboje von André, befinden sich immer unsere wichtigsten Wertsachen.

4 Tage lang unsere Camping Gesellschaft, natürlich Kanadier.

Mit richtig viel Glück konnten wir diese riesige Meeresschildkröte entdecken...

...und etwas mit ihr schnorcheln...

Entdeckt hatten wir sie schon etwas eher, nachdem wir einen Tipp bekamen.

Den letzten Tag entspannten wir am Meer, bevor wir weiterflogen nach OAHU

1 Kommentar:

  1. Hey ihr beiden,
    manchmal ist es eben doch anders als man denkt. Und gerade in den Zeiten des Massentourismus und des schnellen Geldes werden Backpacker oft hinten angestellt. Wie ihr schon schreibt, die bringen halt kaum Geld. Sicherlich ist Hawaii in vielen Köpfen das Traumparadies, mit wundervollen Stränden, azurblauen Meer, Kokosnüssen und Hula-Gesängen, allerdings scheint das nun kein Geheimtipp mehr zu sein. Obwohl man bestimmt noch einnsame oder nahezu unentdeckte Abschnitte findet.
    Das mit den Hostelkosten und der gebotenen Leistung ist ja wohl eine absolute Frechheit, aber so sind nun einmal Inseln. Ihr habt es aber richtig gemacht und seid einfach auf eigene Faust los, super!
    Tapferer Andrè, selbst bei Turbulenzen noch an seine Blogleser zu denken (hoffe die K***tüte hat ausgereicht ;-), aber noch viel tapferere Vroni, die sich trotz Nasennebenhöhlenentzündung nicht davon abbringt ihre Reise zu genießen (hätte Martin wohl nicht geschafft ;-) denn Hawaii macht man wohl nur einmal im Leben, oder???
    Wusstet ihr übrigens, dass die Maori aus Neuseeland und die Ureinwohner Hawaiis verwandt sind. Kommen ja irgendwie beide aus dem Polynesischen Raum :-)
    Der Baum vor dem Vroni steht sieht ja mal gewaltig aus, sehr beeindruckend und die beiden Bilder vom Sonnenaufgang vom Vulkan sind spitze, erinnert uns irgendwie an unsere Wanderung um den "Herr der Ringe"-Vulkan und dem Erwachen über den Wolken. Aber wie das immer so ist, scheint auch der Vulkansonnenaufgang kein Geheimtipp mehr zu sein ;-P Dafür aber die Schildkröten.
    Na, das war es erstmal. Viel Spass weiterhin und bis bald.
    Romy&Martin

    PS: Andrè, dein Moustache ist class. Den hatte Martin übrigens auch sehr lange während unserer Zeit in Echuca, wo wir gearbeitet haben. Und vorallem im Movember, eine Aktion zur Krebshilfe, bei der sich Männer ihren Bart stehen laasen sollen, als eine Art Zeichen ;-)

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